Zum Hauptinhalt Zur Navigation

MacOS 26.3: Apple entfernt Fenster-Resize-Fix wieder

Apple hat eine Verbesserung für das Ändern von Fenstergrößen, die es in der RC-Version von MacOS 26.3 gab, vor dem Release wieder entfernt.
/ Michael Linden
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Die Änderung betraf die Mauserkennung an Fensterecken. (Bild: Norbert Heger /Screenshot: Golem.de)
Die Änderung betraf die Mauserkennung an Fensterecken. Bild: Norbert Heger /Screenshot: Golem.de

Kurz vor dem finalen Release hat Apple eine Verbesserung zur Veränderung der Fenstergröße auf MacOS Tahoe wieder zurückgezogen. Das zeigen Tests des Entwicklers Norbert Heger(öffnet im neuen Fenster) , der das Problem seit Längerem verfolgt .

Die Änderung betraf die Mauserkennung an Fensterecken – ein Problem, das Nutzer beim Versuch, Anwendungsfenster zu vergrößern oder zu verkleinern, immer wieder hatten. In der Release-Candidate-Version passte Apple die Erkennungsbereiche so an, dass sie dem abgerundeten Eckradius von Fenstern folgten, statt wie bisher eckige Bereiche zu verwenden.

Pixel-genaue Anpassung der Eckenerkennung

Tests an MacOS 26.3 RC zeigten, dass das System präziser auf Mauseingaben in den Eckbereichen reagierte. Der Entwickler führte eine Pixel-für-Pixel-Analyse durch, bei der simulierte Mausklicks die exakte Größe der Erkennungsbereiche offenlegten. Die neue Implementierung folgte den abgerundeten Ecken der Fenster.

Allerdings brachte die Änderung auch Nachteile: Der Bereich für rein vertikales oder horizontales Größenändern wurde schmaler. Die Dicke dieser Zone schrumpfte von 7 auf 6 Pixel, der Anteil innerhalb des Fensterrahmens sogar von 3 auf 2 Pixel. Das entspricht einer Verkleinerung um 14 Prozent.

Komplette Rücknahme im finalen Release

Als MacOS 26.3 offiziell erschien, war von der Verbesserung nichts mehr zu sehen. Das System kehrte zu den eckigen Erkennungsbereichen zurück, die vor dem Release Candidate galten. Der Entwickler bestätigte dies mit derselben Pixel-Analyse-Methode.

Auch die Release-Notes spiegeln die Kehrtwende: Das Window-Resizing-Problem war in der RC-Dokumentation noch als behobenes Problem aufgeführt, im finalen Release steht es wieder unter bekannte Probleme. Apple äußerte sich nicht zu der Entscheidung.

Tägliche Arbeit am Mac betroffen

Das Resize-Verhalten betrifft die grundlegende Interaktion mit Fenstern im gesamten Betriebssystem. Wenn Nutzer versuchen, ein Fenster an Ecken oder Kanten zu vergrößern, muss der Cursor innerhalb bestimmter Pixelbereiche positioniert sein, damit das System reagiert. Kleinere Erkennungsbereiche erfordern mehr Präzision und können den Arbeitsablauf beeinträchtigen.

Der Entwickler erstellte für seine Tests eine spezialisierte Anwendung, die die exakten Pixel-Positionen kartiert, an denen das System auf Resize-Befehle reagiert. Das Tool nutzt Farbcodierung: Rot für Bereiche, die Größenänderungen auslösen, Gelb für vertikales oder horizontales Resizing, Grün für Bereiche kurz vorm Resizing und Blau für Zonen ohne Mauserkennung.

Apple kündigte nicht an, ob künftige Updates die Eckradius-Erkennung wieder einführen oder alternative Lösungen bieten würden. Das Problem bleibt vorerst dokumentiert in den Release-Notes – und ungelöst.


Relevante Themen