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Neue CPU macht den Unterschied

Statt 10 Cores wie im zwei Jahre alten M4 werden im M6-Chip nun 12 verbaut. Das ist auch ein Upgrade zum direkten M5-Vorgänger, der weiterhin auf zehn Kerne setzt. Dazu verbaut Apple eine 12-Kern-GPU, die mit einer Speicherbandbreite von 153 GByte/s arbeiten kann.

Die zwei zusätzlichen Kerne bezeichnet Apple als Super-Cores, die bei bestimmten Lasten höher takten können. Generell sollte dadurch eine höhere Gesamtleistung erreicht werden können. Die sechs Efficiency- und vier Performance-Cores der Vorgänger bleiben ebenfalls erhalten.

Apple verkauft auch eine Version des M6 mit 24 GByte RAM und einer Speicherbandbreite von insgesamt 170 GByte/s. Wollen Kunden noch mehr Speicherbandbreite, steht die Option für den M5 Pro mit insgesamt 307 Gbyte/s zur Verfügung

In der Praxis stellt sich unser Testmuster mit M6 und 16 GByte RAM als schneller kleiner Rechner heraus. Wie bei Apple Silicon erwartet, bleibt auch der Energiebedarf vergleichsweise gering. Unter schwerer Last in Games, bei denen GPU und CPU beansprucht werden, messen wir maximal 55 Watt Systemleistung. Im Leerlauf benötigt der Mac Mini 3,5 Watt.

Single- und Multicore-Leistung merklich gestiegen

Dabei dreht das integrierte Lüftungssystem nur auf, wenn es notwendig ist. Der Mac Mini lässt die CPU dabei bis auf 94° C warm werden. Unter dauerhafter Belastung ist dann auch der kleine Lüfter zu hören. Bei regulärer Büroarbeit und leichter Last bleibt das System still.

Leistungstechnisch macht der M6 doch einen recht großen Schritt. In Cinebench 2026 messen wir 819 Punkte im Single-Core-Benchmark. Der M5 im Macbook Air kommt im gleichen Test auf 717 Punkte. Durch die zwei zusätzlichen Cores schneidet der M6 zudem mit 5.657 zu 3.359 Punkten merklich besser ab.

Auch die GPU konnte noch einmal verbessert werden, wenn auch nicht ganz so drastisch. In Geekbench 7, der die Performance mit der Metal-API testet, kommt der M6 auf 89.114 Punkte. Ein M5 im Macbook Air schafft 77.689 Punkte. Das lässt auf eine annähernd identische Grafikleistung schließen. In der Praxis, also etwa in Games, liefert der Mac Mini aber messbar mehr Frames.

In Cyberpunk 2077 können wir bei hohen Details und in 1080p gute 63 fps messen. Das Macbook Air kommt im gleichen Test auf 41 fps. Gleiches gilt für das über die Emulationsebene Rosetta 2 laufende Shadow of the Tomb Raider, das auf dem M6 mit 93 fps bei hohen Details und auf dem M5 mit 40 fps läuft. Hier spielt auch der merklich verbesserte CPU-Teil eine Rolle.

Bessere Neural Engine

In KI-Workloads kann sich vor allem die bessere Neural Engine des M6 behaupten. Apple hat dabei zwei 16-Core-Chips verbaut, während der M5 einen 16-Core-Chip nutzt. Für den Test haben wir mit dem Tool Msty Studio das lokale LLM Qwen 3 0.6b laufen lassen. Der Prompt "write an essay about the future of AI. Keep to a maximum of 5.000 words" wurde mit 118 Token pro Sekunde bearbeitet. Zum Vergleich: Der M5 Max im Macbook Pro 16 kommt im identischen Test auf 100 Token pro Sekunde.

Mac Mini M6 - Testergebnisse
Mac Mini M6 (16 GByte RAM, 256-GByte-SSD)Macbook Air M5 (16 GByte RAM, 1 TByte-SSD)Macbook Pro 16 M5 Max (128 GByte RAM, 8-TByte-SSD)
Cinebench 2026 (10 Minuten, Multi-Core/Single-Core)5.657/819 cb3.359/717 cb9.453/740 cb
Geekbench 7 CPU/GPU Metal14.886/55.674 Punkte--
Diffusion Bee (10 Bilder, 512 x 512 Pixel)1:42 Min.-0:53 Min.
Msty Studio ("write an essay about the future of AI.")118 Token/s-100 Token/s
Cyberpunk 2077 (1.920 x 1.080 Pixel, low/medium/high)101/83/63 fps62/51/41 fps189/172/147 fps
Shadow of the Tomb Raider (1.920 x 1.200 Pixel, low/medium/high)129/98/93 fps76/45/40 fps193/175/167 fps
SSD-Transferleistung (Lesen/Schreiben)3.130/3.272 MByte/s6.743/6.409 MByte/s14.906/13.888 MByte/s

Generell können wir sagen, dass der Mac Mini mit M6 wohl der bisher beste Mac Mini ist. Die Version mit M5 Pro würden wir nur kaufen, wenn wir die zusätzliche Grafikleistung und noch mehr Speicherbandbreite benötigen. Solche Kunden können möglicherweise auch den neuen Mac Studio kaufen, der mehr Anschlüsse und eine bessere Leistung liefert. Wahlweise kommt der auch mit dem M5 Ultra – dem schnellsten Chip auf Basis von Apple Silicon.


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