Macbook Pro 13 mit Touch Bar im Test: Schöne Enttäuschung!
Nach anderthalb Jahren hat Apple seine Profi-Notebooks aktualisiert und sich entschlossen, gleich das ganze Konzept zu überarbeiten. Die neuen Macbook Pro sind dünner, leichter und moderner. Zu den Besonderheiten zählen etwa die Touch Bar und durchgehendes Thunderbolt 3 auf Basis von USB Typ C. USB 3.1 Gen 2 (10 GBit/s) gehört ebenfalls dazu, und wir hatten genug Zubehör, um einiges davon zu testen.

Verschwunden sind jedoch viele andere Anschlüsse. Magsafe, das Macbooks zuverlässig vor Schaden bewahrt, wenn der Anwender über das Netzkabel stolpert, ist weg. Selbiges gilt für den SD-Kartenleser, den Fotografen vermissen, und einen Displayausgang für ältere Displays. An ihre Stelle tritt USB Typ C samt passendem Adapter – sofern vorhanden. Dafür ist der Einstiegspreis enorm gestiegen: In der günstigsten Version kostet das Macbook Pro mit Touch Bar 2.000 Euro, unser Testmuster aufgrund der SSD 2.200 Euro.
Unser Testmuster ist das höhere Modell der 13-Zoll-Reihe des Macbook Pro. Ausgestattet ist das Notebook mit einer Dual-Core-Skylake-CPU (Core-i5-6267U(öffnet im neuen Fenster) mit 2,9 bis 3,3 GHz, Iris Graphics 550), 8 GByte nicht austauschbarem Arbeitsspeicher und einer 512 GByte fassenden, fest verlöteten SSD(öffnet im neuen Fenster), die Backups wichtig macht – was wir später im Detail betrachten.
Am Display hat sich bei den Eckdaten wenig geändert. Es ist weiter ein 13-Zoll-Display mit einer Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln. Neu ist die skalierte Standardeinstellung mit einem Bildeindruck von 1.440 x 900 Pixeln statt der 1.280 x 800 Pixel der Vorgänger. Das kann leicht unscharf aussehen, aber in der Regel ist die Auflösung ein guter Kompromiss zwischen Lesbarkeit und verfügbarem Displayplatz.
Der kleine Akku und die Sache mit der Touch Bar
Überraschend ist der Verzicht auf einen erheblichen Teil der Akkukapazität. Unser Muster hat nur noch 49,2 Wattstunden (4.451 mAh) und ist damit sehr klein.
Das oberflächlich betrachtet Spannendste an den neuen Macbook Pro ist der Verzicht auf eine F-Tastenreihe ab dem mittleren Modell. Dort befinden sich stattdessen eine OLED-Leiste samt Touch-Digitizer und ein Fingerabdruckleser. Wir haben uns die Technik angesehen und ausprobiert, wie sie sich im Alltag schlägt.
Die technische Seite und die Integration der Touch Bar
Die Touch Bar ist das Besondere an der neuen Macbook-Pro-Generation, die es ab dem mittleren 13-Zoll-Modell und bei allen 15-Zoll-Modellen gibt. Wir haben die Variante des 13-Zoll-Displays getestet. Grob beschrieben ist die Touch Bar eine virtuelle Tastenreihe, welche die alten F-Tasten ersetzt.
Dabei ist anzumerken, dass Apple ohnehin seit Jahren die F-Tasten nicht mehr ihrer Bestimmung entsprechend benutzt, sondern diese nun eher Shortcuts für andere Funktionen wie Lautstärke, Helligkeit oder Mission Control darstellen. Die Touch Bar stellt all dies auch bereit, allerdings im Kontext der Anwendung. Damit stehen deutlich mehr virtuelle Tasten zur Verfügung als zuvor. Daneben befindet sich noch eine echte Taste als Ein- und Ausschalter, die zudem den Fingerabdruckleser Touch ID beinhaltet.
Technisch arbeitet die Touch Bar mit einem langgezogenen, schmalen OLED-Panel samt Touch-Oberfläche. Diese funktioniert kapazitiv wie die meisten Touchscreens. Eine haptische Rückmeldung gibt es nicht, obwohl Apple mit 3D-Touch bei iPhones vormacht, wie es gehen könnte. Die Oberfläche fühlt sich angenehm glatt an und ist sehr gut lesbar.
Unvollständige Betriebssystemintegration
Die Touch Bar ist in zwei Bereiche aufgeteilt. Links ist der kontextbezogene Teil und rechts der Control Strip, den Apple auf Deutsch Kontrollleiste nennt. Die Kontrollleiste wird über die Systemeinstellungen konfiguriert. Der kontextabhängige Teil findet sich jeweils in den Darstellungsoptionen der Programme – allerdings nur, wenn diese die entsprechende Unterstützung mitbringen. Aber auch das ist zweigeteilt. Pages beispielsweise arbeitet mit der Touch Bar, doch die Konfigurationsoption fehlt.
Leider ist MacOS und insbesondere Apples Spotlight nicht auf die Touch Bar vorbereitet. Wer Einstellungen mit Spotlight sucht, findet diese nicht. Weder Touch Bar noch Kontrollleiste existieren als Suchbegriffe. Das gilt auch für die Systemeinstellungen. Dort verschwand bei uns zudem zwischendurch die Einstellungsschaltfläche. Immerhin lässt sich in der Programm-Hilfe in der Menu Bar nach Touch Bar suchen. Leider ist die Menüposition immer wieder eine andere. Uns würde ein fixer Punkt in den Programmeinstellungen besser gefallen.
Insgesamt macht die Touch Bar teilweise den Eindruck, als wäre sie in großer Eile in das Betriebssystem integriert worden. Die Fehler sind aber nicht schwerwiegend. Bei der Nutzung fielen uns mehr Schwierigkeiten auf.
Die Touch Bar als Unterhaltungshilfe
Apple hat es nicht geschafft, in all seine Produkte die Touch Bar zu integrieren. So soll etwa bei der DAW-Software Logic X die Touch Bar erst im kommenden Jahr unterstützt werden. Wer Software außerhalb des Apple-Universums nutzt, wird die Touch Bar erstmal kaum verwenden und mit ein paar Irritationen leben müssen.
Wer statt Safari lieber Googles Chrome oder einen anderen Browser nutzt, bekommt beim Auswählen der Adressleiste angeboten, die URL fett zu markieren oder zu unterstreichen – die Adresszeile wird irritierenderweise als einfaches Textfeld erkannt. Bei den meisten Anwendungen ohne Touch-Bar-Unterstützung wird nichts auf den für spezifische Software vorgesehenen Bereichen dargestellt.
Entwicklerrichtlinien verhindern flexiblen Einsatz
Die Aufteilung der Touch Bar ist nicht immer ideal, darf allerdings auch nicht geändert werden, wenn der Entwickler im Mac App Store seine Programme veröffentlicht. Ganz links findet sich die virtuelle Escape-Taste, die in seltenen Fällen umdefiniert wird, wie das etwa beim Anschauen von Vollbildvideos in Safari passiert. Rechts daneben ist Platz für anwendungsabhängige Elemente und am rechten Rand sind vier vom Nutzer definierte Funktionstasten.
Dies ist fest in den strikten Entwicklerrichtlinien für die Touch Bar definiert, eine fünfte Taste ist nicht möglich. Wer diese braucht, muss die Funktionsleiste öffnen. Die geöffnete Funktionsleiste kann auch konfiguriert werden, das meiste dahinter braucht aber grundsätzlich einen Arbeitsschritt mehr als mit der alten Methode. Um Mission Control zu verwenden, müssen die OLED-Leiste aktiviert, die Kontrollleiste geöffnet und dann Mission Control gedrückt werden. Beim alten Macbook Pro ist das mit einem Tastendruck erledigt. Für die Touch Bar müsste man Mission Control zu einer Funktionstaste definieren und trotzdem die OLED-Leiste erst noch aktivieren.
Immerhin lassen sich Helligkeit und Lautstärke aus der Kontrollleiste direkt bedienen. Dazu muss der Anwender aber darauf kommen, dass er aus der Schaltfläche heraus wischen kann. Wenn die OLED-Leiste an ist, ist das sogar schneller und präziser als mit den Direkttasten.
Diese Richtlinien zeigen, wie Apple die Touch Bar definiert: als Erweiterung der Tastatur, nicht als Second Screen. Benachrichtigungen, Nachrichten, statische Elemente und Animationen verbietet Apple in den Richtlinien. Das schränkt nicht nur die Kreativität der Entwickler ein, sondern verhindert auch einige praktische Funktionen: Mit Anwendungen hätte der Fortschritt eines Downloads oder der Erhalt einer Mail angezeigt werden können. Das würde weniger von der Arbeit ablenken als eine Benachrichtigung auf dem Hauptdisplay.
Entwickler sollen außerdem möglichst wenig Farbe einsetzen und die Elemente an das monochrome Design der Tastatur anpassen; das verbietet abermals praktische Spielereien. Virtuelle Tasten und Elemente verändern nicht immer ihr Aussehen, wenn sie gedrückt werden – das wäre aber etwa bei der Taste zum Stummschalten des Systems praktisch. Es ist unverständlich, warum bei dieser nicht interaktiv angezeigt wird, ob das System gerade auf Stumm geschaltet ist. Hier verschenkt Apple Potenzial, die Bedienung benutzerfreundlicher zu gestalten. Wer sehen will, ob sein Gerät stummgeschaltet ist, muss die Lautstärkeregelung als eine der vier Funktionstasten definieren.
Solche Designfehler führen dazu, dass wir in der Redaktion gespaltener Meinung über den Nutzen der Touch Bar sind. Bei den meisten Anwendungen zeigt die Touch Bar im softwarespezifischen Bereich nur Funktionen an, die wir bereits als Tastatur-Shortcuts kennen und nutzen. Warum sollten wir die Anwendungen anders nutzen und auf der Touch Bar die Funktion auswählen – insbesondere, wenn die Touch Bar zusätzliche Schritte erfordert?
Wer Shortcuts kennt, braucht die Touch Bar meist nicht
Generell sind die softwarespezifischen Bereiche der Touch Bar bei Anwendungen, die man eher selten nutzt, praktisch. Wer selten Final Cut nutzt, findet dank der Touch Bar deutlich schneller Funktionen, zumal diese passend zum ausgewählten Element angezeigt werden. Doch wird an diesem Beispiel auch deutlich, dass die Touch Bar weniger die Profis – die eigentliche Zielgruppe der Macbook Pro – bei ihrer Arbeit unterstützt.
Es gibt aber Bereiche, in denen die Touch Bar einen Mehrwert bietet, der ist jedoch überwiegend unterhaltender Natur. Wer etwa ein Youtube-Video im Vollbild anschaut, freut sich, direkt auf der Touch Bar spulen zu können, ohne dass die Bedienungsoberfläche eingeblendet wird. Zwiespältig sehen wir beispielsweise die Unterstützung in Pages. Die Wortvorschläge zu nutzen, dauert viel zu lange. Da tippen wir schneller, als ein Wort anzutippen. Fast alles andere ist per Shortcut leichter erreichbar. Allenfalls die Farbauswahl ist hilfreich, doch das ist keine oft genutzte Funktion beim Texten. Und wer üblicherweise einen externen Monitor samt Tastatur betreibt, hat von der Touch Bar auch nichts. Das Desktop-Pendant hat Apple noch nicht vorgestellt.
Generell sind viele Touch-Bar-Funktionen bisher eher als Spielerei zu sehen, produktiver arbeiten wir dank der Touch Bar nicht. Shortcuts sind schneller. Doch was ist mit den F-Tasten?
Die F-Tasten sind nicht weg und Touch ID funktionieren gut
So mancher Anwender ist besorgt über das Fehlen der F-Tasten. Apple-Nutzer werden ohnehin schon viel zum Verzicht aufgefordert. Eine Kopfhörerbuchse ist beispielsweise unmodern – allerdings nur bei Smartphones -, und USB Typ C ist der einzig wichtige Anschluss. Wer jetzt über den Verzicht auf die F-Tasten meckert, übersieht aber, dass diese Tasten von Apple ohnehin nicht mehr benutzt werden. Sie sind eigentlich eine Reihe fixer Funktionstasten. Wer sie braucht, bekommt sie wie früher mit einem Druck auf die Fn-Taste.
Auch unter Windows wird die F-Tastenreihe von vielen Notebookherstellern schon lange nicht mehr verwendet. Wer allerdings häufig Alt-F4 oder Strg-F4 drückt, der kauft ein Notebook, das die F-Tasten priorisiert. Beim Macbook Pro lässt sich das unter Windows lobenswerterweise umstellen.
Touch ID wie beim iPhone
Bei Fingerabdrucksensoren ist Apple Nachzügler. Solche Lösungen gibt es im Windows-Lager schon seit Jahrzehnten, auch integriert. Wenngleich die Integration erst in den vergangenen Jahren von Microsoft stark verbessert wurde, so dass auf besondere Treiber und Software, die sich stattdessen in die Authentifizierungsmechanismen einklinkt, verzichtet werden kann.
Für Apple ist das Ganze ein Neuanfang, der als gelungen bezeichnet werden kann. Es funktioniert ähnlich wie beim iPhone. Der Anwender kann mehrere Finger registrieren und sich einfach authentifizieren. Allerdings wird nicht immer der Fingerabdruck akzeptiert. Nach einem Neustart muss das Passwort eingegeben werden. Wie sicher das ist, sei dahingestellt.
Viele Fingerabdruckleser lassen sich leicht überlisten. Ob das auch bei dem Macbook Pro so ist, muss erst noch herausgefunden werden. Und der Anwender muss abwägen, ob es sicherer ist, beispielsweise sein iCloud-Passwort häufig einzutippen. Ein Angreifer könnte mitlesen, und bei der allgemeinen Kameraüberwachung filmt in der Öffentlichkeit häufig irgendwer eine Passworteingabe mit. Die Verwendung einer Smartcard bietet Apple aber nicht an, so dass sich der Anwender für eines der Systeme entscheiden muss. Risiken bestehen bei beiden Systemen.
Jedenfalls kann der Anwender per Touch ID den Rechner entsperren oder es bei Authentifizierungsdialogen zur Rechteerweiterung verwenden. Hier wäre eine Unterscheidung wünschenswert. Sich hohe Rechte zu verschaffen, ist eine Stufe höher als der eigentliche Zugriff auf die Daten. Das kann der Anwender aber im Prinzip auch nachbauen, indem er nicht mit Admin-Rechten arbeitet, was wir grundsätzlich empfehlen. Mit einem Standardzugang werden Arbeiten durchgeführt, für die Touch ID reicht, und ein Administratorkonto ist für Systemarbeiten zuständig, wo sich der Anwender nur bei Bedarf die Rechte holt und dazu zwingend ein Passwort eingeben muss. Das ist ein guter Kompromiss aus Komfort und Sicherheit.
Zusätzlich lässt sich Touch ID auch für Apple Pay nutzen, was wir nicht ausprobieren konnten. Einkäufe im iTunes oder App Store lassen sich damit bestätigen. Apple Pay, Store-Unterstützung und Mac-Entsperrung können jeweils einzeln aktiviert oder deaktiviert werden. Die Standardeinstellung lässt alles aktiv, wenn ein Fingerabdruck registriert ist.
Ganz fehlerfrei ist Touch ID aber nicht. Die Sprachsynthese ist von Apple nicht auf die Funktion vorbereitet worden (Aussprache: Tohk Idee). Wir hatten Situationen, in denen wir uns authentifizieren mussten, der Bildschirm aber plötzlich nicht genug Helligkeit hatte, um etwas zu erkennen. Bei einer Authentifizierungsaufforderung werden die Helligkeitsregler jedoch ausgeblendet. Und nach einem längeren Standby im Multi-User-Betrieb fehlt häufig die Angabe, dass jetzt ein Passwort eingetippt werden muss. Dann drückt der Anwender auf Touch ID und nichts passiert, und MacOS gibt auch keine Rückmeldung. Touch ID funktioniert zudem nicht beim Versuch eines Neustarts, um einen parallel angemeldeten Nutzer als Admin abzumelden. Aber das sind alles eher kleine Probleme, allgemein funktioniert das System recht gut.
Wenig Mehrleistung und phänomenaler Sound
Mit dem Design hat Apple natürlich auch die Hardwareausstattung der Macbooks überarbeitet. Da Intel mit weiteren Kaby-Lake-Modellen noch auf sich warten lässt, kommen die schon ein Jahr alten Skylake-Modelle mit Taktraten zwischen 2,0 GHz beim Macbook Pro ohne Touch Bar bis zu 3,3 GHz bei voll ausgebauten Macbook Pro mit Touch Bar. In unserem Testmodell ist ein Intel Core i5-6267U (2,9 bis 3,3 GHz, 28 Watt TDP)(öffnet im neuen Fenster) verbaut.
Geht man von einem in Unternehmen typischen Notebook-Zyklus von drei Jahren aus, ist die Leistung des Prozessors im Vergleich zu einem Macbook Pro 13 Retina (Late 2013) um rund 20 Prozent angestiegen. Das verdeutlicht der CPU-Test des Cinebench R12: Während das neue Macbook Pro 334 Punkte erreicht, erzielte das drei Jahre alte Gerät mit Core i5-4288U 270 Punkte. Das ist für den Zeitraum wie zu erwarten keine deutliche Steigerung der CPU-Leistung. Intels Prozessoren sind vor allem effizienter geworden.
Bei der integrierten GPU sind die Leistungsunterschiede noch einmal größer: Im OpenGL-Test des Cinebench erreichte das neue Macbook mit Intel Iris 550 rund 32,77 Bilder pro Sekunde (fps), das 2013er-Macbook mit Intels Iris 5100 nur 23,22 fps. Zum Spielen reicht das nur selten bei aktuellen Titeln, und auch für GPU-Beschleunigungen wäre eine dedizierte Grafikeinheit besser, doch die gibt es nur im Macbook Pro 15.
Wer überlegt, von einem Mid 2015 Macbook Pro auf das neue Notebook umzusteigen, wird kaum Leistungsunterschiede spüren. Der Leistungssprung von Broadwell auf Skylake war nicht allzu groß.
Eine bessere Tastatur und ein riesiges Touchpad
Die neue Tastatur des Macbook Pro gefällt uns sehr gut, ist aber recht laut. Wir sind die Macbook-Tastatur bereits gewöhnt und sehen die Macbook-Pro-Tastatur als Verbesserung an. Das Tippen ist sehr präzise. Unser von Apple gestelltes Testmuster hatte allerdings bei der Enter- und der rechten Umschalttaste Probleme. Diese waren ungewöhnlich weich im Anschlag, als wäre Schmutz unter die Taste gekommen. Das Problem kennen wir vom Macbook und allgemein Tasten dieser Art, es lässt sich schnell lösen.
Das neue Touchpad ist enorm vergrößert worden. Wir mussten uns erst einmal an die Größe gewöhnen, da es in einen Bereich hineinreicht, in dem zuvor unsere Finger mitunter ruhten. Zum Glück erkennt der Touchpad-Treiber ruhende Finger ganz gut. Ein paar Fehlbedienungen passierten dennoch in den ersten Stunden. Danach war aber alles wie zuvor.
Toller Klang, tolle Konstruktion
Schlichtweg begeistert waren wir von der Tonausgabe des Macbook Pro. Diese ist noch einmal etwas besser als die ohnehin schon beeindruckende Macbook-Treiber-Konstruktion. Unsere beiden Teststücke, die wir auch beim Zenbook nutzen, klingen hervorragend. Der Ton ist so gut, dass er so manchen Fernseher schlägt. Ein 55-Zoll-Fernseher von Sony (XD93) hört sich jedenfalls schlechter an als das Notebook. Die Qualität der Musikausgabe ist bis in die mittleren Bereiche sehr gut. Für Präsentationen mit Demonstrationsvideos ist das Macbook Pro ideal. Auch die Lautstärke beeindruckt, im oberen Bereich wird der Klang aber unangenehm blechern.
Die Konstruktionsqualität des Macbook Pro ist zudem sehr gut, sieht man von den beiden fehlerhaften Tasten unseres Testmusters ab. Manch ein Anwender in der Redaktion bemängelte die Scharfkantigkeit des Gehäuses, aber das hat keine Auswirkungen, es fühlt sich nur unangenehm an.
Unangenehm fühlt sich auch das Gewicht an. Zwar wiegt das Notebook nur 1,35 Kilogramm und gilt damit objektiv als leicht, doch wer das Gerät in die Hand nimmt, hat das Gefühl, einen Ziegelstein herumzutragen. Das liegt an der kompakten Bauweise. In Relation zu dem Volumen ist das Gewicht nämlich wirklich ziemlich hoch. Ein echter Störfaktor ist dies nicht, da im Rucksack das Problem beispielsweise gar nicht auffällt. Wir haben uns recht schnell daran gewöhnt, wenn wir etwa das Notebook geöffnet von einem Raum in den nächsten Raum getragen haben.
Fehlendes USB-Typ-C-Zubehör
Durch die Beschränkung auf USB Typ C sind für fast alles Adapter notwendig. Zudem sind die Anschlüsse etwas eng beieinander. Unser Sandisk-USB-C/A-Kombistick ist jedenfalls an einer Seite zu breit. Das ist aber ein geringfügiges Problem, da man den Stick einfach umdrehen kann. Ein bisschen mehr Abstand würde trotzdem nicht schaden.
Alles andere braucht Extras und Apple bietet selbst essenzielle Kabel nicht an. Ärgern dürfte das vor allem professionelle Nutzer. Einen USB-C-SD-Kartenleser gibt es von Apple genauso wenig wie ein USB-C-Displayport-Kabel, und das wohlgemerkt, obwohl Apple Displayport an den Schnittstellen unterstützt. Displayport ist aber im professionellen Bereich üblicher als der für Heimkinos gedachte HDMI-Standard, dank Funktionen wie Daisy-Chaining und MST-Hubs. Apple geht beim Profinotebook diesbezüglich jedoch in Richtung Endkunden. Es gibt nur einen HDMI-Konverter, der das Displayport-Signal entsprechend modifiziert.
Obwohl Apple schon seit 2015 auf USB Typ C setzt, mangelt es doch recht deutlich an passendem Zubehör, das zudem extra erworben werden muss. Trotz des hohen Preises der Macbook-Pro-Serie legt Apple gar nichts bei. Selbst die früher übliche Euro-/Schuko-Stecker-Stromkabel-Verlängerung wurde weggespart. Im Karton findet sich nur ein USB-Typ-C-Netzteil mit Power Delivery (PD – 20,3V@3A, 9V@3A) und USB Type C Current (2,4A), das vermutlich auch Battery Charge unterstützt, sowie ein USB-2.0-Kabel für Typ C für das Laden des Notebooks.
Ein Macbook kann ein Macbook aufladen
Der Knickschutz des Kabels macht keinen guten Eindruck, da das Kabel aber nicht fest mit dem Netzteil verbunden ist, lässt es sich fix austauschen. Das Netzteil hat zudem keine Aufwickelhilfe mehr. Das USB-C-Kabel ist aber so starr, dass sich das ohnehin nicht mehr anbieten würde. Das Macbook muss nicht zwingend mit USB PD aufgeladen werden. Unser Anker-Akkupack schafft das auch und unterstützt nur USB Type C Current mit 2,4A.
Um das Notebook aufzuladen, sollte aber die Helligkeit reduziert werden und keine Last vorhanden sein. Immerhin 10 Watt gelangen dann zum Akku. Selbst mit einem Macbook lässt sich über USB Type C Current ein Macbook Pro aufladen. Im Prinzip wird die Ladung damit gerade so erhalten. Andersherum geht das natürlich auch. Das zuerst mit einem Kabel bestückte Gerät ist dann das Ladenotebook. Ein Macbook wird aber nur mit 12 Watt von einem Macbook Pro versorgt. Andersherum sind es sogar nur 7 Watt.
Das ist wirklich nur etwas für den Akku-Notfall. Der tritt beim neuen Macbook Pro aber schneller auf als bei älteren Macs.
Leises Mini-Akku-Macbook und Windows-Betrieb mit der Touch-Bar
Da Apple den Akku im Vergleich zu den Vorgängern deutlich verkleinert hat, haben wir drastische Einbußen bei den Akkulaufzeiten erwartet. Durch das schlankere Gehäuse musste der Akku kleiner konstruiert werden. Statt der 74,9 Wattstunden der Vorgängermodelle hat der neue Akku nur noch eine Kapazität von 49,2 Wh. Laut Apple soll der Akku zehn Stunden halten. Wir raten allen Anwendern, sich sehr genau anzuschauen, was der Mac so macht. Damit wird das System ziemlich komplex für Mac-Anwender. Aber wer ein Macbook Pro haben will, hat schlicht keine Wahl.
Der kleinere Akku macht sich bei der Laufzeit nämlich durchaus bemerkbar: Beim normalen Arbeiten mit mittlerer Bildschirmhelligkeit – Surfen, Texte schreiben, Streamen von Musik mit Spotify, E-Mails beantworten und Bearbeiten von einem halben Dutzend Bildern – hielt der Akku in unserem Test rund 5,5 Stunden. Das ist mehr als eine Stunde weniger als beim Vorgängermodell. Unser drei Jahre altes Macbook Pro 13 Retina schafft nur eine halbe Stunde weniger als das neue Macbook.
Wer nur tippt, kann zehn Stunden Laufzeit erreichen
Die Leistungsaufnahme kann sehr gering sein, wenn sich der Anwender wirklich auf das Tippen bei geringer Displayhelligkeit beschränkt. Nur in solchen Situationen kommen wir in den Bereich von Apples Angaben. Wir haben jeweils am Netzteil gemessen, das heißt, die angezeigten Werte sind üblicherweise leicht höher als das, was über den Akku gespeist wird, weil es Verluste gibt. Mit abgeschaltetem Display sinkt die Leistungsaufnahme auf etwa 2,5 Watt im Ruhemodus – ein guter Wert und praktisch, wenn der Nutzer vergisst, das System auszuschalten, aber den automatischen Standby nicht unbedingt nutzen möchte, weil das System im Hintergrund dann erreichbar sein sollte.
Beim Tippen und Youtube-Schauen sind die Werte leider deutlich höher. Abhängig von der Displayhelligkeit haben wir Werte zwischen 8 und 13 Watt gesehen. Rund 5 Watt nimmt sich nämlich das sehr helle Display, das in der Mitte sehr gute 520 cd/qm erreicht und an den Rändern mehr als 460 cd/qm; das ist schon Smartphone-Niveau. Da das Spiegeldisplay recht effizient entspiegelt ist, arbeitet es sich auch in hellen Büros damit sehr gut. Aber zeitlich begrenzt.
Zwei Stunden Laufzeit sind garantiert
Die Spitzenwerte bei der Leistungsaufnahme haben uns etwas irritiert. Über 40 Watt nimmt sich das System beispielsweise bei der Nutzung von X-Plane 11 (Beta 2), was rechnerisch bedeutet, dass das Macbook Pro so nur knapp über eine Stunde lauffähig sein dürfte. Wir haben dennoch in diesem Worst-Case-Szenario eine Akkulaufzeit von 2 Stunden erreicht, allerdings brach irgendwann die Bildrate ein, ein Hinweis dafür, dass eine Drosselung aktiviert wurde.
Beim zweiten Test mit X-Plane 11 zeigte Coconut Battery während des Entladens rund 25 (ohne Lautsprecher) bis 26,8 (mit Musik) Watt als Wert an. Wir achteten diesmal auf den Leistungseinbruch, der nach 40 Minuten kam. Auf dem Flughafen Seattle des Simulators mit Blick in Richtung Vulkan (Runway 16L) brach die Bildrate plötzlich von 9 auf nur noch 3 fps ein. Die Leistungsaufnahme wurde laut Coconut Battery auf 18 bis 19 Watt reduziert. Das System erholte sich nach einer Bremsphase wieder, obwohl sich in unserem stark temperaturkontrollierten Büro nichts geändert hatte. Auch beim zweiten Test war nach 2 Stunden und einer Minute Schluss.
Es ist also mit einer minimalen Laufzeit von etwa zwei Stunden unter MacOS zu rechnen. Allerdings sind die Werte mit Vorsicht zu genießen, denn einen richtigen Worst-Case-Test können wir aufgrund der Unberechenbarkeit des Systems nicht durchführen. Wir wissen nicht, warum das System unter Dauerlast so stark bremst. Der Lüfter wird im Akkubetrieb nämlich nicht auf die höchste Stufe gesetzt, gelegentlich wird der Lüfter sogar gebremst. Getestet haben wir mit MacOS 10.12.2, dass die Akkulaufzeit verbessern soll und gleichzeitig die Restlaufzeitschätzung versteckt.
Vorsicht mit dem Zubehör!
Es zeigt sich aber: Kurzzeitig hohe Last zu erzeugen, kann ziemlich auf den Akku gehen. Nur bei Dauerlast greift ein Mechanismus, der dank Bremsfunktion die Akkulaufzeit erheblich verlängert. Das hilft allerdings nicht bei Zubehör, das ebenfalls drastische Auswirkungen haben kann. Wer ein iPhone- oder iPad-Backup macht, der lädt sein Gerät natürlich gleichzeitig auf. Da das Macbook ein Power Budget über USB Type C Current von rund 45 Watt hat, kann das durchaus unangenehm werden, und ein vergessenes iPad, das mit 10 Watt auflädt, kann die Akkulaufzeit erheblich reduzieren. Das ist zwar auch bei den alten Macbook Pro so, aber der alte 74,9-Wh-Akku des Vorgängers hat schlicht mehr Reserven. Beim neuen 49,2-Wh-LiPo-Akku muss der Anwender sehr bewusst mit Zubehör und Lastspitzen umgehen.
Bei dem kleinen Akku muss der Anwender sogar mit den sehr guten Lautsprechern aufpassen. Die können bei mittleren Lautstärken den Akku durchaus mit 1,5 Watt zusätzlich belasten. Musik hören und gleichzeitig rechenintensive Aufgaben durchführen? Lieber nicht.
Leises Macbook Pro und die Touch Bar unter Windows
Beeindruckend an der Konstruktion des Macbook Pro ist vor allem die Wärmeabfuhr in allen Situationen. Wir haben es während normalen Arbeitens nicht geschafft, den Lüfter einmal zum Anspringen zu bewegen, und auch die Hitzeentwicklung bleibt im angenehmen Bereich. Auffallend ist, dass ein Teil der Hitze über das OLED-Display abgegeben wird. Selbst unter Volllast wird die Touch Bar aber nicht unangenehm warm.
Wenn der Lüfter doch einmal anspringt, ist er ziemlich leise. Selbst in der höchsten Stufe ist er noch deutlich leiser als beispielsweise der Lüfter des kürzlich getesteten Zenbook 3. Am schnellsten aktivierte sich der Lüfter unter Windows 10: mit Prime95 (Small FFT) nach 5 Minuten.
Unter Windows ist die Leistungsaufnahme etwas höher
Wie üblich benötigt Mac-Hardware im Windows-Betrieb etwas mehr Energie. In der Regel muss der Anwender mit etwa 1 Watt extra rechnen und auch unter Windows 10 ist die Lüftersteuerung vorbildlich. Der Betrieb ist aber nicht ohne Einschränkungen. Zu erwähnen wäre, dass die maximale Lautstärke etwa auf die Hälfte reduziert wird, mutmaßlich, um einen Hardwareschaden zu vermeiden.
Allgemein funktioniert außerdem das Touchpad unter Windows bei weitem nicht so gut wie unter MacOS. Oft muss mehrfach angesetzt werden und ruhende Finger werden auch nicht immer erkannt. Das ist allerdings schon immer ein Problem gewesen und nicht überraschend.
Die Treiberprobleme am Anfang haben uns hingegen gewundert. Der Bildschirm flackerte und schaltete sich sogar sofort aus, wenn die Maus nicht bedient wurde. Die ersten paar Minuten nach dem Booten nervte das ziemlich. Interessanterweise hat die Installation von MacOS 10.12.2 das Problem beseitigt. Nicht lösen konnten wir Verbindungsprobleme mit 5-GHz-WLAN-Access-Points. Unter Windows gelang in zwei unterschiedlichen Netzwerken nur die Verbindung auf dem 2,4-GHz-Band. Unter MacOS funktioniert das natürlich. Leider zeigt sich auch hier, dass Apple anscheinend in großer Eile das System zusammengefügt hat und hier und da noch Anpassungen vornimmt.
So recht zuverlässig ist das System also noch nicht. Das betrifft auch die Hardware an sich, zumindest im Schadensfall.
Wartung, Backups und Kosten
Von den professionellen Eigenschaften im Bereich Wartung und Unternehmensfreundlichkeit hat Apple mittlerweile komplett Abschied genommen. Eine Datenrettung seitens des Anwenders ist von Apple nicht mehr gewünscht. Offenbar für das dünne Gehäuse musste die Entnehmbarkeit der Datenträger geopfert werden(öffnet im neuen Fenster). Apple kommuniziert diese Besonderheit bei einem vorgeblich professionellen Notebook allerdings nicht. Im Schadensfall heißt das: Mit der Reparatur des Macbooks steigt die Wahrscheinlichkeit eines totalen Datenverlustes. Insbesondere dann, wenn Apple die Systeme aus den Supportzyklen nimmt. Von einem alten Apple Powerbook könnte man heute noch immer noch Daten retten.
Vor dem Einsatz raten wir dringend dazu, die eigene Administrationsstrategie zu überdenken. Sie wird Apple-untypisch erheblich komplizierter, weil ein mindestens temporärer Datenträgerverlust schon bei kleinen Logic-Board-Schäden einzurechnen ist. Absolute Pflicht ist es ohnehin, regelmäßige Backups zu machen. Und da ein Redundanz-Level ausfällt, nämlich die Entnahme des Datenträgers, etwa bei einem Displayschaden, sollte der Anwender zwei unterschiedliche Backup-Sets vorhalten.
In diesem Bereich handelt es sich ganz klar um ein Gerät auf Endkundenniveau. Dort sind Komponenten häufig nicht mehr austauschbar, was einen niedrigeren Preis ermöglicht. Ein Profi-Notebook sollte dagegen gut wartbar sein und dem Anwender viele Möglichkeiten geben, auch im Schadensfall weiterzuarbeiten.
Dass man das Gerät nicht aufrüsten kann, verringert effektiv seine Einsatzdauer. Eines unserer Macbook Pro 13 hat beispielsweise bisher sieben Jahre durchgehalten. Während wir vergeblich darauf warteten, dass Apple ein neues Modell mit mehr Speicher herausbringen würde, haben wir es in mehreren Schritten aufgerüstet, was auch umweltfreundlicher ist. Bei den Einstiegsvarianten heutiger Notebooks wird schon nach drei bis vier Jahren ein neues fällig. Immerhin kann man sein ein paar Jahre altes Apple-Notebook noch für einen anständigen Preis weiterverkaufen.
500 Euro Kirchensteuer
Preislich muss der Anwender einiges hinnehmen. Während das alte Macbook Pro weiter für rund 1.450 Euro zu haben ist, gibt es das kleinste Touch-Bar-Macbook Pro mit vergleichbarer Leistung ab 2.000 Euro. Es hat aber immerhin doppelt so viel SSD-Speicher. Zusätzlich gibt es zwar ein neues Macbook Pro für 1.700 Euro, doch dort ist eine schwächere CPU verbaut, es gibt keine Touch Bar und nur zwei USB-Typ-C-Anschlüsse. Nur der Akku ist mit 54 Wattstunden etwas größer. Von dem Modell würden wir aufgrund der Anschlüsse klar abraten, auch wenn wir es nicht getestet haben. Man darf nicht vergessen, dass einer der USB-Typ-C-Anschlüsse oft vom Netzteil belegt ist. Dann bleibt nur noch einer für eine Adapterkombination.
Die Ausstattung sollte der Anwender sich sehr gut überlegen. Das Grundmodell für 2.000 Euro hat nur 256 GByte SSD-Speicher. Unser altes Macbook Pro von 2009 haben wir schon vor Jahren mit einer 1-TByte-SSHD bestückt, sogar eine 4-TByte-SSD wäre möglich. Die ist natürlich nicht so schnell wie die aktuellen PCIe-SSDs, die auch Apple verwendet. Zudem kostet die SSD fast 1.500 Euro. Aber mancher Profi möchte auch unterwegs nicht mit externen Festplatten arbeiten müssen.
Wer mehr als 256 GByte braucht, muss zum höchsten Grundmodell greifen, das wir hier getestet haben. Es kostet 2.200 Euro und bietet 512 GByte. 200 Euro für 256 GByte extra sind allerdings schon ziemlich teuer. Wer 1 TByte braucht, der muss noch einmal 480 Euro drauflegen. CPU und Arbeitsspeicher lassen sich bei allen Touch-Bar-Modellen optional verbessern. Das RAM-Limit liegt aber weiter bei 16 GByte, und auch die SSD gibt es nicht größer als bei den Vorgängermodellen. Wer vor ein paar Jahren ein High-End-13-Zoll-Modell gekauft hat, findet nur wenige Gründe zum Austauschen. Zusammen mit den Preisen ist das das Ärgerlichste an den neuen Macbook Pro. Während es in der Windows-Welt fortschrittliche kleine Notebooks mit viel Speicher gibt, setzt Apple weiter auf mehrere Jahre alte und unnötige Limitierungen zugunsten eines schlanken Gehäuses.
Verfügbarkeit und Fazit
Apple verkauft die Macbook Pro mit Touch Bar bereits. Die Verfügbarkeit ist allerdings weiterhin eingeschränkt. Unser Testmodell mit 512-GByte-SSD kostet rund 2.200 Euro. Das kleinste Touch-Bar-Modell (256 GByte SSD) gibt es für 2.000 Euro.
Fazit
Das "Pro" im Namen Macbook Pro kann Apple mittlerweile getrost streichen. Die neuen 13-Zoll-Notebooks sind kaum zu warten, können nicht aufgerüstet werden und bieten unzeitgemäße Limits bei RAM- und SSD-Kapazitäten. Nicht zu vergessen, dass selbst Fotografen, eine wichtige Macbook-Zielgruppe, mangels Schnittstellen einen SD-Karten-Adapter nutzen müssen.
So radikal war Apple noch nie bei den Macbook Pro. Früher wurden alte Schnittstellen zumindest noch eine Generation lang parallel zu den neuen mitgetragen. Heute setzt Apple den Anwender vor ein Macbook, dem schlicht das passende Zubehör fehlt, und beschränkt unnötig die Akkulaufzeit. Unter Last sollte man die neuen Macbooks nicht setzen und am besten auch wenig Zubehör anschließen.
Aber hat der Apple-Nutzer derzeit eine Wahl? Nein. Denn das Macbook Pro ist leider das beste Notebook, das Apple derzeit anbietet. Dabei fehlt viel im Vergleich zur PC-Welt und der Preis muss mittlerweile als unverschämt eingestuft werden. Manche Nutzer dürften sogar mit dem alten Macbook Pro besser bedient sein, das Apple weiterhin anbietet und das wichtige Schnittstellen ohne Adapter zur Verfügung stellt.
Die Touch Bar alleine ist jedenfalls den sehr hohen Aufpreis nicht wert. Sie ist eher eine nette Ergänzung zur Steuerung von Unterhaltungsfunktionen. Beim professionellen Arbeiten bringt die Touch Bar keine deutlichen Vorteile. Shortcuts sind meist schneller zu erreichen, nur wer diese noch nicht gelernt hat, profitiert von der Leiste ein wenig. Gleichzeitig verliert der Anwender Direkttasten für die Helligkeits- und Tonsteuerung und das stört im Alltag.
Die neuen Macbook Pro sind zweifelsfrei gute Geräte mit einer hervorragenden Konstruktion und besonders einem tollen Klang. Für Profis reichen sie jedoch nicht.
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