Macbooks und iPhones: Apple schätzt Reparierbarkeit von Macs unrealistisch ein

Seit einiger Zeit müssen Unternehmen eine Reparierbarkeitsbewertung für ihre Produkte(öffnet im neuen Fenster) angeben, wenn sie diese in Frankreich verkaufen wollen. Eines dieser Unternehmen ist Apple. Es hat bereits damit begonnen, Noten zu verteilen. Davon berichtet das IT-Magazin The Register(öffnet im neuen Fenster) .
Allerdings scheint das Unternehmen bei einigen Geräten optimistischer zu sein als unabhängige Teams wie iFixit. Dem Macbook Pro 16 Zoll von 2019 gibt der Konzern etwa eine Punktzahl von 6,3 aus 10(öffnet im neuen Fenster) , während iFixit hier einen von zehn Punkten gibt(öffnet im neuen Fenster) . Das Problem besteht darin, dass fast alle Komponenten verlötet und selbst Verschleißteile wie der Power-Button kaum erreichbar sind.
iPhones realistischer eingeschätzt
Das Macbook Air M1 erhält von Apple ebenfalls eine recht hohe Punktzahl. Hier ist es ohne etwas Übung allerdings schwierig, an Komponenten zu gelangen, obwohl der untere Deckel des Gerätes verschraubt ist. Auch bedeutet der Ausfall von RAM, SSD oder CPU den Tausch des gesamten Mainboards, was teuer werden kann.
Bei iPhones scheint Apple etwas realistischer zu sein. Die sechs von zehn Punkten(öffnet im neuen Fenster) beim iPhone 12 Pro entsprechen der Punktzahl, die iFixit dem Telefon gegeben(öffnet im neuen Fenster) hat. Zu iPads und Desktop-Computern wie dem Mac Pro oder Mac Mini macht Apple derweil noch keine Angaben.
Die Bewertung von Reparierbarkeiten wird zurzeit nicht von unabhängigen Stellen durchgeführt, sondern von den Unternehmen selbst. Das erklärt einige Unterschiede in den Punktzahlen. Schließlich wollen Apple und auch andere Unternehmen ihre Produkte möglichst gut darstellen. Allerdings fließen in die Bewertung auch andere Faktoren, wie eine ausführliche Ersatzteildokumentation ein. Gerade dort holt Apple oft Punkte heraus. Unternehmen wie iFixit legen darauf weniger Wert.




