Macbook Pro: Sammelklage gegen Apple wegen Display-Kabel
In Kalifornien wurde eine Sammelklage gegen Apple(öffnet im neuen Fenster) eingereicht, mit welcher erreicht werden soll, dass der Hersteller bestimmte Macbook Pro mit 15-Zoll-Display kostenlos repariert. Der Class Action Suite befasst sich mit dem sogenannten Stagelight-Problem, bei welchem es durch ein flexibles, aber zu kurzes Flachbandkabel zu einer defekten Hintergrundbeleuchtung kommen kann.
Apple hat für das Macbook Pro 13 von 2016 zwar ein kostenloses Reparaturprogramm(öffnet im neuen Fenster) aufgelegt, der Fehler betrifft allerdings auch die 15-Zoll-Modelle des gleichen Jahrgangs. Die Sammelklage soll bewirken, dass das Reparaturprogramm auf die größeren Geräte ausgeweitet wird. Ohne ein solches wird der Wechsel teuer, da das komplette Display und nicht nur das Flachbandkabel ausgetauscht werden muss – dieses ist fest mit dem Panel verbunden. Laut Anklage würde die Reparatur mit 850 US-Dollar zu Buche schlagen.
Das bisherige Reparaturprogramm gilt laut Apple nur für vier Jahre seit dem Verkaufsstart des ersten Macbook Pro 13. Die Geräte wurden am 27. Oktober 2016 vorgestellt und waren ab diesem Tag in der Basiskonfiguration auch verfügbar, die schnelleren Modelle und die Macbook Pro 15 folgten einige Wochen später. Sofern die Sammelklage denn Erfolg hat, gilt es abzuwarten, ob Apple den Garantiezeitraum erweitert.
Sammelklagen gegen Apple sind nicht neu, in den vergangenen Jahren gab es davon mehrere. Darunter fielen unter anderem eine wegen der SoC-Drosselung beim iPhone 6, (Plus) um den Akku zu schonen, eine wegen nicht reagierender Touchscreens bei derselben Geräteserie und eine wegen fehlender Staubfilter in Macbooks und iMacs. Auch die anfällige Butterfly-Tastatur der Macbooks wurde in einer Sammelklage angegangen, neben einem Reparaturprogramm führte das dazu, dass Apple wieder auf die Scissor-Technik wechselte.
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