Abo
  • IT-Karriere:

Machine Learning: Gesichter auf Taylor-Swift-Konzert unbemerkt gescannt

Auf der Suche nach Stalkern haben die Veranstalter auf einem Taylor-Swift-Konzert Gesichtserkennung und eine Bilddatenbank eingesetzt. Besucher wurden unbemerkt gescannt, während sie auf ein Video schauten. Laut US-Hausrecht ist das wohl legal.

Artikel veröffentlicht am ,
Vermutlich wusste Taylor Swift von der Überwachung nichts.
Vermutlich wusste Taylor Swift von der Überwachung nichts. (Bild: Flickr/Eva Rinaldi/CC-BY-SA 2.0)

Auf einem Konzert der Popsängerin Taylor Swift wurden die Gesichter von Besuchern unbemerkt eingescannt und per Machine Learning mit einer Bilddatenbank verglichen. Die Veranstalter wollten damit bekannte Stalker identifizieren, die sich auf dem Event möglicherweise aufhielten. Das berichtet das Kulturmagazin The Rolling Stone, dessen Redaktion mit Sicherheitspersonal vor Ort gesprochen hat.

Stellenmarkt
  1. Deutsche Vermögensberatung AG, Aachen
  2. Voith Global Business Services EMEA GmbH, Heidenheim

Der Trick: Auf dem Konzertgelände stellten die Betreiber Stände auf, die Videomaterial von Taylor Swift abgespielt haben. Hinter der Leinwand befanden sich Kameras, die die Bilder in Echtzeit an eine Zentrale im US-Amerikanischen Nashville weiterleiteten. Dort wurden sie mittels Bilderkennung ausgewertet. "Jeder, der vorbeigekommen ist, hatte darauf geschaut und die Software habe die Arbeit begonnen", sagte Mike Downing, Sicherheitschef bei einem Beratungsgremium für Veranstaltungen.

Nach US-Hausrecht ist die Überwachung legal

Ein Vorgehen, ahnungslose Gäste generalzuüberwachen, mag moralisch fragwürdig sein, ist aber nach US-amerikanischem Hausrecht legal, schreibt das US-Magazin The Verge. Da es sich beim Konzert um eine private Veranstaltung handelte, greift genau dieses Gesetz. In Deutschland muss bei einer Videoüberwachung zwischen dem Eingriff auf Persönlichkeitsrechte und einem berechtigten Interesse der Veranstalter abgewogen werden. Die unüberprüfte Datenverarbeitung durch Software könnte das zusätzlich erschweren.

An öffentlichen Plätzen werden allerdings auch in Deutschland Gesichtserkennungssysteme erpobt, etwa am Berliner Bahnhof Südkreuz. In anderen Ländern wie China sind solche Verfahren ebenfalls beliebt und werden mit wenigen gesetzlichen Hürden schnell verbreitet.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. For Honor für 11,50€, Anno 1404 Königsedition für 3,74€, Anno 2070 Königsedition...
  2. (aktuell u. a. Cryorig Gehäuselüfter ab 7,49€, Sandisk Ultra 400-GB-microSDXC für 59,90€)
  3. (u. a. Total war - Three Kingdoms für 35,99€, Command & Conquer - The Ultimate Collection für 4...

plutoniumsulfat 18. Dez 2018

Bei 1,6k netto bleiben deutlich mehr als "nur" 600 Euro übrig, wenn man einigermaßen mit...

Kommunist 18. Dez 2018

Du bist ein Träumer. Schon die Verhandlungen gegen die NPD vergessen oder gar die NSU...

Kommunist 18. Dez 2018

Klar, mach dir Gedanken über Missbrauch. Nur, Missbrauch wird es nie geben, denn alles...

Kommunist 18. Dez 2018

Und das macht man "zufällig" bei Taylor Swift, die offen gegen Trump schimpft - und er...

Anonymer Nutzer 16. Dez 2018

um eine Person vor vermeintlichen Stalkern zu beschützen...


Folgen Sie uns
       


Dell XPS 13 (7390) - Hands on

Das XPS 13 Convertible (7390) ist Dells neues 360-Grad-Gerät: Es nutzt Ice-Lake-Chips für doppelte Geschwindigkeit, hat ein höher auflösendes Display, eine nach oben versetzte Kamera und eine magnetisch arbeitende Tastatur.

Dell XPS 13 (7390) - Hands on Video aufrufen
Transport Fever 2 angespielt: Wachstum ist doch nicht alles
Transport Fever 2 angespielt
Wachstum ist doch nicht alles

Wesentlich mehr Umfang, bessere Übersicht dank neuer Benutzerführung und eine Kampagne mit 18 Missionen: Das Schweizer Entwicklerstudio Urban Games hat Golem.de das Aufbauspiel Transport Fever 2 vorgestellt - bei einer Bahnfahrt.
Von Achim Fehrenbach

  1. Mordhau angespielt Die mit dem Schwertknauf zuschlagen
  2. Bus Simulator angespielt Zwischen Bodenschwelle und Haltestelle
  3. Bright Memory angespielt Brachialer PC-Shooter aus China

FPM-Sicherheitslücke: Daten exfiltrieren mit Facebooks HHVM
FPM-Sicherheitslücke
Daten exfiltrieren mit Facebooks HHVM

Server für den sogenannten FastCGI Process Manager (FPM) können, wenn sie übers Internet erreichbar sind, unbefugten Zugriff auf Dateien eines Systems geben. Das betrifft vor allem HHVM von Facebook, bei PHP sind die Risiken geringer.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. HHVM Facebooks PHP-Alternative erscheint ohne PHP

LEDs: Schlimmes Flimmern
LEDs
Schlimmes Flimmern

LED-Licht zu Hause oder im Auto leuchtet nur selten völlig konstant. Je nach Frequenz und Intensität kann das Flimmern der Leuchtmittel problematisch sein, für manche Menschen sogar gesundheitsschädlich.
Von Wolfgang Messer

  1. Wissenschaft Schadet LED-Licht unseren Augen?
  2. Straßenbeleuchtung Detroit kämpft mit LED-Ausfällen und der Hersteller schweigt
  3. ULED Ubiquitis Netzwerkleuchten bieten Wechselstromversorgung

    •  /