Mac Mini mit M1-CPU: Apple baut das fast perfekte ARM-Entwicklungsmonster

Dank angepasster Software, Virtualisierung und Containern zeigt der Mac Mini mit Apple Silicon, dass ARM die Zukunft gehören kann.

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Der Mac Mini im M1-CPU ist für uns schon gut genug zum Entwickeln - und es kann nur noch besser werden.
Der Mac Mini im M1-CPU ist für uns schon gut genug zum Entwickeln - und es kann nur noch besser werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Schon bei unserem ersten Test von Apples ARM-CPU M1 waren wir von deren hoher Leistung bei gleichzeitig extremer Effizienz begeistert - weshalb wir die Macs mit den auch Apple Silicon genannten Chips als Maschine zum Entwickeln von Software in Betracht gezogen haben. Kurz nach Veröffentlichung der ersten wirklich leistungsfähigen Rechner mit ARM-Chips war die Software aber größtenteils noch nicht gut darauf vorbereitet.

Inhalt:
  1. Mac Mini mit M1-CPU: Apple baut das fast perfekte ARM-Entwicklungsmonster
  2. Gute Virtualisierung auf Apple Silicon
  3. Docker, Emulatoren und Ausblick für Apple Silicon

Nun, rund drei Monate später, haben wir uns den aktuellen Mac Mini mit dem M1-Chip unter diesem Gesichtspunkt erneut angesehen. Mit dem Eindruck, den wir dabei gewonnen haben, hoffen wir auf einen spannenden Kampf zwischen x86- und ARM-Chips um die Vorherrschaft im CPU-Markt in den kommenden Jahren. Denn der Mac Mini mit M1-CPU überzeugt uns schon jetzt als kleine Entwicklungsplattform.

Aus Sicht der Softwareentwicklung ist Apple Silicon vor allem deshalb interessant, weil Smartphones mit ARM-Chips zahlenmäßig derzeit wohl die am weitesten verbreiteten Rechner sind, vor allem wegen ihrer Effizienz. Sollte es gelingen, diesen Vorteil mit hoher Leistung auf Desktops und Servern zu verknüpfen, könnten ARM-Chips nicht nur eine dominierende, sondern auch eine mehr oder weniger einheitliche Plattform zur Entwicklung bieten, in der auch nativer Code auf verschiedenen Rechnern vom Smartphone bis zum Server ohne große Veränderung ausgetauscht werden kann.

Dieser nahtlose Übergang war etwa laut Linux-Gründer Linus Torvalds wohl der entscheidende Faktor dafür, dass die x86-Architektur Ende der 1990er Jahre die damals noch verbreitete RISC-Konkurrenz verdrängt hat. Entwickler hatten dann nämlich ähnliche Chips in ihren Desktop-Rechnern wie jene, die in den Servern steckten. Der ARM-Architektur fehlte das bislang, weil ARM-Rechner wegen ihrer geringen Leistung oft nicht für die Softwareentwicklung geeignet waren. Apple zeigt mit den M1-Chips, die eben auf einer ARM-Architektur basieren, nun aber erstmals, dass es auch ohne x86 geht.

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Möglich macht das natürlich nur ein entsprechender Software-Support, der bei unseren ersten Tests vor einigen Monaten allerdings noch mehr schlecht als recht war. Selbst Apple hatte zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle Bestandteile der eigenen Werkzeuge auf ARM portiert, auch wenn diese portiert werden konnten. Inzwischen haben jedoch viele Anbieter klassischer Entwicklungswerkzeuge nachgezogen.

Homebrew mit mehreren tausend Paketen und Sprachen

Aus Sicht des gesamten Ökosystems ist ein Blick auf die Community rund um Homebrew wohl am wichtigsten, das ähnlich der bekannten Paketverwaltung von Linux-Distributionen auch auf Macs eine solche Funktion zur Softwareverwaltung bietet und mit der aktuellen Version 3.0 inzwischen offiziell auf Macs mit Apple Silicon läuft.

Als die Rechner mit M1-Chips gerade verfügbar wurden, listete die Homebrew-Community die unterstützte Software noch einzeln in einer Tabelle auf Github auf. Das hat sie jedoch spätestens Ende Dezember bei mehr als 3.000 verschiedenen unterstützten Paketen beendet. Inzwischen verweist das Betreuungsteam auf die sogenannten Formulae, die für einzelne Pakete auflisten, ob diese nativ für Apple Silicon bereitstehen und darüber hinaus auch als Binärpakete von Homebrew verteilt werden.

Neuer Apple Mac Mini mit Apple M1 Chip (8 GB RAM, 256 GB SSD)

Auch mit dem stabilen Support von Rust und dem erst vergangene Woche offiziell in Version 1.16 mit M1-Support erschienenen Go zeigt sich, dass sich die Phase der experimentellen Versionen für grundlegende Entwicklungswerkzeuge langsam dem Ende nähert. Als Gegenbeispiel sei hier das OpenJDK für Java erwähnt, das noch nicht vollständig portiert wurde. Es werden eben doch noch nicht alle Anwendungen und Szenarien nativ für die ARM-Macs unterstützt.

In diesen Fällen stehen inzwischen aber meist Vorschauversionen mit nativem ARM-Support bereit. Letzteres gilt etwa auch für den Editor Visual Studio Code von Microsoft, der auf dem Electron-Framework basiert. Letzteres unterstützt zwar die ARM-Macs seit Monaten, VS Code für Apple Silicon gibt es derzeit aber nur in den Insider Previews.

Generell ist jedoch davon auszugehen, dass derartige Vorschauen bereits seit mehreren Monaten von deren eigenen Entwicklerteams erstellt und getestet wurden. Auch wenn es hier und da noch Fehlstellen geben sollte, lassen sich viele dieser Vorschauen inzwischen erstaunlich gut nutzen. Positiv überrascht hat uns dabei der Support für Virtualisierung und Container, was dazu führt, dass wir inzwischen kaum noch an den ARM-Plänen von Apple zweifeln.

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Gute Virtualisierung auf Apple Silicon 
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gadthrawn 08. Mär 2021

Das zeigt eigentlich nur, dass weder du noch der Autor ARM Entwicklung verstanden haben...

Crass Spektakel 08. Mär 2021

Also für mich als Gelegenheitsentwickler wäre das wichtigste Kriterium eine gute...

Crass Spektakel 08. Mär 2021

Die angebliche Effizienz der 5W-CPU löst sich in Luft auf wenn man direkt vergleicht...

Crass Spektakel 08. Mär 2021

Das Problem ist daß das meiste von Apple schlicht Lügen waren. Oder neudeutsch "um Fu...

Crass Spektakel 08. Mär 2021

Schade daß das meiste nur nicht stimmt. Mit einem Mittelklasse-Ryzen von der...



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