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USB 2.0 in einem Macbook von 2026

Werfen wir zunächst einen Blick auf die technischen Daten des Macbook Neo. Damit lässt sich der Laptop gut mit dem Macbook Air mit M1-Chip vergleichen. So bietet auch das neue Neo in der Grundkonfiguration 8 GByte RAM und eine 256-GByte-SSD. Dazu kommen zwei USB-C-Anschlüsse. Magsafe lässt Apple beim Macbook Neo weg, wie das auch schon beim M1-Air der Fall war.

Die Anschlüsse und ihre versteckten Nachteile gehören für uns zu den größten Kritikpunkten am Macbook Neo. Nicht nur gibt es lediglich zwei USB-C-Buchsen und eine 3,5-mm-Klinke. Mit angeschlossenem Netzteil bleibt also nur noch ein Port übrig. Die beiden Ports unterstützen zusätzlich auch kein Thunderbolt. Stattdessen läuft der hintere USB-C-Port mit USB 3.2 Gen2. Der vordere kann sogar nur mit dem uralten USB 2.0 arbeiten.

Nur ein externes Display

Das Problem: Wir können maximal einen externen Bildschirm per USB-C im Displayport Alternate Mode anschließen, obwohl wir das USB-C-Kabel theoretisch an beide Ports anschließen können. Beschriftet sind die Ports nicht. Wer das Datenblatt nicht liest, muss also erst einmal raten.

Und welcher Student oder welche Schülerin liest schon das Datenblatt? Immerhin hat Apple aus dem A18-Pro-Chip einen weiteren USB-2.0-Anschluss herausholen können. Schließlich wurde das SoC ursprünglich für ein Smartphone mit nur einem Port entwickelt.

Auch wenn sich das Neo für einen festen Büroarbeitsplatz wenig eignet – im mobilen Einsatz liefert es eine solide Leistung. Der energieeffiziente A18-Pro-Chip reicht für die meisten Aufgaben aus. Allerdings machen vor allem Kunden, die Games spielen, ein paar Abstriche. Und das dürften bei der Zielgruppe der Studenten und Schüler einige sein.

Dabei leistet die CPU vor allem bei Single-Core-Anwendungen gute Arbeit. Apple hat den A18 Pro eben vom M4-Chip abgeleitet. Im Cinebench 2026 erreicht unser Laptop deshalb gute 519 Punkte. Der M4-Chip im Macbook Air kommt im gleichen Test auf 640 Punkte. Das wird größtenteils durch eine höhere Taktrate von 4,38 zu 4,04 GHz und ein generell höheres Leistungsbudget erreicht.

Da der A18 Pro allerdings nur insgesamt sechs Cores verwendet, aufgeteilt auf zwei Performance- und vier Efficiency-Cores, sinkt die Rechenleistung vor allem im Multicore-Bereich merklich ab. Der Wert von 1.587 Punkten entspricht in etwa der Leistung des Apple M1, der erstmals Ende 2020 verkauft wurde. Der Apple M2 kommt im gleichen Test bereits auf 2.336 Punkte.

Gut bei Single Core, nicht so gut bei Multicore

Im Geekbench 6 lässt sich das Ergebnis bestätigen. Hier messen wir 8.636 Punkte im CPU-Multicore-Benchmark. Die Single-Core-Leistung liegt bei 3.215 Punkten. Die Multicore-Leistung liegt also zwischen einem Macbook Air mit M1-Chip und dem etwas neuerem Modell mit M2. Im Single-Core-Vergleich ordnet sich das Macbook Neo unterhalb des Macbook Air mit M4-Chip ein.

In der Praxis dürfte diese Leistung für die meisten Anwendungen ausreichen. Schauen wir vor allem auf Konkurrenzprodukte anderer Hersteller, dann steht der A18 Pro noch besser da. Im Bereich um 600 bis 700 Euro finden sich oft Chips wie der Intel Core 5 120U, der Core i7-150U, der AMD Ryzen 7 7730U oder der Ryzen 5 8640HS wieder. Bis auf wenige Modelle mit Ryzen 5 8640HS leisten sie alle laut der offiziellen Cinebench-Datenbank weniger als der iPhone-Chip.

Dazu kommt der Fakt, dass der A18 Pro komplett passiv gekühlt läuft. Selbst unter Volllast bleibt der Laptop komplett still. In Vorlesungen und Unterrichtsstunden kann das ein Vorteil sein, ebenso wie in einem wichtigen Meeting im Konferenzraum.

Der auf Apple Silicon basierende Chip ist zudem sparsam. Unter Volllast in Cinebench 2026 benötigt er maximal 7 Watt. In Spielen benötigt das SoC maximal 10 Watt. Das ist weniger als die Hälfte der Leistung, die der M4-Chip nutzt.

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Trotz des sehr kleinen Akkus mit 36,5 Wattstunden kommt das Macbook Neo deshalb auf eine sehr gute Akkulaufzeit von 10 Stunden und 44 Minuten. Dabei messen wir eine Verteilung von 80 Prozent leichter Last (4K Youtube mit Audio) und 20 Prozent schwerer Last (Cinebench 2026 im Dauerlauf). Je nach Anwendungsfall könnte die Akkulaufzeit also merklich darüber liegen. Für den Tag in der Uni, der Schule oder im Büro reicht es auf jeden Fall.

Ein so günstiges Macbook wird wohl vor allem auch jüngere Leute anziehen, die gerne Spiele auf ihrem Computer spielen möchten. Allerdings ist das Macbook Neo hierfür eine eher ungeeignete Plattform.


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