Mach.2 HDD: Seagate verdoppelt Geschwindigkeit von HDDs

Mit zwei unabhängigen Lese/Schreib-Armen verringert Seagate die Zugriffszeiten von Festplatten und verdoppelt die Datentransferrate.

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Durch unabhängig voneinander arbeitende Arme werden Wartezeiten verringert und damit Zugriffszeiten und Durchsatz erhöht.
Durch unabhängig voneinander arbeitende Arme werden Wartezeiten verringert und damit Zugriffszeiten und Durchsatz erhöht. (Bild: Seagate)

Seagate hat die als Mach.2 bezeichnete Technik vor über einem Jahr vorgestellt, jetzt ist sie auch in der Massenproduktion angekommen. Die Festplatten lösen ein großes Problem bei herkömmlichen Festplatten, da die Übertragungsgeschwindigkeit nicht proportional zur Speicherkapazität wächst. Außerdem verringern mehrere gleichzeitige I/O-Operationen die Geschwindigkeit auf einen Bruchteil der ursprünglichen sequenziellen Datenrate.

So würde es bei einer sequenziellen Übertragungsgeschwindigkeit von 270 MByte/s über 20 Stunden dauern, um alle Daten von einer 20-TByte-Festplatte zu lesen. Dabei ist eine solche sequenzielle Geschwindigkeit bereits am oberen Ende dessen, was solche Festplatten leisten können. Kommen zwischendurch noch andere Zugriffe dazu, so dauert der Vorgang entsprechend länger.

Seagate nutzt in den Mach.2-Festplatten zwei unabhängig voneinander bewegliche Lese/Schreib-Arme, so dass einige der Schreib/Lese-Köpfe bereits an die nächste Position bewegt werden können, während an anderer Stelle noch Daten gelesen oder geschrieben werden. Der Geschwindigkeitsvorteil kommt also daher, dass die Auslastung optimiert wird und Leerlauf einzelner Köpfe reduziert wird.

Sinkende Kosten trotz höherer Leistungsaufnahme

Während der Energieverbrauch der Festplatten im Vergleich zu bisherigen Modellen um etwa 20 Prozent steigt, sieht Seagate dennoch einen Vorteil an dieser Stelle. Durch die höhere Geschwindigkeit und die Möglichkeit, mehrere I/O-Ströme gleichzeitig zu verarbeiten, entfällt die Notwendigkeit einer zweiten Festplatte an dieser Stelle und entsprechend fallen die Gesamtkosten (TCO) geringer aus.

Zu Preisen und Verfügbarkeit macht Seagate noch keine Angaben, laut Slashdot.org ist der Verkauf jedoch bereits gestartet. Üblicherweise werden Exos-Festplatten für den professionellen Bedarf über Distributoren verkauft, welche Preise und Verfügbarkeiten häufig nur auf konkrete Anfrage herausgeben. Wir sind gespannt, ob beispielsweise der Cloud-Storage-Spezialist Backblaze im nächsten Quartal solche Modelle einsetzt. Backblaze ist einer der wenigen Anbieter auf diesem Gebiet, der regelmäßig Daten zur Zuverlässigkeit der eingesetzten HDDs veröffentlicht.

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mgutt 25. Nov 2022

Es sind einfach nur zwei Platten in einem Gehäuse. Solange man selbst mit einem RAID0 für...

HinkePank 18. Nov 2022

Vor ca. 25 Jahren hatte Seagate schon mal Festplatten mit zwei unabhängigen Armträgern...

JouMxyzptlk 17. Nov 2022

An sich könnte man das meinen, aber in der Realität klappt das nicht. Leider. Sonst...

JouMxyzptlk 17. Nov 2022

Das nennt sich Tippfehler nach der Arbeit :D. Klar war RAID0 gemeint, auf keinen Fall...



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