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Der eigene SSD-Controller

Eine Überraschung ist in den genauen Systeminformationen des Macbook 12 zu finden: Apple hat nämlich erstmals einen eigenen SSD-Controller für die 256 GByte beziehungsweise 512 GByte große PCIe-SSD im Macbook 12 entwickelt. Der Apple SSD AP0256H unterstützt das NVMHCI (Non-Volatile Memory Host Controller Interface), auch NVM Express genannt. Der auf Flash-Speicher optimierte Nachfolger des AHCI-Protokolls verringert die Latenz der SSD deutlich, vergrößert die Anzahl an Warteschlangen und deren Befehle und ist stärker auf CPU-Multithreading ausgelegt.

  • Das PoP aus DRAM-Cache und SSD-Controller ist orange markiert, einer der Flash-Chips gelb (Bild: iFixit)
  • Der zweite Flash-Chip ist orange gerahmt (Bild: iFixit)
  • Apples SSD-Controller (Bild: iFixit)
Apples SSD-Controller (Bild: iFixit)
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Der Controller ist laut iFixit Teil eines PoP (Package on Package), bestehend aus 512 MByte LPDDR3, die der SSD als Cache dienen. Um zu klären, ob es sich bei dem Controller um ein von Apple entwickeltes Bauteil handelt, haben die Bastelexperten es von Chipworks untersuchen lassen. Die Chip-Experten bestätigen die Vermutung, dass Apple es entwickelt hat und es bei TSMC gefertigt wurde.

Nur USB 3.1 Gen 1

Die Ausstattung der drahtlosen Schnittstellen ist mittlerweile Standard: Neben Bluetooth 4.0 inklusive Bluetooth Smart unterstützt das Macbook 12 Dual-Band-WLAN nach 802.11a/b/g/n/ac. Zumindest kabelloses Zubehör lässt sich gut mit dem Mac verbinden. Anders sieht es bei kabelgebundenem Zubehör aus: Hier wird USB-C mit einer einzigen Buchse verwendet. Die Steckverbindung ist nagelneu und Apple einer der Ersten, die überhaupt die Technik einsetzen. Bei der Datenübertragung wird noch nicht die aktuell spezifizierte Version verwendet.

2013 finalisierte das USB Implementers Forum die Spezifikation des neuen USB-3.1-Standards, nachdem die theoretische Datentransferrate des USB-Bus von 5 GBit/s des USB-3.0-Standards auf doppelt so schnelle 10 GBit/s angehoben worden war. Apple ist hier allerdings nicht alleine, auch andere Hersteller wollen erst im Laufe des Jahres schnellere USB-3.1-Geräte auf den Markt bringen.

Erschwerend für Apple dürfte zudem der Platzbedarf eines separaten USB-Chips gewesen sein. Intels Plattform Controller Hub (PCH) spart Platz und ist nach dem USB-3.1-Gen-1-Standard spezifiziert. Dieser entspricht im Grunde dem alten USB-3.0-Standard.

Die Übertragungsrate liegt damit weiterhin bei maximal 5 GBit/s. Der einzige Unterschied ist bei der USB Power Delivery (PD) zu finden. Nach dieser wird das Laden von Geräten mit bis zu 100 Watt unterstützt. Auch das ist in der Mac-Welt eine Neuerung. Bisher wurden die Notebooks mit dem verdrehsicheren Magsafe geladen. Der hat den Vorteil, dass der Stecker nur magnetisch gehalten wird und man das Notebook nicht mit dem Netzteil versehentlich vom Schreibtisch ziehen kann.

Das ist mit der USB-C-Verbindung leider nicht mehr so. Wer gewohnt ist, Macbook-Stecker nach oben hin wegzuziehen, sollte sich das schnell wieder abgewöhnen. Zudem ist die Verbindung so fest, dass das Notebook sogar mit dem Kabel hochgehoben werden kann. Selbst ein leichtes Schütteln sorgte nicht dafür, dass sich das Macbook 12 vom Ladegerät löste. Noch dazu fehlt dem neuen Netzteil eine Ladekontrollleuchte. Wer wissen will, ob das Gerät noch lädt, muss es anschalten.

Über den Typ-C-Stecker kann beim Macbook 12 außerdem Displayport 1.2 parallel zur USB-3.1-Geschwindigkeit seine Signale übertragen. Selbst einen VGA-Adapter gibt es. Gerade wer häufig zu Präsentationen fährt, braucht die Schnittstelle noch.

 Tabletpower im NotebookEin USB-Port reicht (fast) 
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jo-1 14. Jul 2015

dafür gibt's ein rMBP 13" - so eines hab ich HDMI, 2x TB 2 2x USB 3.0 und Stromanschluss...

jo-1 14. Jul 2015

ob das statistisch relevant ist kann ich nicht beurteilen, ich hatte in den vergangenen...

Anonymer Nutzer 18. Mai 2015

Verlierer hassen Sieger.

Dante-ZukaZero 18. Mai 2015

Gibt bestimmt genug Leute denen diese eine Schnittstelle reicht und das ist doch auch ok...

Anonymer Nutzer 18. Mai 2015

Seit wann lassen die euch ins Internet?


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