Machine Learning: Jim Keller wird Technikchef bei Tenstorrent

Statt CPUs oder Prozessoren für autonomes Fahren entwickelt Jim Keller künftig Designs für maschinelles Lernen, genauer für Software 2.0.

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Jim Keller arbeitet nach Intel nun bei Tenstorrent.
Jim Keller arbeitet nach Intel nun bei Tenstorrent. (Bild: Intel)

Nach seiner sechsmonatigen Auszeit ist Jim Keller wieder in einem Beschäftigtenverhältnis (PDF): Der Chip-Entwickler hat bei Tenstorrent angeheuert und fungiert dort als Chief Technology Officer sowie Präsident und Mitglied des Boards.

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Tenstorrent ist ein Unternehmen, das sich auf künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen konzentriert. Der Hauptsitz befindet sich im kanadischen Toronto, zudem gibt es Niederlassungen in Austin, Texas und im Silicon Valley. Gegründet wurde Tenstorrent bereits 2016 von Ljubisa Bajic (CEO) und Ivan Hamer (System Software), beides langjährige AMD-Angestellte. Generell finden sich bei Tenstorrent allerhand ehemalige Mitarbeiter von Ati, AMD und Intel.

Jim Keller begann seine Karriere bei DEC und entwickelte dort über ein Jahrzehnt diverse CPUs, darunter den Alpha. 1998 erfolgte der Wechsel zu AMD, wo Keller maßgeblich an den K7- und K8-Designs beteiligt war, besser bekannt als Athlon (XP) und Athlon 64. Schon 1999 verließ er AMD und arbeitete für Sibyte, Broadcom und P.A. Semi, bevor Letztere dann 2008 von Apple aufgekauft wurden.

  • Überblick zu Tenstorrent (Bild: Tenstorrent)
  • Bisherige Designs (Bild: Tenstorrent)
Bisherige Designs (Bild: Tenstorrent)

Dort half Keller dabei, eigene ARM-Designs zu entwerfen, namentlich den Apple A4 und den Apple A5. Anschließend wechselte der Chip-Entwickler zurück zu AMD: Dort hat er sich auf die eingestellten K12- und Skybridge-CPUs konzentriert und das Team unterstützt, das für die Zen-Architektur verantwortlich zeichnete. K12 war ein ARM-Design, bei Skybridge handelte es sich um eine Plattform, die ARM- und x86-Chips aufnehmen sollte.

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2016 ging Keller zu Tesla, dort baute er zusammen mit einem alten Kollegen, Pete Bannon, den FSD-Chip (Full Self Driving). Von 2018 bis 2020 war der Ingenieur für Intel tätigt, wo er die Position des Senior VP of Silicon Engineering innehatte - woran genau Keller arbeitete, ist unbekannt. Seine Stärke liegt darin, Schlüsseltechnologien zu erkennen und interne Gruppen zusammenzustellen, welche diese dann entwickeln.

Bei Tenstorrent wurden bisher drei Designs entworfen: Jawbridge (2019), Grayskull (2020) und Wormhole (2021) - alle sind auf maschinelles Lernen ausgelegt. Grayskull werde bereits an ungenannte Kunden verteilt.

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