Machine Learning: Forscherteam nutzt Gesichtserkennung für Bären

Bären haben wenige einzigartige Merkmale und verändern ihr Äußeres stark. Zum Erkennen könnte nun eine automatische Gesichtserkennung dienen.

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Gesichtserkennung funktioniert auch bei Bären.
Gesichtserkennung funktioniert auch bei Bären. (Bild: Melanie Clapham, University of Victoria)

Um Bären in ihrem natürlichen Lebensraum besser zu schützen, ist es notwendig, einzelne Individuen zu verfolgen und zu überwachen. Das könnte dank moderner Machine-Learning-Techniken und einer beim Menschen längst getesteten Gesichtserkennung deutlich einfacher werden, wie das Smithsonian Magazine zusammenfasst. Demnach hat ein Forscherteam um eine Verhaltensbiologin mit Unterstützung aus dem Silicon Valley eine Software erstellt, die diese als BearID bezeichnen.

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Das größte Problem an der individuellen Erkennung von Braunbären oder auch Grizzlys ist es, dass diese sich bis auf Fellfarbe oder Gewicht kaum voneinander unterscheiden. Außerdem verändern einzelne Bären ihr Aussehen im Laufe ihres Lebens teils deutlich. Eine enge Verfolgung der Bären ist damit eher schwierig und vor allem mit hohem Aufwand verbunden.

Eine naheliegende Idee ist dabei die Nutzung einer Gesichtserkennung. Das haben sich sowohl die Wildtierbiologin Melanie Clapham der University of Victoria gedacht als auch das Entwicklerteam Ed Miller und Mary Nguyen aus dem Silicon Valley, die über die Plattform Wildlabs.net zusammengefunden haben, die für solche Kooperationen gedacht ist. Aus der Zusammenarbeit entstanden ist das BearID-Projekt, das die Beteiligten in einer wissenschaftlichen Arbeit näher beschreiben.

Grundlage der Arbeiten waren Bilder von etwa 130 unterschiedlichen Bären aus British Columbia sowie aus dem Katmai National Park in Alaska. Letzterer ist vor allem für seine sogenannte Fat Bear Week bekannt. Dabei wird jährlich der beliebteste und fetteste Bär vor der Winterruhe im Park durch ein Publikumsvoting im Internet bestimmt. Die erfolgreiche Erkennungsrate einzelner Bären der nun vorgestellten Gesichtserkennung liegt bei etwa 84 Prozent. Der Code zu dem Projekt findet sich auf Github.

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Das Forscherteam hofft, dass mit der neuen Technik die Verfolgung von Bären und damit auch Schutzmaßnahmen einfacher umgesetzt werden können, da so zum Verfolgen der Tiere nur noch Wildtierkameras benötigt werden. Bisher mussten die Bären dafür kurzzeitig gefangen und mit Sendern versehen werden.

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it_bienchen 16. Nov 2020

Bisher war es nur möglich Tiere, darunter auch Bären, mittels implantierter RFID-Chips zu...

quantalquetzal 16. Nov 2020

als dass noch niemand vorher darauf gekommen wäre. Vor allem wenn man die Alternative mit...



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