Apple Macbook Neo – Verfügbarkeit und Fazit
Das Macbook Neo kostet standardmäßig 700 Euro im Onlinestore des Unternehmens. Dafür gibt es eine 256-Gbyte-SSD und die Kombination aus A18 Pro und 8 Gbyte RAM. Für 100 Euro Aufpreis können wir eine 512-Gbyte-SSD verwenden. Außerdem verbaut Apple nur bei der teureren Variante einen Fingerabdrucksensor für Touch-ID.
Besonders interessant wird das Macbook Neo mit Studenten- und Schülerrabatt. Dann kostet die Grundvariante nur 600 Euro. Kein anderes Macbook mit Apple Silicon ist aktuell so günstig – ein gebrauchtes Macbook Air mal außen vor gelassen.
Fazit
Apple platziert das Macbook Neo genau in der Preiskategorie, in der es viele Windows-Konkurrenten sicher schmerzen wird. Im Bereich von 600 Euro finden sich oft klobige und schwere 15,6-Zoll-Geräte mit dunklem Display und schlechter Akkulaufzeit. Das Neo ist das exakte Gegenteil davon.
| Pro | Contra |
|---|---|
| günstigstes Macbook ab 600 Euro | nur zwei USB-C-Ports, davon einer USB 2.0 |
| sehr gute Verarbeitungsqualität und helles Display für den Preis | maximal ein externes Display |
| exzellente Tastatur und gutes Trackpad | Display spiegelt mit unterdurchschnittlicher Farbabdeckung |
| lange Akkulaufzeit | eher unterdurchschnittliche Grafikleistung |
| A18 Pro für meisten Anwendungen schnell genug | nur 8 GByte RAM, die nicht austauschbar sind |
| läuft komplett lautlos | langsame SSD, die nicht austauschbar ist |
Apple bringt nämlich die sehr gute Verarbeitungsqualität des Macbook Air, ein tolles, helles Display und die Energieeffizienz von Apple Silicon – und kann den Preis trotzdem recht niedrig halten. Allein dadurch wird das Gerät fast konkurrenzlos.
Dass Apple sich mit dem A18 Pro für einen älteren iPhone-Prozessor entschieden hat, ist beim näheren Hinschauen sehr clever. Nicht nur kann Apple diese recht günstig herstellen lassen. In unserem Test schneidet der Chip so gut ab, dass er sich nicht vor Intel- und AMD-CPUs der gleichen Preisklasse verstecken muss. Nur in grafisch anspruchsvollen Spielen schwächelt der Chip, dessen GPU zudem um einen Kern beschnitten ist.
In der Schule, der Uni oder im Büro läuft das Neo dafür komplett ohne Lüfter geräuschlos und mit einer Ausdauer von weit mehr als 10 Stunden. Ein versteckter Preis dafür ist die schlechte Anschlussauswahl. Apple verzichtet auf Magsafe und verbaut stattdessen zwei USB-C-Ports, von denen einer nur USB 2.0 beherrscht. Das SoC kann zudem nur einen externen Bildschirm ansteuern.
Zusammen mit dem Flaschenhals in Form von 8 Gbyte RAM eignet sich das Macbook Neo nicht für feste Büroarbeitsplätze, die mehr als einen Bildschirm nutzen und für Medienbearbeitung, Softwareentwicklung oder andere eher anspruchsvolle Aufgaben ausgelegt sind. Dafür greifen wir besser zu einem gebrauchten Macbook Air oder Pro.
Wollen wir unseren Freunden oder Verwandten künftig einen Laptop empfehlen, wird das Macbook Neo in der Bestenliste jedoch auf den oberen Plätzen landen. Denn mehr Laptop fürs Geld gibt es aktuell kaum.
Oliver Nickel testet als Hardware-Redakteur für Golem regelmäßig Laptops und Macbooks und hat entsprechend viele Geräte bereits ausgiebig getestet. Macbooks sind für ihn seit der Einführung des M1 im Jahr 2020 besonders interessant, da sie oft zur Referenz zählen, wenn es um gute mobile Geräte geht. Das Macbook Neo ist da nicht anders. Für die Arbeit und privat nutzt er allerdings weiterhin Windows – einfach, weil ihm MacOS nicht zusagt.
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