MacOS 10.12.2: PDF-Entwickler beschweren sich massiv über Apples Sierra

Schon zwei große Bugfixes gab es von Apple für MacOS 10.12 alias Sierra. Doch einem Bericht zufolge wurde die Situation um ein PDF-Framework, das Seiten eines Dokuments teilweise verschwinden ließ, schlimmer. Zahlreiche Entwickler beschweren sich über schlechte Softwarequalität.

Artikel von veröffentlicht am
MacOS Sierra hat mehr PDF-Probleme als bisher bekannt.
MacOS Sierra hat mehr PDF-Probleme als bisher bekannt. (Bild: Screenshot: Golem.de)

MacOS 10.12 alias Sierra bleibt trotz des zweiten großen Updates ein problematisches Betriebssystem, insbesondere bei der Verwendung von PDF-Dateien. Laut eines Berichts der Apple-Nachrichtenseite Tidbits drohen weiter Datenverluste beim Umgang mit PDF-Dateien, vor allem, wenn MacOS-Programme sich darauf verlassen, dass das PDFKit von Apple korrekt funktioniert. Der Artikel zitiert zahlreiche Entwickler, die mit Apple derzeit unzufrieden sind.

Inhalt:
  1. MacOS 10.12.2: PDF-Entwickler beschweren sich massiv über Apples Sierra
  2. Apple weiß von den PDF-Problemen in Sierra, ignoriert sie aber

Angefangen hat es mit Fujitsu: Das Unternehmen unterstützt die Mac-Plattform, war aber nicht auf Änderungen vorbereitet, die mit einem neuen Betriebssystem kommen könnten. Stattdessen verließ es sich auf Plattformstabilität, insbesondere bei einer Kernkomponente. Die vor allem in Unternehmen beliebte Scansnap-Software zerstörte daher mitunter Dokumente, indem etwa Seiten gelöscht wurden. Der Fehler lag dabei nicht nur bei Fujitsu. Einige Anwender warfen Fujitsu allerdings vor, dass das Unternehmen die Fehler von PDFKit nicht rechtzeitig entdeckt hatte. Tatsächlich warnte Fujitsu erst nach der Veröffentlichung von Sierra vor der weiteren Nutzung seiner Produkte in Verbindung mit dem neuen Betriebssystem und musste einen Image-Schaden für seine Mac-Unterstützung hinnehmen.

Es dauerte über einen Monat, bis Fujitsu und Apple gemeinsam die Fehler beheben konnten: Erst MacOS 10.12.1 bot die Voraussetzungen für eine Fehlerbehebung seitens Fujitsu.

MacOS 10.12.2 ist für einige PDF-Entwickler ein Desaster

MacOS 10.12.2 habe wiederum neue Fehler in PDFKit eingeführt, berichtet Tidbits unter Berufung auf eine Vielzahl von Entwicklern, die an Mac-PDF-Werkzeugen arbeiten. Demnach bestehe weiter die Gefahr von Datenverlusten bei der Verwendung von Werkzeugen, die Apples PDFKit verwenden, obwohl es schon zwei große Fehlerbehebungen gab. Der Bookends-Entwickler Jon Ashwell sagt beispielsweise, dass er Code entwickelt habe, der die PDFKit-Probleme in MacOS 10.12.0 und 10.12.1 umgehen konnte. 10.12.2 war allerdings ein Desaster für Bookend, da neue Fehler nicht abgefangen wurden.

Stellenmarkt
  1. DV-Organisator (m/w/d)
    Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg Eigenbetrieb Immobilienmanagement, Neubrandenburg
  2. Server- / Virtualisierungsadministrato- r/-in (m/w/d)
    Kreisausschuss Wetteraukreis, Friedberg
Detailsuche

Der Grund für die vielen Fehler liegt wohl in Apples Versuch eines Neuanfangs, wie einige Entwickler Tidbit sagten. Als Ziel soll das PDF-Framework sowohl in iOS als auch in MacOS auf einer Basis laufen, was prinzipiell die Weiterentwicklung vereinfachen würde und auch Drittentwicklern zugute kommen sollte. Allerdings hat Apple in dem Prozess viele Funktionen entfernt, die bisher benötigt wurden. Diese fehlende Kompatibilität sorgt für Fehler, sofern die Entwickler PDFKit verwenden. Manche PDF-Werkzeuge nutzen allerdings Alternativen und sind dadurch nicht betroffen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Apple weiß von den PDF-Problemen in Sierra, ignoriert sie aber 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Iomegan 07. Jan 2017

Weil du viele crashes hast ist allgemein was falsch ? Vielleicht gehst du mal den...

HerrLich 04. Jan 2017

Eine derart arrogante Firma wie Apple kann sich über den medialen Backslash nicht...

vbot 04. Jan 2017

ich hatte am MacBook keinen externen Monitor, als das interne Display ausgefallen ist...

stiGGG 04. Jan 2017

Der Artikel redet zwar ständig von den vielen Fehlern in der neuen PDFKit Version, nennt...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ukrainekrieg
Meta stoppt ausgefeilte russische Desinformationskampagne

Gefakte Webseiten deutscher Medien machen Stimmung gegen die Russland-Sanktionen. Die falschen Artikel wurden über soziale Medien verbreitet.

Ukrainekrieg: Meta stoppt ausgefeilte russische Desinformationskampagne
Artikel
  1. Polizei NRW: Palantir-Software verteuert sich drastisch
    Polizei NRW
    Palantir-Software verteuert sich drastisch

    Nordrhein-Westfalen muss deutlich mehr Geld für eine Datenbanksoftware ausgeben. Doch es sollen damit schon Straftaten verhindert worden sein.

  2. Core-i-13000: Intel präsentiert Raptor Lake mit bis zu 5,8 GHz
    Core-i-13000
    Intel präsentiert Raptor Lake mit bis zu 5,8 GHz

    Auf der Innovation hat Intel die 13. Core Generation vorgestellt. Kernzahl, Takt und Effizienz sollen deutlich steigen.

  3. Creative Commons, Pixabay, Unsplash: Rechtliche Fallstricke bei Gratis-Stockfotos
    Creative Commons, Pixabay, Unsplash
    Rechtliche Fallstricke bei Gratis-Stockfotos

    Pixabay, Unsplash, CC ermöglichen eine gebührenfreie Nutzung kreativer Werke. Vorsicht ist dennoch geboten: vor Abmahnmaschen, falschen Quellenangaben, unklarer Rechtslage.
    Eine Analyse von Florian Zandt

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • AMD Ryzen 7000 jetzt bestellbar • CyberWeek: PC-Tower, Cooling & Co. • Günstig wie nie: Asus RX 6700 XT 539€, Acer 31,5" 4K 144 Hz 899€, MSI RTX 3090 1.159€ • AMD Ryzen 7 5800X 287,99€ • Xbox Wireless Controller 49,99€ • MindStar (Gigabyte RTX 3060 Ti 522€) [Werbung]
    •  /