Macbook Neo im Test: Mehr Macbook für 600 Euro geht nicht
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Apple hat sich mit den Apple-Silicon-Macbooks einen guten Ruf bei den Laptops im eher hochpreisigen Bereich erarbeiten können. Die Computer zeichnen sich durch gute Verarbeitungsqualität, exzellente Tastaturen und Trackpads und vor allem eine solide Leistung bei sehr guter Akkulaufzeit aus.
Allerdings ist der Einstieg in die Welt der Macbooks eben nicht günstig. Ein Macbook Air kostet neu weit mehr als 1.000 Euro. Leistungsstärkere Modelle können auch jenseits von 2.000 oder 3.000 Euro kosten. Das neue Macbook Neo ist deshalb eine Überraschung: Für 700 Euro können Kunden künftig ihren Einstieg in MacOS finanzieren. Studierende und Schüler bekommen sogar noch einmal 100 Euro Rabatt. In diesem Preissegment wirkt das Macbook Neo konkurrenzlos – mit Abstrichen.
| Display | 13" (33 cm) IPS-Panel (spiegelnd, 3:2, 2.408 x 1.506 Pixel@60 Hz, 469 cd/m²) |
|---|---|
| CPU | Apple A18 Pro (ARM64, 2P+4E, 10 Watt) |
| GPU | integriert (5 Cores) |
| RAM | 8 GByte LPDDR5x-RAM |
| SSD | integriert (256 GByte) |
| Ports | 1x USB-C 3.2 Gen2, 1x USB-C 2.0, 1x 3,5-mm-Klinke |
| Gehäuse | 29,75 x 20,64 x 1,27 cm, 1,23 kg |
| Preis (Testmuster) | 700 Euro, 600 Euro mit Bildungsrabatt |
Uns überrascht beim Macbook Neo vor allem, dass wir für 600 bis 700 Euro eine mit dem Macbook Air vergleichbare Qualität erhalten. Apple hat sich hier für ein Gehäuse aus Aluminium entschieden. Das Macbook Neo fühlt sich deshalb genauso gut verarbeitet an wie ein Macbook Air oder Macbook Pro.
Das Neo ist dabei etwas kleiner als die anderen Macbooks. Es misst 29,75 x 20,64 x 1,27 cm. Zum Vergleich: Das Macbook Air, das bisher als das leichteste und kompakteste Macbook mit Apple Silicon galt, misst 30,41 x 21,5 x 1,3 cm. Das Gewicht bleibt im Vergleich zum Macbook Air allerdings gleich. Beide Geräte wiegen 1,23 kg.
Helles Display mit kleinen Makeln
Den Größenunterschied merken wir auf jeden Fall in der Tasche, die beim Macbook Neo merklich kleiner ist. Schließlich verbaut Apple zum ersten Mal seit Jahren ein Display, das nur 13 Zoll (33 cm) in der Diagonale misst. Wir erkennen zudem direkt den Designunterschied zu anderen Macbooks. Statt des typischen Notch-Designs wird das Panel von einem durchgehend gleich dicken Rahmen umgeben. Das Neo wirkt dadurch etwas weniger modern.
Im Bereich von 600 Euro gibt es aber wohl kaum einen Laptop, der mit einem so hell leuchtenden Panel ausgestattet ist. Wir messen im Schnitt 469 cd/m² über neun Messzonen. Die von Apple angepriesenen 500 Nits kann das Neo auch erreichen. Allerdings leuchtet es nur in den mittleren Displayzonen mit bis zu 497 cd/m². An den Rändern sinkt die Helligkeit ab, was wir aber mit bloßem Auge nicht erkennen. Wir müssen nur mit einigen Spiegelungen leben, da Apple das Panel nicht entspiegelt.
Mit einer Bildfrequenz von 60 Hz und dem 3:2-Format eignet sich das Panel vor allem zum Anzeigen von Webseiten, Dokumenten und Tabellen. Das sind Dinge, die im Schul- oder Unialltag recht häufig gebraucht werden. Aber auch Office-Worker profitieren vom gut ausgeleuchteten Display, das zudem mit 2.408 x 1.506 Pixeln eine überdurchschnittliche Auflösung anzeigen kann. Andere Laptops in dieser Preisklasse nutzen meist Full-HD-Panels.
Die Farbabdeckung des Panels ist in unseren Messungen ausreichend. Das Neo deckt 94 Prozent des Farbraums SRGB, aber nur 64,4 Prozent Adobe RGB und 66,3 Prozent DCI-P3 ab. Medienprofis oder solche, die es noch werden wollen, sind mit einem Macbook Air besser beraten. Wie gesagt: Bei diesem Preis ist das nicht überraschend.
Bei Tastatur und Trackpad bleibt sich Apple dem Ansatz treu, einen möglichst straffen und akkuraten Schaltweg für Tasten umzusetzen. Im direkten Vergleich mit dem Macbook Air sehen wir die Tastatur des Macbook Neo als gleichwertig. Schaltweg und Auslösekraft sind identisch. Auch das Layout und die Größe der Tasten bleiben gleich.
Allerdings machen wir Abstriche beim Trackpad. Dessen Sensorfläche ist merklich kleiner als bei anderen Macbooks. Außerdem verzichtet es auf das bei Macbooks bekannte Force Touch. Der traditionelle Klick fühlt sich im direkten Vergleich eher schwergängig und damit schlechter an, muss sich aber vor der Windows-Konkurrenz nicht verstecken. Wir können zudem innerhalb von MacOS auch den Klick durch Touch einschalten. Ein normaler Fingertipp reicht dann aus, um einen Links- oder Rechtsklick auszuführen.
Alles in allem bekommen wir für 700 Euro einen Laptop, dessen Verarbeitungsqualität, Display und Eingabegeräte die meisten anderen Geräte dieser Preisklasse merklich übertreffen. Etwas anderes hätten wir von Apple, das sich selbst als Premium-Marke versteht, auch nicht erwartet.
Das gilt leider auch für die versteckten Ärgernisse, die wir gleich mitkaufen.
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