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Macbook Pro: Apple verbaut nur 16 GByte zugunsten der Akkulaufzeit

Trotz Startpreisen von 1.600 und 2.700 Euro bietet Apple die beiden Macbook Pro nicht mit 32 GByte Arbeitsspeicher an. Argumentiert wird mit der Effizienz - doch das ist nur die halbe Wahrheit.

Artikel veröffentlicht am ,
Macbook Pro 15 Zoll mit vier DRAM-Packages
Macbook Pro 15 Zoll mit vier DRAM-Packages (Bild: Apple)

Ein interessierter Käufer fragt Apple, warum nicht die Option bestehe, die beiden neuen Macbook Pro auch mit 32 statt 16 oder 8 GByte Arbeitsspeicher zu konfigurieren. Apples Senior VP für Marketing, Phil Schiller, antwortet: "Mehr als 16 GByte in ein Notebook zu packen, würde ein Speichersystem erfordern, das viel mehr Energie benötigt und nicht effizient genug wäre." Damit hat er zwar teilweise Recht, aber es gilt genauer hinzuschauen.

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Wie Apples eigene Renderings - und die sind immer detailgetreu - zeigen, sind im Macbook Pro mit 13 Zoll und im Macbook Pro mit 15 Zoll jeweils vier Speicherbausteine auf der Platine verlötet. Es handelt sich dabei um LPDDR3, denn mit LPDDR4 können die verbauten Skylake-Prozessoren nicht umgehen. Speicherhersteller wie Micron, Samsung oder SK Hynix bieten LPDDR3 maximal als 32-GBit-Bausteine, also mit 4 GByte pro Package, an. Vier davon ergeben 16 GByte - mehr hat Apple offenbar nicht vorgesehen.

Die Chips sind auf der Unterseite der Platine verlötet, dort wo auch der Prozessor samt Kühlung und der Akku sitzen. Auf der Oberseite scheint das Board keine größeren Bausteine zu tragen, denn ansonsten müssten die Macbook Pro etwas dicker ausfallen. Bei gleicher Höhe die Platine beidseitig zu bestücken, würde einen kleineren Akku oder ein dickeres Gerät erfordern, nicht aber ein Speichersystem mit vier statt zwei 64-Bit-Kanälen.

Verbaute Apple acht statt vier Packages und somit 32 GByte, stiege obendrein die Leistungsaufnahme um zwei bis drei Watt, wenn der Speicher voll ausgenutzt wird. Allerdings sind bestimmte Aufgaben mit mehr RAM auch schneller berechnet, da nicht auf Daten von der SSD gewartet werden muss, die Effizienz des gesamten Systems sollte also steigen. Das Stichwort ist Race-to-Idle, also Arbeiten möglichst schnell zu beenden, um die Chips dann wieder in Schlafmodi zu schicken.

  • Rendering des Macbook Pro mit 13 Zoll (Bild: Apple)
  • Rendering des Macbook Pro mit 15 Zoll (Bild: Apple)
  • Beide Macbook Pro nutzen LPDDR3 (Bild: Apple)
Rendering des Macbook Pro mit 13 Zoll (Bild: Apple)

Zumindest beim Macbook Pro mit 15 Zoll mit dedizierter Radeon-Pro-Grafik und Skylake-Quadcore wären etwas mehr als die 15,5 mm Bauhöhe und ein bisschen mehr als die 1,83 kg Gewicht akzeptabel - eine höhere Leistung durch 32 GByte für Videoschnitt aber erfreulich. Die zehn Stunden offizielle Akkulaufzeit verringerten sich dadurch im Leerlauf aber wohl.



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Trollversteher 03. Nov 2016

Wie ms schon korrekt bemerkte: Das sind die Werte vom Mac Pro, nicht dem MacBook Pro...

Jesper 01. Nov 2016

Kommt sehr stark auf die Umgebung an. Außerdem glaube ich nicht das man ihn nach 6...

curious_sam 01. Nov 2016

Ryan Smith von Anandtech behauptet auf twitter, dass eine x16 Anbindung (also eine...

Schnarchnase 01. Nov 2016

Das sind alles Linux-VMs, allerdings mit verschiedenen Diensten die dort laufen und je...

curious_sam 01. Nov 2016

DDR4 funktioniert, LPDDR4 nicht. . LPDDR3 verbrauch immer noch weniger Strom als DDR4


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