Macbook Air mit M2-Chip: Apple wirft Intel komplett raus

Im Macbook Pro 13 mit M2-Chip (Test) steckt allem Apple Silicon zum Trotz noch ein bisschen Intel-Hardware, nämlich die Thunderbolt-Retimer. Beim neugestalteten Macbook Air hingegen hat Apple diese durch eine Eigenentwicklung oder zumindest Kooperation ersetzt, der Laptop ist ergo Intel-frei.
Wie der iFixit-Teardown(öffnet im neuen Fenster) (via SkyJuice(öffnet im neuen Fenster) ) des Macbook Air zeigt, wurden die bisherigen JHL8040R-Retimer gegen solche namens U09PY3 ausgetauscht. Die Bezeichnung legt nahe, dass es sich um ein gemeinsam mit USI aus China entworfenes Design handelt, das die Abhängigkeit von Intel noch weiter reduziert.
Schon beim iPhone 12 hatte Apple mit dem Unternehmen zusammengearbeitet, um auf die mmWave-Antennen von Qualcomm verzichten zu können . Stattdessen kamen drei S30U7FH genannte Modelle zum Einsatz, was Apples vertikale Integration verbessert hat. Weil das eigene 5G-Baseband länger als geplant auf sich warten lassen soll, setzt Apple allerdings weiterhin auf Snapdragon-Modems von Qualcomm.
Das Macbook Air mit M2-Chip ist verglichen zum Macbook Air mit M1-Prozessor teils deutlich anders aufgebaut, wenngleich es sich bei beiden um ein 13-Zoll-Gerät mit passiver Kühlung handelt. Das M2-Modell hat trotz 13,6 statt 13,3 Zoll nahezu identische Maße, das Display löst mit 2560 × 1664 statt 2560 × 1600 Pixel ebenfalls quasi identisch auf.
Auch abseits von Apple gibt es keine Exklusivität mehr für Thunderbolt-Retimer von Intel: Aktuelle Ryzen-Laptops mit den Rembrandt-Chips nutzen Thunderbolt 4 respektive USB 4 und setzen auf die Matterhorn-Retimer von Kandou aus der Schweiz.
Intel hatte 2019 die Thunderbolt-Lizenzen an das USB Implementors Forum übergeben, daher bildete Thunderbolt 3 die Basis für USB 4.