Ein USB-Port reicht (fast)
Viel Kritik gab es an Apples Entscheidung, alle gängigen Schnittstellen zu streichen und einzig einen USB-Typ-C und einen Kopfhöreranschluss zu verbauen. Zwar ist der neue Stecker zusammen mit dem USB-3.1-Standard die Alleskönner-Schnittstelle, doch werden aktuell viele unterschiedliche Adapter benötigt, um bisherige USB-Sticks, externe Festplatten oder Monitore an das Notebook anzuschließen - Apples Thunderbolt-Display kann gar nicht verwendet werden, da es entsprechende Adapter nicht gibt.
Docking-Stationen oder Port-Replikatoren mit USB 3.1 und dem Typ-C-Stecker sind zurzeit noch nicht angekündigt oder werden gerade über Kickstarter finanziert. Abhilfe schaffen ältere Port-Replikatoren mit USB 3.0. Die Büroperipherie, das Ethernet-Kabel und auch ein Monitor können so über ein Kabel mit dem Macbook 12 verbunden werden. Ein Problem bleibt aber: Wird der alte Port-Replikator genutzt, wird das Notebook nicht geladen.
Der bisher einzige Adapter, mit dem das Macbook 12 geladen werden kann, während ein Monitor angeschlossen ist, kommt von Apple, hat ansonsten nur einen USB-Typ-A-Port und kostet 90 Euro - mehr als unser im Test verwendeter Port-Replikator.
Spätestens, wenn entsprechende Geräte auf dem Markt sind, wird aber auch die Idee hinter dem neuen USB-Standard aufgehen: ein Kabel für alles. Zu Hause oder im Büro braucht nur ein Kabel an das Macbook 12 angeschlossen zu sein, um die gesamte Peripherie und den Monitor nutzen zu können. Der Kabelsalat auf dem Schreibtisch ist dann vorbei.
Unterwegs wird seltener Peripherie an das Notebook angeschlossen, vielleicht mal ein USB-Stick, die SD-Karte der Kamera oder ein Projektor für die Präsentation - doch wird jedes Mal ein anderer und mitunter sehr teurer Adapter benötigt, an den gedacht werden muss. Das erinnert ein wenig an die Zeiten, als Kabelpeitschen noch üblich waren - nur dass eine solche nicht 200 Euro kostet. So viel verlangt Apple nämlich für die drei wichtigsten Adapter (Digital Display, Analog Display, USB-Adapter) zusammen. Mit der Zeit werden immer mehr Geräte den neuen Stecker und Standard unterstützen. Bis es so weit ist, muss der Macbook-12-Nutzer aber immer zahlreiche Adapter bei sich haben. Eine Alternative für Präsentationen stellt noch Airplay dar, das benötigt aber das Apple TV, das keine typische Konferenzraumausstattung ist.
Das Henne-Ei-Problem
Das Problem ist selten der USB-Anschluss selbst, sondern die bisher gemächliche Entwicklung von USB-Typ-C-Peripherie. Vor dem Macbook 12 gab es für Zubehörhersteller wenige Gründe, entsprechende Peripherie zu entwickeln. Jetzt, wo das Macbook 12 auf den Markt kommt, dürften sie nachziehen. Das kann jedoch noch etwas dauern, auch wenn beispielsweise die ersten USB-C-Sticks bereits fertig entwickelt sind.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed
| Der eigene SSD-Controller | Schmetterling schlägt Schere |










dafür gibt's ein rMBP 13" - so eines hab ich HDMI, 2x TB 2 2x USB 3.0 und Stromanschluss...
ob das statistisch relevant ist kann ich nicht beurteilen, ich hatte in den vergangenen...
Verlierer hassen Sieger.
Gibt bestimmt genug Leute denen diese eine Schnittstelle reicht und das ist doch auch ok...