Macbook Pro: Apple kann den Core i9 nicht kühlen

Wird auf dem Macbook Pro ein längeres Videoprojekt exportiert, ist das Modell mit Core i9 langsamer als das von 2017, da die CPU unter den Basistakt drosselt. Apple könnte per Firmware-Update eingreifen.

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Macbook Pro (Mid 2018)
Macbook Pro (Mid 2018) (Bild: Apple)

Nachdem Apple das Macbook Pro (Mid 2018) als 13,3- und als 15,6-Zoll-Variante veröffentlicht hat, mehren sich Berichte, wonach das größere Gerät eine zu schwache Kühlung aufweist. Der australische Youtuber Dave Lee hat festgestellt, dass das Modell mit dem sechskernigen und flotter taktenden Core i9-8950HK langsamer rechnet als das 2017er Macbook Pro mit dem vierkernigen Core i7-7920HQ. Hintergrund sind zu hohe Temperaturen beim Hexacore, weshalb dieser nicht einmal seinen Basistakt hält.

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Lee hat auf dem Macbook Pro (2018) mit Core i9 und auf dem Macbook Pro (2017) mit Core i7 jeweils ein 5K-Video mit Adobe Premiere in einen 4K-Clip exportiert. Das neue Apple-Notebook war dabei überraschenderweise mit knapp 40 Minuten statt rund 35 Minuten langsamer als sein Vorgänger. Der Chip sollte mit 2,9 GHz bis 4,8 GHz takten - stattdessen heizt er sich auf 100 Grad auf und drosselt dann bis auf 2,2 GHz. Der Test von Notebookcheck des Macbook Pro mit dem Core i7-8750H mit sechs Kernen zeigt ein ähnliches Verhalten: Hier sinkt der Takt gar auf bis zu 1,8 GHz. Andere Notebooks mit diesem Chip, etwa Dells XPS 15 (9570), rechnen dank besserer Kühlung viel schneller.

Intel spezifiziert die 8th-Gen-Sechskerner wie die 7th-Gen-Vierkerner mit 45 Watt, es obliegt aber den Herstellern, wie hoch die TDP kurzfristig sowie unter Dauerlast ausfallen darf und bei welchen Temperaturen der Chip drosselt oder die Lüftersteuerung greift. Die TPD von 45 Watt gilt nur bei Basistakt ohne Turbo, und selbst sie scheint die Kühlung in Apples Macbook Pro zu überfordern. Eine halbe Stunde lang an einem Videoexport zu rendern, ist auch definitiv keine untypische Last für ein solches Notebook, wenngleich zumindest wir große Projekte früher auf einem Mac Pro renderten und mittlerweile ein System mit einer 16-kernigen Threadripper-CPU von AMD dazu verwenden.

Um die Leistung des Core i7/i9 im Macbook Pro besser zur Geltung kommen zu lassen, könnte Apple die Lüftersteuerung anpassen, sofern die Kühlung des Notebooks überhaupt genug Reserven hat. Denn neben dem Prozessor muss diese unter Adobe Premiere auch die dedizierte Radeon Pro 560X belüften, die beim Export ebenfalls rechnet.

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Im deutschen Apple-Store starten die zwei Macbook Pro mit 13,3 und mit 15,6 Zoll bei 2.000 Euro und 2.800 Euro - nach oben hin ist Schluss bei 4.450 Euro und bei 7.960 Euro. Wie üblich sind die Aufpreise für RAM und Storage sehr hoch: 32 GByte statt 16 GByte kosten 480 Euro mehr und für 4 TByte statt 1 TByte verlangt Apple 3.360 Euro. Der Core i9-8950HK kostet 480 Euro mehr als der Core i7-8750H, andere CPUs gibt im 15,6-Zöller nicht.

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Netspy 24. Jul 2018

Warum verbrannt? Es war ein Firmware-Bug, der mittlerweile behoben ist. Wo ist da das gro...

synapse' 24. Jul 2018

Richtig, aber den i9 gibt es schon im Basis-Modell + CPU Upgrade für insgesamt 3200...

jens_b 23. Jul 2018

... dann war Deiner schon uralt ;-). Meiner war erst 10 ;-).

Anonymer Nutzer 22. Jul 2018

Nein es ist nicht für DAUs gemacht wenn man kreativ sein kann. Die DAU Quote unter...

Anonymer Nutzer 22. Jul 2018

Gallium reagiert auch mit Kupfer. Da die Kisten eh nicht mehr sonderlich lange halten...



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