Machine Learning: US-Militär will Tage in die Zukunft schauen

Massenweise Informationen sollen einer KI des US-Militärs dabei helfen, Situationen bereits Tage vorher zu berechnen. Tests dazu laufen.

Artikel veröffentlicht am ,
Das US-Militär will Informationen nutzen, um fatale Ereignisse vorauszusehen.
Das US-Militär will Informationen nutzen, um fatale Ereignisse vorauszusehen. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de)

Mit Hilfe global gesammelter Informationen will das US-Militär ein Software-System testen, welches mögliche Geschehnisse der Zukunft bereits in der Gegenwart vorausschauen soll. Dabei sollen KI und Machine Learning zum Einsatz kommen. "Die Fähigkeit, Tage in die Zukunft zu sehen, generiert Entscheidungsräume", sagt General Glen VanHerck, Kommandant der US-Militärabteilungen Nothcom und Norad. Er sprach im Pentagon mit Presserepräsentanten über das kürzlich abgeschlossene Experiment Gide 3 (Global Information Dominance Experiments).

Stellenmarkt
  1. Senior Projektleiter - IT Betrieb (m/w/d)
    Radeberger Gruppe KG, Frankfurt am Main
  2. Management-Trainee IT (w/m/d)
    IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg
Detailsuche

Um solche Fähigkeiten zu erreichen, müsse das US-Militär Zugriff auf diverse Sensordaten erhalten, die rund um die Welt gesammelt würden. Dazu zählten geheime, von den Vereinigten Staaten gesammelte Informationen, aber auch öffentlich zugängliche Kanäle, die von ungenannten Partnern kommerziell erwerbbar seien.

Mit Hilfe des Joint Artificial Intelligence Center und Project Maven will das US-Militär Überwachungsinformationen für relevante Infos effizient und schnell filtern. Auch integriert das Militär Radardaten und andere Telemetrie, etwa die Daten des North Warning System in die Entscheidungsfindung mit ein. Im Gide-3-Experiment wurden zudem auch Starlink-Satellitenschüsseln eingesetzt. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass ein solches global umspannendes Satellitennetzwerk für die Entscheidungsfindung und das Sammeln von Informationen eine wichtige Rolle spielen wird.

Neuer Informationsansatz nach gescheiterter Simulation

Gide 3 ist ein neuer Ansatz, nachdem das US-Militär in einer vorangegangenen Kriegssimulation wohl "signifikante Verluste" erlitten habe. Das berichtet das Magazin The Drive. Eines dieser Szenarien sei ein Kampf um Taiwan gewesen, bei dem die roten Feindkräfte die blauen eigenen Kräfte stets ausmanövriert hätten. Die Simulation wurde mit der Annahme durchgespielt, dass ein eventueller Feind die US-Streitkräfte mehrere Jahrzehnte lang beobachten konnte und dass traditionelle Herangehensweisen in einem Zukunftsszenario nicht mehr effizient seien.

Golem Karrierewelt
  1. Deep Dive: Data Architecture mit Spark und Cloud Native: virtueller Ein-Tages-Workshop
    09.11.2022, Virtuell
  2. AZ-104 Microsoft Azure Administrator: virtueller Vier-Tage-Workshop
    07.-10.11.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

"Wir ziehen unsere Truppen immer zusammen, um zu kämpfen, um zu überleben", sagte General John Hyten, Vizechef der US Joint Chiefs of Staff. "In der heutigen Zeit, mit Überschallraketen, mit signifikantem Langstreckenfeuer von allen Seiten, wenn man zusammengezogen ist und jeder weiß, wo wir sind, sind wir verwundbar".

Gide 3 soll eben das verhindern und mehr Entscheidungsspielraum für Änderungen in der Strategie bieten. Fertig und einsatzbereit ist das System allerdings noch nicht. Es werde allerdings im laufenden Betrieb stetig getestet und weiterentwickelt.

Hohe Rabatte bei den Amazon Blitzangeboten

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Garius 04. Aug 2021

Wird spannend, die nächsten Jahre. Und ich befürchte nicht im positiven Sinne.

Trollversteher 04. Aug 2021

Das stimmt, die Börse wäre allerdings ein anderer "Schnack" - wenn man sämtliche...

Trollversteher 04. Aug 2021

Gerade der "Welthunger" ist absolut kein Problem, das man lösen kann in dem man einfach...

Trollversteher 04. Aug 2021

Naja, das hat sich ja seit der Unschärferelation erledigt. Und selbst wenn, müsste man...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Smartwatch
Öffnen der Apple Watch Ultra trotz Schrauben riskant

Die Apple Watch Ultra verfügt über vier Schrauben auf der Unterseite. Nutzer sollten sie nicht lösen, um die Uhr nicht zu zerstören.

Smartwatch: Öffnen der Apple Watch Ultra trotz Schrauben riskant
Artikel
  1. Gegen Amazon und Co.: Frankreich führt Mindestgebühren für Buchbestellungen ein
    Gegen Amazon und Co.
    Frankreich führt Mindestgebühren für Buchbestellungen ein

    Mit einer Mindestliefergebühr will Frankreich kleinere Geschäfte vor großen Onlinehändlern wie Amazon schützen.

  2. Gen.Travel: Volkswagen zeigt autonomes Elektroauto mit Betten
    Gen.Travel
    Volkswagen zeigt autonomes Elektroauto mit Betten

    VW hat eine Autostudie vorgestellt, in der niemand mehr fahren muss. Stattdessen kann gearbeitet, geschlafen oder gefreizeitet werden.

  3. Gegen den Kabelsalat: USB bekommt Logos mit Datenraten und Energieübertragung
    Gegen den Kabelsalat
    USB bekommt Logos mit Datenraten und Energieübertragung

    Um verwirrende Benennungen wie USB 3.2 Gen2x2 zu vermeiden, führt das USB-IF weitere Logos ein. Die sind aber nicht verpflichtend.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • CyberWeek: Gaming-Hardware uvm. • Crucial P2 1 TB 67,90€ • ViewSonic VX2719-PC FHD/240 Hz 179,90€ • MindStar (u. a. MSI MAG Z690 Tomahawk 219€ + $20 Steam) • Apple AirPods 2. Gen 105€ • Alternate (u. a. Chieftec GDP-750C-RGB 71,89€) • Logitech G Pro Gaming Keyboard 77,90€ [Werbung]
    •  /