Machine Learning: Google verbietet Deepfakes auf Forschungsplattform

Ein kostenfreies Forschungsprogramm von Google bietet Cloudressourcen. Deepfakes dürfen damit nicht mehr trainiert werden.

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Google verbietet das Training von Deepfakes.
Google verbietet das Training von Deepfakes. (Bild: TNS/ABACA via Reuters Connect)

Auf der Forschungsplattform Colaboratory (Colab) dürfen keinen sogenannten Deepfakes mehr trainiert werden. Damit verbietet das Unternehmen ohne eine größere Ankündigung einen der wohl wichtigsten Anwendungsfälle der Plattform, die Cloudressourcen kostenfrei zur Verfügung stellt, wie Bleeping Computer unter Berufung auf einen Entwickler von Deepfacelab berichtet.

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Bei Colab handelt es sich um ein Angebot der Forschungsabteilung von Google. Das Unternehmen schreibt dazu: "Colab ermöglicht es jedem, beliebigen Python-Code über den Browser zu schreiben und auszuführen und eignet sich besonders gut für maschinelles Lernen, Datenanalyse und den Bildungsbereich."

Konkret bietet Google damit eine Hostingplattform für Jupyter-Notebooks, die kostenfrei genutzt werden kann. Google behält sich dabei lediglich vor, bestimmte Grenzen für die Nutzung zu definieren und garantiert auch keinerlei Verfügbarkeit. Ein kostenpflichtiges Pro-Angebot ist aber ebenfalls verfügbar. Die Plattform soll sich durch die Verwendung der Jupyter-Notebooks möglichst leicht und schnell nutzen lassen, ohne besonders große Vorkenntnisse haben zu müssen. So gibt es im Netz zahlreiche Anleitungen zu Erstellung von Deepfakes, die Colab verwenden oder empfehlen.

Das Verbot der Deepfakes hat Google in den FAQ festgelegt, wie ein Vergleich der Seite im Internet Archive zeigt. Verboten ist darüber hinaus auch ein Missbrauch des Dienstes unter anderem zum Hosten von Dateien, für Torrents und Peer-to-Peer-Filesharing und das Mining von Kryptowährungen sowie für DDoS-Angriffe oder das Cracken von Passwörtern. Ob Google die Deepfakes aus ethischen Überlegungen heraus verboten hat oder weil das Trainieren dieser zu viele Ressourcen benötigt, ist derzeit nicht bekannt.

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