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Macbook Pro 16 M5 Max im Test: Der beste Laptop zum Gebrauchtwagenpreis

Der M5 Max macht das Macbook Pro 16 zum rundum besten Workstation-Laptop. "Apple-Steuer" und Aufpreise tun aber weh.
/ Oliver Nickel
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Das Macbook Pro ist durch den M5 Max noch besser geworden. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Das Macbook Pro ist durch den M5 Max noch besser geworden. Bild: Oliver Nickel/Golem

Das Macbook Air (Test) ist für Apple-Kunden, die sich ein gutes Allround-Notebook leisten wollen. Das Macbook Neo (Test) hat den Einstiegspreis für ein Macbook auf 600 bis 700 Euro gedrückt.

Überdies war Apple aber schon immer gut darin, preislich nach oben kaum Grenzen zu kennen. Das Macbook Pro 16 ist ein gutes Beispiel dafür. In unserem Testlabor steht das neue Modell mit M5 Max, das in der vorliegenden Testkonfiguration fast 8.700 Euro kostet. Schon der Startpreis für das 16-Zoll-Modell liegt bei 3.000 Euro.

Gerade als mobile Workstation ist das Macbook Pro 16 nicht nur das leistungsfähigste aller Macbooks. Es sticht auf einem Markt der meist eher klotzigen und schweren mobilen Workstations auch als die elegante Alternative heraus.

Möglich macht das der M5-Max-Chip, der energieeffizient und in allen Anwendungen enorm leistungsfähig ist. Mit bis zu 128 GByte Videospeicher ist das Macbook Pro 16 sogar in seiner Nische fast konkurrenzlos. Allerdings hat das System abseits des Preises einen anderen Nachteil, der recht schnell deutlich wird.

Macbook Air M5: Eckdaten
Display16,2" (41,1 cm) IPS-Panel (3.456 x 2.234 Pixel @ 120 Hz, spiegelnd, 568 cd/m²)
CPUApple M5 Max (12P+6E @ 4,3 GHz, 77 Watt)
GPUintegriert (40 Cores, 614 GByte/s Speicherbandbreite)
RAM128 GByte LPDDR5x (verlötet, 614 GByte/s Speicherbandbreite)
SSD8-TByte-SSD (verlötet)
Anschlüsse3x USB-C (Thunderbolt 5), 1x Magsafe, 1x 3,5-mm-Klinke, 1x HDMI 2.1, 1x SD-Kartenleser
Maße35,57 x 24,81 x 1,68 cm, 2,15 kg
Akku100-Wattstunden-Akku
Preis ab / Preis Testmuster3.000 Euro / 8.680 Euro

Apple schafft es wie beim Macbook Neo, die herausragende Verarbeitungsqualität und Kompaktheit des Macbook-Ökosystems zu nutzen und in diesem Fall auf das große 16-Zoll-Modell zu übertragen. Weniger sollten wir beim Kaufpreis von mindestens 3.000 Euro (für die M5-Max-Variante) auch nicht verlangen dürfen. Unser Testmuster wiegt 2,15 kg und misst 35,57 x 24,81 x 1,68 cm.

Riesiges Trackpad, tolles Display

Ein Bonus für das Macbook Pro sind Tastatur und Trackpad, die direkt vom 14-Zoll-Modell übernommen wurden. Vor allem das riesige Force-Touch-Trackpad, das bei diesem Modell wohl das aktuell größte Trackpad in einem Laptop ist, lässt sich angenehm leicht bedienen. Die Tastatur tippt sich ebenfalls straff und schnell. Allerdings hätte Apple den zusätzlichen Platz bei der 16-Zoll-Version nutzen können, um die Pfeiltasten zu vergrößern oder zusätzliche Makro-Keys zu verbauen.

Beim Display müssen wir kaum Kompromisse eingehen – wenn wir noch einmal mehr Geld bezahlen. Denn eine Entspiegelung mittels Nanotexturbeschichtung kostet 180 Euro extra. Unserer Meinung nach sollte das bei dem hohen Preis der Standard und kein Extra sein. Die spiegelnde Version kann vor allem im Freien oder bei starker Lichteinstrahlung reflektieren.

Generell liefert Apple aber wieder eines der besten IPS-Displays im Laptop-Bereich. Es löst etwa mit 3.456 x 2.234 x Pixeln bei 16,2 Zoll (41,1 cm) Diagonale auf, was etwas unter dem 4K-Standard (3.840 x 2.160 Pixel) liegt. Außerdem wird eine dynamische Bildfrequenz von bis zu 120 Hz unterstützt. Die Helligkeit ist ebenfalls enorm. Wir messen im Schnitt 568 cd/m², was noch einmal weit mehr ist als die Displays anderer Macbooks.

Apple hat das Panel zudem für DCI-P3 kalibriert. Es unterstützt diesen Farbraum mit einer Abdeckung von 95,9 Prozent. Adobe RGB wird zu 83,2 und SRGB zu 99,5 Prozent abgedeckt. Medienprofis können das Panel also gut für Video- und Bildbearbeitung nutzen, wenn sie auf Farbtreue Wert legen. Es gibt allerdings Laptops, die hier noch mehr leisten.

Wie bei den Vorgängermodellen gibt es zumindest beim Macbook Pro 16 nicht viel bei den Anschlüssen zu beanstanden. Drei Thunderbolt-5-Buchsen (USB-C), HDMI, ein SD-Kartenleser, ein 3,5-mm-Klinkenanschluss und Magsafe reichen für die meisten Szenarien aus, auch wenn wir das Gerät größtenteils auf dem Schreibtisch nutzen. USB-A, wie es auch beim Mac Studio vorhanden ist, wäre natürlich ein Bonus. Von diesem Standard hat Apple bei Macbooks aber bereits vor vielen Jahren Abstand genommen.

Das eigentliche Highlight des neuen Macbook Pro ist aber der M5-Max-Chip, dessen integrierte GPU zudem mit maximal 128 GByte VRAM ausgestattet werden kann.

Desktop-Leistung in Laptop-Form

Der M5 Max ist definitiv das Highlight des neuen Macbook Pro 16, auch weil sich am Chassis selbst kaum etwas verändert hat. Standardmäßig kommt der Chip mit 18 CPU-Kernen. Das sollte aufmerksamen Menschen bekannt vorkommen. Der gleiche CPU-Teil steckt auch im günstigeren M5 Pro. Im Hinblick auf CPU-Leistung dürften sich beide Chips also kaum unterscheiden.

Der M5 Max wird nur für solche User interessant, die auch merklich mehr GPU-Leistung brauchen, sei es für Games, KI-Trainings, 3D-Rendering, CAD-Modelling oder andere Aufgaben. In der Maximalausstattung werden insgesamt 40 GPU-Cores genutzt. Apple bietet zudem eine günstigere Version mit 32 GPU-Cores an, zwölf Kerne mehr als beim M5 Pro.

In der Praxis sind beide Aspekte des SoC bemerkenswert. In Cinebench 2026 erreicht der Chip etwa 9.453 Punkte im Multicore-Test und 740 Punkte im Singlecore-Benchmark. Die Leistung ist vergleichbar mit einem Intel Core Ultra 9 285K (9.763 Punkte) oder einem Intel Core i9-14900K (9.758 Punkte), beides Desktop-CPUs. Auch der AMD Ryzen 9 9950X3D (9.625 Punkte), einer der aktuell schnellsten Desktop-Chips von AMD, ist in diesem Test in etwa gleich schnell.

Macbook Pro 16 M5 Max: Vergleich mit anderen Macbooks
Macbook Pro 16 (M5 Max)Macbook Air (M5)Macbook Pro 14 (M5)Macbook Neo (A18 Pro)Macbook Air (M4)
Cinebench 2024 Multi/Single-1.023/181 cb1.101/192 cb-753/171 cb
Cinebench 2026 Multi/Single9.453/740 cb3.359/717 cb-1.587/519 cb3.908/640 cb
Geekbench 6 Multi/Single/Metal29.551/4.351/220.053 Punkte16.963/4.134/77.689 Punkte17.723/4.142/75.656 Punkte8.636/3.215/31.219 Punkte14.886/3.807/55.674 Punkte
Cyberpunk 2077 FHD high/medium/low189/172/147 fps62/51/41 fps90/67/52 fps24/19/14 fps39/30/28 fps
Shadow of the Tomb Raider FHD high/medium/low193/175/167 fps76/45/40 fps86/66/63 fps24/19/14 fps47/36/35 fps
Display-Helligkeit568 cd/m²468 cd/m²553 cd/m²469 cd/m²480 cd/m²
Display-Farbabdeckung SRGB/Adobe RGB/DCI-P399,5/83,2/95,9 %99,6/82/95,2 %99,6/83,3/96,1 %94/64,4/66,3 %99,8/82,3/96,7 %
Akkulaufzeit (80/20-Test)10:14 Stunden12:31 Stunden16:21 Stunden10:42 Stunden11:35 Stunden
SSD-Speed (Blackmagic Speed Test) R/W14.906/13.888 MByte/s6.743/6.409 MByte/s6.859/6.529 MByte/s1.581/1.488 MByte/s3.013/3.116 MByte/s

Die Grafikleistung des M5 Max mit GPU-Vollausbau ist ebenfalls mit den schnellsten Laptops mit dedizierter Grafikkarte vergleichbar. In Geekbench 6 messen wir 220.053 Punkte beim Rendering mit Metal. In der Vergleichstabelle des Tools ist nur die Geforce RTX 5090 Laptop im OpenCL-Szenario schneller. Wird mit Vulkan getestet, ist selbst diese Grafikeinheit, die aktuell zu den schnellsten im Mobilsegment zählt, nicht so performant wie der M5 Max.

Geforce RTX 5090 Laptop in Klein

Auch in der Praxis schlägt sich das SoC sehr gut. Bei Full-HD-Auflösung und mit hohen Details in Shadow of the Tomb Raider erreicht unser Testsystem 167 fps. Das Spiel lässt sich deshalb auch ohne Probleme mit Zusatzeffekten wie Raytracing oder in höherer Auflösung spielen. Gleiches gilt für Cyberpunk 2077, das stets ein guter Benchmark für aktuelle Hardware ist. Das Macbook Pro 16 schafft 147 fps bei Full HD und hohen Details.

Auch im produktiven Einsatz ist eine so potente CPU natürlich ein Vorteil. Ob wir 8K-Bilder in Photoshop editieren, Hunderte Motive mit Lightroom konvertieren oder Modelle mit 3D-Software erstellen: Der M5 Max kann all diese Aufgaben mühelos bewältigen. Für einen KI-Test haben wir das Programm Diffusion Bee gestartet und zehn Bilder generieren lassen.

Der M5 Max schafft diese Aufgabe in 53 Sekunden. Zuletzt haben wir den M4 Pro im Mac Mini mit diesem Tool getestet. Er kommt auf 1:45 Minuten im gleichen Szenario. Der M4 im Macbook Pro schafft es in 3:28 Minuten. Auch lokale LLMs mit Msty.ai laufen mit dem M5 Max problemlos.

Wir haben das Modell Qwen 3.06b ein Essay mit 5.000 Wörtern und dem Prompt "Write an essay about the future of AI. Keep to a maximum of 5.000 words." schreiben lassen. Im Schnitt werden 332 Token pro Sekunde verarbeitet. Zum Vergleich: Das Macbook Air mit M5-Chip ist beim gleichen Task und mit 158 Token pro Sekunde etwa halb so schnell.

Wir haben diesen Prompt auch in Msty für Windows 11 auf einem Desktop-PC mit Intel Core i9-12900K, 64 GByte DDR5-RAM und einer Geforce RTX 4090 laufen lassen. Mit 310 Token pro Sekunde liegt das System etwas hinter dem Macbook Pro 16. Dabei sollte beachtet werden, dass sich solche KI-Prompts je nach Umfang und Anfrage mehr oder weniger schnell bearbeiten lassen. Der Test sollte nur als Richtwert dienen.

Der Vorteil gegenüber den meisten x86-Systemen mit Windows oder Linux ist vor allem der Fakt, dass die GPU auf maximal 128 GByte RAM zugreifen und diesen als Videospeicher nutzen kann. In einigen Nischenfällen wie dem KI-Training ist das ein erheblicher Vorteil. Die in etwa gleich schnelle Geforce RTX 5090 Laptop ist mit 24 GByte Videospeicher nicht so gut aufgestellt.

Mehr als zehn Stunden Akkulaufzeit

Zudem bleibt das Macbook Pro 16 gerade bei leichter Last erstaunlich ausdauernd. Lassen wir durchgängig ein 4K-Youtube-Video bei 200 cd/m² laufen, sind 11:06 Stunden Laufzeit möglich. Arbeitet der M5 Max unter Volllast, etwa einem Cinebench-2026-Durchlauf, sinkt die Laufzeit allerdings schnell ab. In einem 80/20-Mix aus leichter und schwerer Last sind das aber immer noch 10:14 Stunden. Wenige Laptops dieser Größe erreichen ähnliche Ergebnisse.

Auch, wenn das SoC schnell und energieeffizient arbeitet, muss das Macbook Pro beträchtliche Abwärme aushalten können. Das Zweilüfter-Design wird unter Last stark hörbar, vor allem wenn wir die GPU in Games oder Anwendungen nutzen. Bei leichter Last bleibt das System allerdings komplett still. Die maximale Leistungsaufnahme erreicht das SoC in CPU-Benchmarks. Hier messen wir über das in MacOS integrierte Tool Powermetrics maximal 77 Watt. In Games verteilt sich diese Last auf GPU und CPU für maximal 70 Watt.

Apple hat die integrierte SSD mit der M5-Generation noch einmal verbessert. Schon das Macbook Air M5 konnte in etwa doppelt so hohe Transferraten erreichen. Beim Macbook Pro 16 messen wir 14.906 MByte/s im sequenziellen Lesen und 13.888 MByte/s im sequenziellen Schreiben über den Blackmagic Speed Test. Dabei sei angemerkt, dass Apple uns ein Testmuster mit 8 TByte Kapazität zur Verfügung gestellt hat.

Generell sollte gesagt werden: Auch, wenn das Macbook Pro im Vergleich zu vielen anderen Workstation-Laptops gut dasteht, handelt es sich um ein Gerät, das sich später in keiner Weise erweitern oder aufrüsten lässt: Sämtliche Komponenten sind fest verlötet. Die 128 GByte Videospeicher gibt es also nur für einen beträchtlichen Vorabbetrag, in diesem Fall 1.250 Euro im Vergleich zu 48 GByte RAM. Das ist gerade bei Workstations ein starker Nachteil.

Das Macbook Pro 16 bleibt insgesamt also eines der teuersten Laptops auf dem Markt. Dafür ist es auch eines der besten.

Macbook Pro 16 M5 Max – Verfügbarkeit und Fazit

Apple verkauft das Macbook Pro 16 mit M5 Pro und M5 Max parallel zur kleineren 14-Zoll-Version. Standardmäßig wird das 16-Zoll-Modell mit 24 GByte LPDDR5-RAM und 1-TByte-SSD für 3.000 Euro ausgestattet. Für 48 GByte werden weitere 500, für 64 GByte 750 Euro fällig. Auch kostet das System mit M5 Max in der beschnittenen Version bereits mindestens 4.500 Euro, der Vollausbau der GPU kostet 250 Euro.

Unser Testmuster in Maximalausstattung kostet 8.680 Euro, wobei allein 2.250 Euro auf die 8-TByte-SSD fallen. Standardmäßig wird beim M5-Max-Modell eine 2-TByte-SSD verbaut. Eine sinnvolle Konfiguration mit 2-TByte-SSD, M5 Max, Nanotextur-Glas und 48 GByte LPDDR5x-RAM kostet etwa 5.180 Euro.

Fazit

Apple Silicon war schon zum Release Ende 2020 eine potente Plattform, die energieeffizient und leistungsstark zugleich ist. Die fünfte Generation kann vor allem bei der GPU-Leistung enorme Fortschritte erzielen. Der M5 Max ist auf CPU-Seite mit aktuellen Desktop-Prozessoren und auf der GPU-Seite mit den besten Mobilgrafikkarten vergleichbar.

Macbook Pro 16 M5 Max: Vor- und Nachteile
ProContra
Leistung des M5 Max gehört zu den besten unter Laptops bei nur 77 Watt TDPunter Last sehr laut
lange Akkulaufzeit bei leichter Lastverlötete Komponenten verhindern späteres Upgrade
sehr helles und gut kalibriertes Panel mit 120 HzEntspiegelung nur gegen Aufpreis
viele Anschlüsse (für ein Macbook)wenige Anschlüsse (für eine Workstation)
sehr gute Chassis-Qualitätteurer Einstiegspreis und hohe Preise für Upgrades

Dabei benötigt das SoC einen Bruchteil der Energie. Das Pro 16 steht deshalb vor allem neben der Windows-Workstation-Konkurrenz sehr gut da, weil es bei leichter Last auch eine solide Akkulaufzeit von mehr als 10 Stunden aufweist.

Diese Leistung packt Apple in das bekannte hochwertige Macbook-Pro-Chassis. Das fällt vor allem durch das tolle riesige Trackpad und das exzellente 16,2-Zoll-Display auf. Das Macbook Pro ist zudem das einzige Macbook, das mit mehr als zwei USB-Ports arbeiten kann.

Apple wäre aber auch nicht Apple, wenn hier nicht eigentlich grundlegende Features hinter einem Aufpreis versteckt würden. Bei unserem Modell kostet etwa das entspiegelte Nanotexturglas mehr Geld. Auch die unserer Meinung nach unsinnige Zwischenkonfiguration mit beschnittener GPU zählen wir dazu.

Zudem fällt gerade beim Macbook Pro 16 auf, das ja ein Workstation-Ersatz sein soll, dass sich das Gerät nicht aufrüsten oder verändern lässt. Alle Komponenten sind verlötet und fest verbaut. Den RAM oder die SSD können wir also in drei Jahren nicht einfach so aufrüsten. Deshalb sollten wir schon vorher mehr Geld mitbringen und uns eine passende Konfiguration kaufen, was durch die teils absurden Aufpreise für RAM und SSD doch wehtun kann.

Wollen wir aber das beste Workstation-Notebook haben, das es momentan gibt, einfach weil es in den meisten Punkten sehr überzeugt, zahlen wir diesen Preis mit einem lachenden und weinenden Auge.


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