Mac Pro und Apple Pro Display: Wenn der Sicherungskreis zum Problem wird

Bisher waren Macs recht genügsam. Die neue Hardware für Profis ist allerdings sehr stark auf Leistung getrimmt und entsprechend kostspielig. Mit dem HDR-Display wird es schwierig, mehr als einen gut ausgestatteten Mac-Profi-Arbeitsplatz auf einen Sicherungskreis zu legen.

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Der neue Mac Pro braucht viel Energie.
Der neue Mac Pro braucht viel Energie. (Bild: Ezra Shaw/Getty Images AsiaPac)

Für 1.400 Watt ist das neue Mac-Pro-Netzteil ausgelegt. Dessen kontinuierliche maximale Dauerlast liegt bei immer noch stolzen 1.280 Watt. Im Vergleich zum bis vor kurzem noch aktuellen Mac Pro (Late 2013) ist das rund eine Verdreifachung dessen, was die Workstation aus dem Stromnetz ziehen kann. Der alte Mac war für eine maximale elektrische Leistungsaufnahme von 450 Watt zugelassen - genügsam im Vergleich zu heute. Damals war das aber immer noch ziemlich viel, zumal die Ausmaße des Rechners sehr klein waren.

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Mit den Werten des 2019er Mac Pro entstehen allerdings neue Probleme beim Einrichten, die Mac-Anwender nicht gewöhnt sind. Selbst bei PC-Nutzern sind solche Szenarien zwar nicht unmöglich, aber durchaus noch selten. Ein einfacher Büroraum mit mehreren Mac-Schnittrechnern samt guter Ausstattung kann durchaus eine Herausforderung werden. Moderne Büroräume haben nicht immer fein unterteilte Sicherungskreise. Mit solchen Lasten rechnet man bei der Verkabelung nicht.

Dazu kommen die für die HDR-Verarbeitung leistungsfähigen und hellen Displays. Wer Apples Pro Display XDR mit seinen Maximalwerten betreiben will, braucht im Sommer eine Klimaanlage, da über 1.000 Candela pro Quadratmeter eine Raumtemperatur von 25 Grad Celsius verlangt wird. Doch die Displays benötigen vermutlich auch so viel Energie. Überraschenderweise nennt Apple bisher keine Werte. Als Referenz kann aber Sonys BVM-HX310, ein professioneller 4K-Monitor im Videobereich, genutzt werden. Auch dieser schafft 1.000 cd/qm. Die maximale Leistungsaufnahme liegt bei 450 Watt.

Natürlich werden weder die Rechner noch die Monitore ständig am Maximalwert liegen. Aber Werte im Bereich eines Wasserkochers, der ebenfalls nur kurzzeitig hohe Last erzeugt, sind bei guter Ausstattung erreichbar. Geht man davon aus, dass so ein moderner Schnittplatz zwei bis drei Monitore hat, wird es bei längerer Last trotzdem knapp. Bei rund 2.000 Watt (ein sehr gut ausgestatteter Mac Pro, zwei Displays) lassen sich zwei Arbeitsplätze an einem Sicherungskreis ausschließen. Zumal es noch Reserven braucht, und sei es für Kleinigkeiten wie einen Ventilator, eine Lampe oder für den Rechner des Assistenten des Cutters. Wer dann noch Mehrfachsteckdosen unzulässigerweise hintereinanderschaltet, fordert den Ausfall der Sicherung heraus.

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Dazu kommen gegebenenfalls noch Limits anderer Länder. Während hierzulande 16 Ampere üblich und großzügig sind, ist das etwa in der Schweiz nicht der Fall. Der dort verwendete, sehr platzsparende Steckertyp J erlaubt nur 10 Ampere. Wer für eine Auftragsarbeit in ein anderes Land muss, muss nicht nur auf den richtigen Stecker achten, sondern sollte vor allem die Finger von billigen Adaptern lassen und stattdessen richtige Netzkabel anschaffen.

Für Mac-Anwender mit einem großen Budget ergeben sich hier interessante Herausforderungen, die vor der Anschaffung geklärt werden und ins Bewusstsein geholt werden sollten. Schließlich betreibt man auch nicht zwei Wasserkocher gleichzeitig an einem Sicherungskreis.

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Anonymer Nutzer 05. Jun 2019

Fast so sinnvoll, wie die Angaben in Badewannen. Und auslösende Sicherungen waren...

sunrunner 04. Jun 2019

Ein Filmstudio wird keinen PC nutzen um Videos zu bearbeiten, sondern in einer Localen...

pumok 04. Jun 2019

haha, ja wie die doppel USB Kabel bei den externen CD-Brennern ;-) Klappt aber nur, wenn...

pumok 04. Jun 2019

Wer im Glashaus sitzt...

chefin 04. Jun 2019

Das Problem sind die "Kleinigkeiten". Ein Netzteil mit 1400W zieht 1400W. Auch bei 210V...



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