Bloß nicht verheddern

"Man stelle sich vor, dass mehrere Designer in der Lage sind, in einem Labraum eine VR-Brille aufzusetzen. In diesem Raum wäre eventuell nochmal eine große Leinwand, um anderen Betrachtern, die keine VR-Brille haben, die Möglichkeit zu geben, das von Mackevision aufbereitete Modell auf der großen Leinwand zu sehen", sagt Saemian. "Das bedeutet, man transformiert das Prozedere mit einem physischen Modell in die virtuelle Welt."

  • Virtuelles Modell eines Autos: Designer können das Auto im Raum betrachten. (Bild: Mackevision)
  • Mit VR lässt sich auch simulieren, wie sich das Auto in verschiedenen Umgebungen ... (Bild: Mackevision)
  • ... oder Lichtsituationen macht. (Bild: Mackevision)
  • Natürlich lässt es sich auch in Fantasiewelten einfügen. (Bild: Mackevision)
  • Mit VR lässt sich auch die Ergonomie der Inneneinrichtung testen. (Bild: Mackevision)
  • Anfassen geht noch nicht - haptische Simulationen werden aber kommen. (Bild: Mackevision)
Mit VR lässt sich auch simulieren, wie sich das Auto in verschiedenen Umgebungen ... (Bild: Mackevision)
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An dem virtuellen Modell können die Designer die Formen und Linien beurteilen oder den Ingenieuren das Auto vorstellen, das diese später bauen sollen. Sie können das virtuelle Modell mit Anmerkungen und Notizen über Modifikationen versehen, die in der nächsten Phase eingearbeitet werden sollen. Die werden umgesetzt, dann treffen sich die Designer am neuen virtuellen Modell.

Das System synchronisiert die Avatare

Dafür müssen sich die Designer im Prinzip nicht einmal am selben Ort befinden - denn jeder hängt an seinem Rechner, auf dem das virtuelle Modell des Fahrzeugs gespeichert ist. Das System koordiniert lediglich die Avatare und deren Positionsdaten. Das seien nur wenige Daten, die synchronisiert werden müssten, sagt Saemian.

Befinden sich die Teilnehmer an der virtuellen Modellbesprechung im gleichen Raum, sind einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. So müssen sie sich sicher bewegen können, ohne dass die Kabel sich verheddern. "Das ist nicht ganz ohne."

Jeder Mensch steht in einer Ecke des Raums

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Beim Start der Simulation stehen die Avatare nebeneinander. Damit virtuelle und reale Welt nicht ungewollt kollidieren, werden die realen Pendants tunlichst in verschiedenen Ecken des Raumes platziert. Dann können die Menschen gefahrlos hin und her gehen, die Bewegungen werden dann in die virtuelle Welt übersetzt. Die Kabel hängen von der Decke und werden automatisiert nachgeführt, damit sie sich nicht verheddern.

Weiterer Vorteil: Anders als ein reales Modell lässt sich ein virtuelles Automodell auch in einen Raum quetschen, der eigentlich zu klein dafür ist, und trotzdem können die Designer drum herumgehen. Die Bewegungen im virtuellen Raum müssten nicht 1:1 umgesetzt werden, erzählt Saemian. So gehe der Nutzer einen Meter im realen Raum im virtuellen Raum, lege aber dabei die doppelte Entfernung zurück. Schließlich gibt es auch die Möglichkeit, dass sich der Nutzer mit einem Controller per Klick an eine andere Stelle im virtuellen Raum teleportiert.

Die Autoindustrie sei bei den Vorreitern, die VR nutzen, sagt Saemian. Sie sei aber bei weitem nicht die einzige Branche.

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 Mackevision: Das neue Auto entsteht in der virtuellen RealitätDer digitale Zeichenstift kommt 
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