Macbook Pro: Apple bringt Firmware-Update gegen CPU-Throttling

Nachdem in den vergangenen Tagen viele Nutzer die unzureichende Performance des Macbook Pro bemängelt hatten, veröffentlicht Apple eine Gegenmaßnahme. Die neue Firmware soll ein temperaturbedingtes Drosseln verhindern und so mehr Leistung liefern.

Artikel veröffentlicht am ,
Apples aktuelles Macbook Pro
Apples aktuelles Macbook Pro (Bild: Apple)

Apple hat mit MacOS High Sierra 10.13.6 eine Aktualisierung für das eigene Betriebssystem bereitgestellt, welche ein Firmware-Update für die aktuellen Macbook Pro mit 15,6 Zoll und 13,3 Zoll beinhaltet. Beide Modelle weisen durch eine laut Apple fehlerhafte Einstellung beim Temperatur-Management eine zu geringe CPU-Leistung auf, da eine zu hohe Temperatur auftritt. Mit dem Fix soll die Performance des großen Macbook Pro um 70 Prozent und die des kleineren Notebooks um das Doppelte über den Vorgängern liegen.

Hintergrund ist bei beiden Geräten, dass mehr Prozessorkerne verbaut sind - sechs statt vier und vier statt zwei - und diese höher takten als bei den Vorjahresmodellen. Üblicherweise begrenzen Hersteller die thermische Verlustleistung auf 45 Watt und 28 Watt und setzen zusätzlich Temperaturlimits. Apple hingegen lässt die Chips so lange mit voller Frequenz laufen, bis sie bei 100 Grad Celsius und eventuell wegen überlasteter VRMs drosseln, was schlussendlich zu niedrigen Taktraten und weniger Performance führt. Gerade bei längerer Last wie Video-Export war daher das Macbook Pro mit 15,6 Zoll trotz mehr CPU-Cores langsamer als das Macbook Pro von 2017, zumal die Kühlung auch noch die Radeon Pro 560X genannte Grafikeinheit belüften muss. Was genau das Firmware-Update ändert, müssen Tests zeigen - uns liegt aber kein Gerät vor.

Das große Macbook Pro verkauft Apple mit vier oder sechs Kernen und erstmals mit DDR4-Speicher für bis zu 32 GByte statt 16 GByte. Zudem gibt es eine Radeon Pro 560X mit 4 GByte GDDR5-Videospeicher bis zu 4 TByte SSD-Storage und ein True-Tone-Display, neu ist außerdem der T2-Chip für Sicherheitsfunktionen und den Hey-Siri-Zuruf. Beim Ableger mit 13,3 Zoll wechselt Apple von Dualcores auf Quadcores, konkret bis hin zum Core i7-8559U mit maximal 4,5 GHz und Iris Plus Graphics 655 bei 28 Watt. Der LPDDR3-Arbeitsspeicher bleibt auf 16 GByte beschränkt, dafür verdoppelt sich die NVMe-Storage-Kapazität auf 2 TByte. Bei beiden Macbook Pro ist die Butterfly-Tastatur leiser geworden und besser gegen Dreck geschützt.

Im deutschen Apple Store starten die zwei Macbook Pro mit 13,3 und mit 15,6 Zoll bei 2.000 Euro und 2.800 Euro - nach oben hin ist Schluss bei 4.450 Euro und bei 7.960 Euro. Wie üblich sind die Aufpreise für RAM und Storage sehr hoch: 32 GByte statt 16 GByte kosten 480 Euro mehr und für 4 TByte statt 1 TByte verlangt Apple 3.360 Euro. Der Core i9-8950HK kostet 480 Euro mehr als der Core i7-8750H, andere CPUs gibt es im 15,6-Zöller nicht.

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OmranShilunte 29. Jul 2018

bestimmt hast du es nur wieder "falsch verstanden".

kendon 26. Jul 2018

Absolute Zahlen bringen in dem Vergleich halt nicht wirklich was. Wenn heute 100 MacBooks...

Fex 25. Jul 2018

https://appleinsider.com/articles/18/07/24/tested-apples-patch-fixes-the-thermal...

Netspy 25. Jul 2018

Aber verarschen willst du ja jetzt nur die Leute, oder? Denn Überraschung: Alle Tests...



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