Machine Learning: Chinesische Casinos nutzen KI zum Erkennen von Verlierern

Mit Hilfe von Gesichtserkennung und teils digital angebundenen Spieltischen wollen Casinos in der chinesischen Stadt Macau Leute erkennen, die viel Geld aufs Spiel setzen - und damit mehr verlieren können. Trotzdem seien laut Bloomberg solche Methoden für Chinesen nicht so fragwürdig, wie es den Anschein hat.

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Leute, die viel setzen, bringen Casinos meist viel ein.
Leute, die viel setzen, bringen Casinos meist viel ein. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

Mit Hilfe von Kameras und mit Sensoren ausgestatteten Spieltischen setzen Casinos in der chinesischen Spielestadt Macau Machine Learning ein, um Risikoprofile von Besuchern zu erstellen. Das Ziel: Personen zu finden, die die höchsten Einsätze machen und damit wahrscheinlich wesentlich mehr Geld verlieren werden als eine Durchschnittsperson. Das berichtet das Nachrichtenportal Bloomberg.

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"Solche Leute werden wohl bis zu zehn Mal höhere Profite abwerfen als der Durchschnitt", sagt Bloomberg-Analystin Rachel Chang. Casinos nutzen für diesen Prozess eine Mischung aus Gesichtserkennung, die teils schon vorhandene Sicherheitskameras nutzen kann, und teildigitalisierten Spieltischen. Sitzt eine Zielperson etwa an einem vernetzten "einarmigen Banditen", kann eine Anzeige auf dem Display zu weiteren Einsätzen ermutigen oder Mitarbeiter des Geschäfts servieren freie Getränke beziehungsweise andere Dienstleistungen.

Drei Millionen Besucher pro Monat in Macau

Chang sieht einen Grund dieser Vorgehensweise im immer weniger schnell steigenden Wirtschaftswachstum der Volksrepublik China und dem Druck durch immer härtere Regeln bezüglich Wettspielen. "Casinos müssen diese riesige chinesische Mittelklasse erkennen, von denen drei Millionen Personen jeden Monat nach Macau kommen", ergänzt Chang. Diese Masse an Leuten wird von Casinos analysiert - die Dauerspieler sollen zu Stammkunden und von Gelegenheitsbesuchern getrennt werden.

Einrichtungen in Macau setzen meist wesentlich früher Techniken und Mittel ein, die im Rest der Welt von stärkeren Datenschutzgesetzen eigentlich verhindert werden würden. Selbst in Casinostädten wie Las Vegas seien solche Praktiken noch nicht in diesem Umfang etabliert. "Die kulturelle Einstellung gegenüber Datenschutz ist in China wesentlich lockerer", sagt Chang. Aus diesem Grund nutzen Unternehmen wie der Cloud-Anbieter Alibaba ihre teils personenbezogenen, gesammelten Daten, um Produkte zu verbessern, Versicherungen anzubieten und ihr Angebot zu erweitern - ohne zu sehr auf Gesetze achten zu müssen.

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