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Macbook Air M5 im Test: Das Beste am neuen Macbook ist der Preis für das M4-Air

Klar: Der M5 erreicht auch im Macbook Air durch die höhere Speicherbandbreite Bestwerte. Allerdings ist der Vorgänger merklich günstiger.
/ Oliver Nickel
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Das Macbook Air kann durch den M5 besser abschneiden als der Vorgänger. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Das Macbook Air kann durch den M5 besser abschneiden als der Vorgänger. Bild: Oliver Nickel/Golem.de

Das Macbook Neo (Test) ist aufgrund des geringen Preises das Macbook für all jene Kunden, die einen möglichst günstigen Einstieg in die Macbook-Welt haben wollen. Bisher füllte diese Rolle das Macbook Air für einen Startpreis von 1.100 Euro. Mit der M5-Version hat Apple den Startpreis um 100 Euro angehoben, dafür gibt es mehr SSD-Speicher.

Man kann sich durchaus fragen, wer das merklich teurere, neue Gerät überhaupt braucht. Allerdings zeigen sich im Test die Stärken eines vollwertigen Apple-Silicon-Chips mit genug Cores und sehr guter GPU-Leistung.

Das Macbook Air wird damit zum Upgrade des Neo in allen Bereichen. Es kann deshalb ohne Probleme vom Großteil der Kundschaft für viele Anwendungsfälle genutzt werden – auch solchen, bei denen Macbook Neo klar schwächelt.

Macbook Air M5 - Eckdaten
Display13,6" (34,5 cm) IPS-Panel (2.560 x 1.664 Pixel @ 60 Hz, spiegelnd, 468 cd/m²)
CPUApple M5 (4P+4C @ 4,5 GHz, 24 Watt)
GPUintegriert (10 Cores, 150 GByte/s Speicherbandbreite)
RAM16 GByte LPDDR5x (verlötet)
SSD512-GByte-SSD (verlötet)
Anschlüsse2x USB-C (Thunderbolt 4), 1x Magsafe, 1x 3,5-mm-Klinke
Maße30,41 x 21,5 x 1,13 cm, 1,23 kg
Akku53,8 Wattstunden-Akku
Preis ab/Preis Testmuster1.200/1.325 Euro

Das Beste am Macbook Air M5 ist allerdings nicht das neue SoC (viel mehr hat Apple beim neuen Modell nicht verändert), sondern, dass sich Kunden über ein merklich günstigeres Macbook Air mit M4-Chip freuen können. Es wird mittlerweile zu Preisen von etwa 850 Euro angeboten. Klingt nach einem Angebot, das wir nicht ablehnen können, oder?

Tatsächlich schneidet das M5-Air in Benchmarks noch einmal besser ab als die M4-Version (Test). So kommt die neue Version in Cinebench 2024 auf 1.023 Punkte im Multicore-Test. Im Single-Core-Test erreicht es 181 Punkte.

Die M4-Version erreicht 753 Punkte im Multicore- und 171 Punkte im Singlecore-Test. Der M5 ist also bereits in diesem Benchmark ein klares Upgrade, das die Leistung noch einmal um 35 Prozent anhebt.

Enormer Abstand zum Macbook Neo

Im Vergleich zum Neo, das mit einem älteren Smartphone-SoC ausgestattet ist, wird der Unterschied noch deutlicher. Wir messen mit 3.359 Punkten im Multicore-Benchmark ein Plus von mehr als 100 Prozent. Ein Argument für die teureren Macbooks ist also der Fakt, dass sie merklich mehr leisten können. Dabei bleibt der M5 durch die passive Kühlung unhörbar unter Last, wie das Neo.

Das luftgekühlte Macbook Pro mit M5-Chip schneidet allerdings etwas besser ab. Dieses Modell konnten wir bereits 2025 testen, als es zusammen mit dem neuen iPad Pro als erstes den M5-Chip erhielt. Der Unterschied beträgt allerdings nur etwa 10 Prozent. Dafür drosselt das Macbook Air merklich mehr, wenn wir die GPU voll ausreizen.

In Geekbench 6 sehen wir das erst einmal nicht. Beide Laptops kommen hier auf ähnliche Ergebnisse. Das Macbook Air M5 erreicht 77.689, das Pro M5 praktisch identische 75.656 Punkte. Ein Macbook Neo ist mit 31.219 Punkten wenig überraschend weit darunter angesiedelt.

Grafikleistung auch im Vergleich zum M4 deutlich besser

In der Praxis spiegelt sich das vor allem in unterschiedlichen fps wider. Das Macbook Air drosselt durch die passive Kühlung manchmal stark, das merken wir in Tests. So erreicht das M5-Air 62 fps in Cyberpunk 2077 bei Full-HD-Auflösung und niedrigen Details. Das Macbook Pro M5 kommt hier auf 90 fps. Das Macbook Neo schafft im gleichen Test kaum spielbare 24 fps.

Ähnlich sieht es in Shadow of the Tomb Raider aus, das wir gern als Beispiel für ein nicht auf Apple Silicon nativ laufendes Game nehmen. Das Macbook Air M5 kommt in Full-HD und bei niedrigen Details auf 76 fps. Das Macbook Pro M5 ist mit 86 fps etwas schneller, das Macbook Neo mit 24 fps merklich langsamer. Der ältere M4 im Macbook Air schafft 47 fps.

Generell können wir sagen: Bei allen Aufgaben ist der M5-Chip noch einmal schneller als der M4, was auch an der verbesserten Speicherbandbreite von 153 zu 120 GByte/s liegt. Im Vergleich zum Macbook Neo müssen wir keine Kompromisse eingehen.

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Nur die wirklich schweren Lasten wie Videorenderings, 3D-CAD-Arbeit, virtuelle Maschinen, KI-Training oder einige Teile der Softwareentwicklung benötigen noch mehr Leistung. Die bietet Apple in Form des M5 Pro und M5 Max auch an, nur eben nicht im günstigeren Macbook Air.

Generell ist der Aufpreis aber ziemlich hoch, wenn wir uns den Startpreis von 1.100 Euro für das Macbook Air M5 anschauen. Ein M4-Air für 850 Euro wird da zu einem interessanten Deal. Denn weitere Tests zeigen, dass sich am Gehäuse selbst nichts geändert hat.

Tolles Display und exzellentes Gehäuse

Apple rechtfertigt den hohen Aufpreis gegenüber dem Macbook Neo durch ein besseres Display und leistungsfähigere Anschlüsse. Tatsächlich sehen wir vor allem beim Gehäuse die größten Gemeinsamkeiten zum Neo. Der Hersteller setzt auf das zum M4-Modell identische Chassis aus Aluminium. Das wirkt hochwertig und stabil, was wir von Apple auch erwarten.

Ein eher versteckter Unterschied zum Neo: Beim Macbook Air können wir auf ein Trackpad mit Force-Touch zurückgreifen. Das fühlt sich im direkten Vergleich durch den weicheren Klick besser an als die traditionelle Alternative des günstigeren Neo. Die Tastaturen tippen sich identisch, mit einem straffen und flachen Anschlag, der Spaß macht.

Auch beim Display müssen wir erst das Messgerät herausholen, obwohl die 0,6 Zoll größere Bilddiagonale mit dünneren Displayrändern und Notch direkt auffällt. Das Macbook Air leuchtet mit maximal 484 cd/m² und im Schnitt 468 cd/m² in etwa so hell wie das Macbook Neo. Allerdings sind die einzelnen Zonen gleichmäßiger ausgeleuchtet.

Endlich wieder mehr als ein externer Bildschirm

Der größte Unterschied besteht aber in der Farbabdeckung. Ist das Macbook Neo gerade so für SRGB-Inhalte kalibriert, erreicht das Air in unseren Messungen 99,6 Prozent des SRGB-Farbraums, 82 Prozent des Adobe-RGB-Farbraums und 95,2 Prozent des DCI-P3-Farbraums.

Im Preisbereich um 1.200 Euro gehört es damit zu den besseren Panels auf dem Markt, allerdings mit der bei Macbooks typischen Spiegelung. Leider gibt es die entspiegelte Version nur beim Macbook Pro, das mit einem Startpreis von 1.900 Euro noch einmal in einer anderen Liga spielt.

Ein Vorteil des M5 und M4 gegenüber dem A18 Pro im Macbook Neo: Die Chips können ohne Umwege mehr als ein weiteres Display (maximal zwei weitere Panels) ansteuern. Außerdem sind beide USB-C-Ports für das modernere Thunderbolt 4 ausgelegt. Zusätzlich kann das Macbook Air mittels Magsafe aufgeladen werden. Auch eingesteckt bleiben also stets zwei Ports frei. Das ist beim Macbook Neo mit nur zwei USB-Buchsen nicht so.

Macbook Air M5 - Vergleich mit anderen Macbooks
Macbook Air (M5)Macbook Pro 14 (M5)Macbook Neo (A18 Pro)Macbook Air (M4)
Cinebench 2024 Multi/Single1.023/181 cb1.101/192 cb-753/171 cb
Cinebench 2026 Multi/Single3.359/717 cb-1.587/519 cb3.908/640 cb
Geekbench 6 Multi/Single/Metal16.963/4.134/77.689 Punkte17.723/4.142/75.656 Punkte8.636/3.215/31.219 Punkte14.886/3.807/55.674 Punkte
Cyberpunk 2077 FHD high/medium/low62/51/41 fps90/67/52 fps24/19/14 fps39/30/28 fps
Shadow of the Tomb Raider FHD high/medium/low76/45/40 fps86/66/63 fps24/19/14 fps47/36/35 fps
Display-Helligkeit468 cd/m²553 cd/m²469 cd/m²480 cd/m²
Display-Farbabdeckung SRGB/Adobe RGB/DCI-P399,6/82/95,2 %99,6/83,3/96,1 %94/64,4/66,3 %99,8/82,3/96,7 %
Akkulaufzeit (80/20-Test)12:31 Stunden16:21 Stunden10:42 Stunden11:35 Stunden
SSD-Speed (Blackmagic Speed Test) R/W6.743/6.409 MByte/s6.859/6.529 MByte/s1.581/1.488 MByte/s3.013/3.116 MByte/s

Im Hinblick auf SSD-Geschwindigkeit gibt es einen weiteren Pluspunkt für das Air. Wir messen im Blackmagic-Speedtest sequenzielle Leseraten von 6.743 MByte und im sequenziellen Schreiben 6.409 MByte/s. Das ist nicht nur merklich mehr als beim Macbook Neo. Auch der Vorgänger wird um den Faktor zwei geschlagen. Legen wir also Wert auf hohe SSD-Geschwindigkeiten, führt an der M5-Version kein Weg vorbei.

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Und dann wäre da noch die Akkulaufzeit: Wir messen in unserem Test eine Laufzeit von 12:31 Stunden bei einem Mix aus 80 Prozent leichter Last (Youtube-Video 4K) und 20 Prozent schwerer Last (Cinebench 2026). Dabei stellen wir das Panel auf eine Helligkeit von 200 cd/m² ein.

Das Macbook Neo kommt im identischen Szenario auf eine Laufzeit von 10:42 Stunden. Das ist vor allem dem Akku im Air zu verdanken, der mit 53,8 Wattstunden merklich größer ist als der des Neo mit 36,5 Wattstunden.

Lohnt sich also der Kauf des Macbook Air M5? Fassen wir zusammen.

Macbook Air M5 – Verfügbarkeit und Fazit

Apple hat den Grundpreis des Macbook Air auf 1.200 Euro angehoben. Dafür entfällt die Version mit 256-GByte-SSD. In der Mindestkonfiguration gibt es das M5 mit acht statt zehn GPU-Cores, 16 GByte RAM und einer 512-GByte-SSD. Den GPU-Vollausbau mit zehn Cores, den wir auch getestet haben, gibt es ab 1.324 Euro. Auch das RAM-Upgrade auf 24 und dann 32 GByte kostet je Schritt 250 Euro. Gleiches gilt für die SSD, die je 512 GByte Mehrkapazität 250 Euro mehr kostet.

Fazit

Mit dem Release des Macbook Neo für 700 Euro hat sich Apple selbst einer großen Käuferschaft für das Macbook Air beraubt. Früher kauften Kunden nämlich das bis vor Kurzem günstigste Macbook für 1.100 Euro oder gebraucht mit älterer Hardware. Die Unterschiede zwischen dem neuen Neo und dem Air mit M5-Chip sind aber groß genug, um zwei Geräte zu rechtfertigen.

Macbook Air M5 - Vor- und Nachteile
ProContra
M5-Chip kann fast alle Aufgaben zufriedenstellend bewältigenEinstiegspreis jetzt 100 Euro teurer
Merklich bessere Grafikleistung durch höhere Speicherbandbreite im Vergleich zum M4Merklich teurer als das Macbook Neo (das für leichte Last genauso gut geeignet ist)
Gut kalibriertes IPS-Panelwenig Neues im Vergleich zum jetzt merklich günstigeren M4-Modell
exzellentes Gehäuse plus Trackpad-Tastatur-Kombomehr Ports und Entspiegelung gibt es nur beim Macbook Pro
starke Akkulaufzeitverlötete Komponenten, deren Aufrüstung teuer ist.

Der M5-Chip ist durch seine bessere Leistung und vor allem die schnellere Speicheranbindung merklich besser für alle möglichen Aufgaben geeignet. Damit lassen sich Medien konsumieren, Büroarbeiten ausführen, Programme erstellen oder durch die enorm schnelle GPU-Anbindung selbst moderne Spiele wie Cyberpunk 2077 zufriedenstellend spielen.

Dabei wird weiterhin die exzellente Kombination aus gut verarbeitetem Gehäuse, langer Akkulaufzeit, sehr gutem Panel und der Apple-typischen Tastatur-Trackpad-Kombination geboten. Das Macbook Air bleibt für 1.200 Euro also das beste Gerät für Apple-Kunden, die mit ihrem Laptop arbeiten und spielen und dabei auf wenig verzichten wollen. Nur in ganz speziellen Fällen ist ein Upgrade auf ein Macbook Pro notwendig.

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Das Beste ist aber: Durch den Release des neuen M5-Modells wird das M4-Air merklich günstiger angeboten. Onlinehändler bieten das Gerät bereits ab etwa 850 Euro an. Zwar ist das neue Air M5 in Anwendungen und Spielen messbar schneller.

Die 350 Euro Aufpreis können wir aber auch sparen. Damit sich das Upgrade lohnt, muss Apple noch etwas mehr machen, als nur die Hauptplatine mit SoC auszutauschen. Dafür sind auch die älteren Apple-Silicon-Macs einfach zu gut nutzbar.


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