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Macbook Pro: USB-Besonderheiten und rechte Bandbreitenschwäche beim 13er

Apple verkauft das neue Macbook Pro 13 mit Touch Bar mit vier Thunderbolt-3-Ports . Ein aktuelles Support-Dokument stellt klar: Nicht alle Ports sind gleich schnell. Außerdem gibt es ein paar technisch interessante Einschränkungen rund um USB Type C , die allerdings nachvollziehbar sind.
/ Andreas Sebayang
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Das neue Macbook Pro kann trotz verkleinertem Akku viel Energie verteilen. (Bild: Apple)
Das neue Macbook Pro kann trotz verkleinertem Akku viel Energie verteilen. Bild: Apple

Das neue Macbook Pro 13 (Late 2016, Touch Bar) hat ein Bandbreitenbalance-Problem. Wie ein Support-Dokument offenbart(öffnet im neuen Fenster) kann das kleine Macbook nicht alle Thunderbolt-Ports mit der gleichen Bandbreite versorgen. Bandbreitenintensive Systeme der Zukunft sollten deswegen an die linken USB-Anschlüsse gekoppelt werden. Das gilt etwa für Storage-Systeme, externe Grafikkarten oder besonders schnelle Ethernet- oder Fibre-Channel-Adapter. Das Macbook Pro 15 hat diese Probleme interessanterweise nicht. Selbiges gilt für das neue Macbook Pro 13 ohne Touch Bar, das hat rechts nämlich gar keine Anschlüsse.

Apple Macbook Pro (2016) – Live-Demo
Apple Macbook Pro (2016) – Live-Demo (08:24)

Wie groß die Einschränkung bei den rechten Anschlüssen ist, gibt Apple nicht an. Es wird nur klargestellt, dass die USB-Type-C-Buchsen im Alternate Mode alle Thunderbolt-3-Funktionen bereitstellen, außer die Bandbreite. Funktionen wie die möglichen Auflösungen für Thunderbolt-Displays oder das Versorgen von Geräten mit Energie per USB Type C/Thunderbolt sind gewährleistet.

Viele USB-C-Anschlüsse, interessante Einschränkungen

Mit vier USB-Type-C-Buchsen bieten die neuen Macbook Pro eine sehr hohe Anzahl dieser Anschlüsse. Einschränkungen sind daher logisch. Schließlich soll USB Type C im Alternate Mode per Thunderbolt 3 bis zu 15 Watt an elektrischer Leistung bieten. Das wären rechnerisch 60 Watt, die das Macbook Pro verteilen kann. Dem ist aber nicht so. Apple teilt die Energie den jeweiligen Ports nach dem First-Come-First-Serve-Prinzip zu. Es gibt auch wie bei Power over Ethernet ein Power-Budget, mit dem die Macs arbeiten.

Die Macbook Pro mit vier Ports, unabhängig von der Displaygröße, bieten ein Power-Budget von 45 Watt. Zwei angeschlossene Geräte können per Bus-Power mit je 15 Watt versorgt werden, zwei weitere mit jeweils 7,5 Watt. Das sind sehr hohe Werte, wenn man bedenkt, dass Apple die Akkukapazität der 13-Zoll-Pro-Notebooks drastisch von 74,9 auf 49,2 Wattstunden gesenkt hat und die 15-Zoll-Geräte nur noch 76 statt 99,5 Wattstunden bieten.

Die alten Macbook Pro hatten mehr Reserven, um Peripherie unterwegs mit Energie zu versorgen. Bei den neuen Macbook Pro sollte der Anwender vorsichtig mit Zubehör umgehen. Es gibt aber eine Ausnahme: Das Macbook Pro 13 ohne Touch Bar und mit zwei USB-C-Buchsen ist diesbezüglich besser ausgestattet. Der Akku bietet 54,5 Wattstunden Kapazität. Allerdings hat dieses Notebook nur ein Powerbudget von 22,5 Watt (15 + 7,5 Watt).

Stärkeres Ladegerät lädt nicht schneller

Die 15 Watt sind ausreichend, um selbst schnelle externe Notebook-Festplatten oder das große iPad Pro ohne Probleme zu versorgen. Ein Netzteil sollte aber angeschlossen sein, um den Akku nicht zu sehr zu belasten. Zudem wird rein rechnerisch der Akku langsamer aufgeladen, wenn zuviel Peripherie angeschlossen ist. Bei hoher Last, etwa beim Rendern von Videos, ist zudem zu erwarten, dass der Akku als Puffer entladen wird, selbst wenn ein Netzteil angeschlossen ist. Das machen zumindest ältere Macbooks so.

Mehrere Netzteile sind kein Problem

Beim Laden der Notebook hat sich Apple für eine besonders einfache Lösung entschieden: Alle USB-Anschlüsse lassen sich zum Aufladen des Notebooks nutzen, was sehr komfortabel ist. Ein stärkeres Ladegerät bedeutet aber nicht unbedingt, dass der Akku schneller geladen wird. Es ändert sich also nichts an dem Verhalten der Macbooks. Das 13-Zoll-Modell bezieht maximal 60 Watt, das 15-Zoll-Modell 85 Watt über ein USB-C-Netzteil.

Die Netzteile sind selbstverständlich untereinander kompatibel. Eine Warnung gibt es zu Netzteilen, die sich nicht an den USB-Standard halten. Wer ein Netzteil mit mehr als 100 Watt Power Rating anschließt, riskiert einen Hardwareschaden. Solche Netzteile sollte es aber nicht geben. Die Warnung ist als Vorsichtsmaßnahme zu verstehen, die in einer idealen Welt nicht notwendig wäre.

Apple Macbook Pro (2016) – Trailer
Apple Macbook Pro (2016) – Trailer (01:17)

Unproblematisch ist der Anschluss mehrerer Netzteile. Ein durchaus praktisches Szenario. Klemmt der Anwender etwa zwei Thunderbolt-Displays, ein USB-Typ-C-Dock an das Notebook und ein Netzteil hat er immerhin vier Netzteile angeschlossen. Laut Apple sucht sich das Macbook automatisch das stärkste Netzteil und nutzt dieses. Es wird auch immer nur eines verwendet. Wer also unterwegs nur zwei 10-Watt-Netzteile zur Hand hat, kann den Ladevorgang nicht beschleunigen, indem beide angeschlossen werden.

Einschränkungen gibt es bei einigen Adaptern. Sowohl der HDMI- als auch der VGA-Adapter erlauben den Anschluss eines USB-C-Netzteils. Doch diese sind nur bis 60 Watt spezifiziert. Mehr lassen die Adapter nicht durch. Apple empfiehlt deswegen, Netzteile lieber direkt anzuschließen. Besonders praxisrelevant ist das aber nicht.

Auch nicht beim ersten professionellen Macbook, das beim Aufladen nur einen freien Stecker hat. Das Modell mit zwei USB-Type-C-Anschlüssen kann ohnehin nur maximal 60 Watt verwenden. Es ist trotzdem interessant, dass Apple bei der Konstruktion der Adapter nicht an stärkere Netzteile gedacht hat. Der Power-Delivery-Standard sah das von Anfang an vor.


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