Force Touch: ein Trackpad ohne echten Klick

Auf den ersten Blick sieht das neue Force-Touch-Trackpad aus wie die alten Glas-Trackpads von Apple. Im abgeschalteten Zustand tut sich auf dem Trackpad aber nichts. Es gibt etwas nach, klickt aber nicht. Erst, wenn das Notebook angeht, reagiert das Touchpad mit einem Klickgeräusch und auch einem fühlbaren Klick. Der ist verblüffend realistisch.

Stellenmarkt
  1. IT-Servicemanager / Bachelor Informatik (m/w/d)
    Elektrizitätswerk Mittelbaden AG & Co. KG, Lahr
  2. Trainee (m/w/d)
    VOLTARIS GmbH, Maxdorf
Detailsuche

Wir haben eine Reihe von Personen den Klick ausprobieren lassen. Technisch weniger Versierte ohne Vorwissen über die Funktion des neuen Touchpads hielten den Klick für mechanisch - sie meinten, ihn zu spüren. Technisch Versierte bemerkten eher einen Unterschied, da sie aufgrund ihrer Erfahrung einen Vergleich hatten. Den Kollegen von Golem.de gefiel der motorisierte Klick unterschiedlich gut: Dem einen war der Klick nicht deutlich genug, denn er ist etwas schwächer als bei den Vorgängergenerationen. Ein anderer freute sich über die leiseren Geräusche, da er oft in der Bibliothek sitzt. Der Klick lässt sich in den Einstellungen in drei Stufen anpassen und kann so deutlicher oder schwächer wahrgenommen werden.

Der Klick, der nicht als Vibration, sondern tatsächlich als einzelner Schlag wahrgenommen wird, ist sehr präzise. Dass von unten ein Motor gegen das Trackpad schlägt, bedeutet nicht, dass der Maus-Cursor verrutscht. Dass das Trackpad leicht nachgibt, verbessert die Illusion noch zusätzlich. Apple spart sich damit Mechanik, die potenziell anfällig zum Beispiel auf eindringenden Schmutz reagiert.

Eine Einschränkung hat die Nichtmechanik allerdings. Das Klicken arbeitet kapazitiv. Es ist also nicht möglich, etwa mit einem Kugelschreiber aus Kunststoff einen Klick auszulösen, egal wie stark gedrückt wird. In der Praxis wird das allerdings kaum einer machen.

  • Das neue Trackpad... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... lässt sich eindrücken. Einen echten Klick gibt es aber nicht. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Tastenhub ist beim neuen Macbook recht gering. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • An den Anschlüssen... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... hat Apple nichts geändert. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch das Display ist weiterhin spiegelnd. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Den Broadwell-Prozessor gibt es bisher nur im 13-Zoll-Modell der Macbook-Pro-Retina-Serie. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Systemeinstellungen wurden für das neue Trackpad etwas umgebaut. (Screenshot: Golem.de)
  • Zum Force Click gibt es eine Alternative. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Durchdrücken in Safari zeigt Wörterbucheinträge... (Screenshot: Golem.de)
  • ... oder Wikipedia-Inhalte. Das geht auch mit alten Macs, allerdings mit einem anderen Interface und einem Drei-Finger-Klick. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Vorschau von Links lässt sich hingegen nur auf neuen Macbooks mit dem Force-Touch-Trackpad aufrufen. (Screenshot: Golem.de)
Die Systemeinstellungen wurden für das neue Trackpad etwas umgebaut. (Screenshot: Golem.de)

Das Trackpad kann weiter auch ohne Klickgeräusch genutzt werden. Wer einen Klick durch simples Berühren auslösen möchte, muss das nur entsprechend in den Systemeinstellungen aktivieren. Vor allem bei Drag-and-Drop empfiehlt sich aber ein tatsächlicher Klick, wenngleich viele Windows-Geräte auch hier die Option haben, auf einen Klick zu verzichten. Die Option, mit drei Fingern Fenster zu ziehen, fehlt beim neuen Macbook Pro ohnehin.

Das Trackpad ist zudem im oberen Bereich klickbar. Das ging auch vorher schon, allerdings ohne hör- und fühlbaren Klick. Dass dieser jetzt möglich ist, erspart so manchem Schnellschreiber, der eine Rückmeldung braucht, ein paar Bewegungen.

Entwickler dürfen das neue Touchpad für ihre Anwendungen benutzen

Besonders interessant ist am neuen Touchpad die Einführung neuer Möglichkeiten mit Hilfe des sogenannten Force Click, einer Beschleunigungserkennung und der Druckempfindlichkeit. Dabei erlaubt Apple prinzipiell einige der Möglichkeiten, wie etwa den Force Click mit einem Drei-Finger-Antippen des Touchpads.

Umgesetzt wurde das schon in Safari. Wer etwas stärker auf das Touchpad drückt, spürt erst einen Klick und dann darunter einen weiteren Klick. Das erinnert entfernt an Kameraauslöser, bei denen es ebenfalls ein Durchdrücken gibt. Dieses ist kontextabhängig. Ein Druckdrücken auf einen Link öffnet nicht etwa die Seite, sondern zeigt eine Vorschau des dahinterliegenden Inhalts an. Ein Durchklicken auf ein Wort öffnet entweder einen Mini-Wikipedia-Eintrag oder einen Wörterbucheintrag.

Auch die Quicklook-Funktion wird im Finder mit dem Durchklicken ermöglicht. Das alles ist erst einmal nur ein Anfang. Mit Yosemite 10.10.3 bekommen Entwickler die Möglichkeit, Force Touch nach eigenen Vorstellungen in ihren Programmen umzusetzen. Ob damit auch alle alten Macs und das Magic Trackpad mit unterstützt werden, ist noch unklar. Möglich wäre es, weil Apple die Alternative des Dreifach-Antippens erlaubt. Auf alten Macs setzt Apple das etwas anders um. So sieht das Interface trotz gleicher Safari-Build-Nummer dort anders aus, und die Vorschau auf Links funktioniert nicht. Möglicherweise liegt das an dem anderen Betriebssystem-Build. Auf unserem Testmuster ist der Build 14C2513 installiert, auf regulären Macs der Build 14C1510.

Yosemite 10.10.3 befindet sich noch in der Betaphase. Die Entwicklerseiten deuten jedoch darauf hin, dass das neue Touchpad Voraussetzung ist.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Macbook Pro 13 Retina im Test: Force Touch funktioniert!Geräusche, Wärme und andere Kleinigkeiten 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Raumfahrt
Astra startet mit großen Ambitionen Billigraketen in Alaska

Mit 250.000 US-Dollar sollen die Raketen von Astra zum Preis eines Sportwagens hergestellt werden können. Wie will die Firma das schaffen?
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Raumfahrt: Astra startet mit großen Ambitionen Billigraketen in Alaska
Artikel
  1. Nvidia und Colorful: Das Grafikkartenmuseum eröffnet seine Pforten
    Nvidia und Colorful
    Das Grafikkartenmuseum eröffnet seine Pforten

    Colorful und Nvidia eröffnen bald ein Grafikkarten-Museum. Zu sehen sind Seltenheiten wie die erste Dual-GPU von ATI und die Geforce 256.

  2. Onlinetickets: 17-Jähriger betrügt Bahn um 270.000 Euro
    Onlinetickets
    17-Jähriger betrügt Bahn um 270.000 Euro

    Mit illegal erworbenen Onlinetickets soll ein 17-Jähriger die Bahn um 270.000 Euro geprellt haben. Entdeckt wurde er nur durch Zufall.

  3. Nvidia Geforce RTX 3070 Mobile: Statt teurer Grafikkarte einen Laptop kaufen?
    Nvidia Geforce RTX 3070 Mobile
    Statt teurer Grafikkarte einen Laptop kaufen?

    Wucherpreise bei Grafikkarten eröffnen ungewöhnliche Wege - etwa stattdessen ein Notebook zu kaufen. Das kostet weniger fps als erwartet.
    Ein Test von Oliver Nickel

holysmoke 09. Apr 2015

Das iPhone 5C verkauft sich besser als die Smartphones der Konkurrenz. Aber die Geräte...

JanZmus 09. Apr 2015

Um ein Feedback zu haben. Bei einem Klick ist es eindeutig, bei einem Touch weiß man...

UserNeo 31. Mär 2015

Danke für die vielen Infos :)

as (Golem.de) 30. Mär 2015

Hallo, ja, das habe ich übersehen, obwohl ich den Screenshot gemacht habe (der in der...

andi_lala 30. Mär 2015

Das Problem ist wohl, dass das kein trivialer Fehler ist. Ich hab selber bei mir gemerkt...


Folgen Sie uns
       


  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Alternate (u. a. MSI Optix 27" WQHD/165 Hz 315,99€ und Fractal Design Vector RS Blackout Dark TG 116,89€) • Fractal Design Define S2 Black 99,90€ • Intel i9-11900 379€ • EPOS Sennheiser GSP 600 149€ • Amazon: PC-Spiele reduziert (u. a. C&C: Remastered Collection 9,99€) [Werbung]
    •  /