Abo
  • Services:
Anzeige
WLAN im Bus in Spanien
WLAN im Bus in Spanien (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Störerhaftung: Medienanstalt stellt keinen Missbrauch bei freien WLANs fest

WLAN im Bus in Spanien
WLAN im Bus in Spanien (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg hat bei offenen Funknetzen "keinen Missbrauch" durch die Nutzer beobachtet, der eine Einschränkung des Zugangs oder eine verschärfte Überwachung von Hotspots rechtfertigen könnte. Ein Gesetzentwurf zur Störerhaftung schade mehr, als er nütze.

Anzeige

Die Medienanstalt der Länder Berlin und Brandenburg (Mabb) kritisiert den Entwurf des WLAN-Gesetzes des Bundeswirtschaftsministeriums: "Wir erproben seit über zwei Jahren einen nutzerfreundlichen Zugang zu öffentlichen Hotspots ohne aufwendiges Anmeldeverfahren. Außerdem haben wir die Freifunker beim Aufbau digitaler Infrastrukturen in Berlin unterstützt. Dabei haben wir keinen Missbrauch seitens der Nutzer beobachtet, der eine Einschränkung des Zugangs oder eine verschärfte Überwachung von Hotspots rechtfertigen könnte", hat Mabb-Chef Hans Hege am 18. März 2015 gesagt.

Der Entwurf zur Novellierung des Telekommunikationsgesetzes, der eigentlich der Erleichterung des WLAN-Zugangs dienen solle, gefährde diesen nun. "Anstatt einen unkomplizierten Zugang zu öffentlichen WLAN-Netzen zu ermöglichen und Rechtssicherheit zu schaffen, droht ein unnötiger Anmelde- und Registrierungsprozess. Die Bundesnetzagentur plant zudem eine Verschärfung der Überwachung öffentlicher Hotspots, die praktisch ebenfalls den einfachen Zugang behindern könnten."

Noch gravierender seien die Nachteile für nicht-kommerzielle Anbieter. Freifunknetze würden nicht von der Störerhaftung ausgenommen und seien gegenüber geschäftlichen Anbietern benachteiligt. "Das könnte das Ende eines wichtigen zivilgesellschaftlichen Engagements bedeuten", erklärte die Mabb. Die Mabb will gegen diese Einschränkungen aktiv werden.

WLAN: Kein Anmeldezwang in Berlin

Private Betreiber von offenen WLANs sollen laut dem Entwurf nur dann von der Störerhaftung befreit werden, wenn sie die Namen sämtlicher Nutzer kennen. Zudem gelten für private WLAN-Betreiber noch die Auflagen, die kommerzielle oder öffentliche Betreiber erfüllen müssen. Demnach ist für den Betrieb die Nutzung "anerkannter Verschlüsselungsverfahren" erforderlich und die Nutzer müssen versichern, "keine Rechtsverletzungen zu begehen".

Seit 2012 können in Berlin und Potsdam 100 von der Mabb geförderte WLAN-Hotspots von Kabel Deutschland täglich für 30 Minuten kostenfrei genutzt werden. Erforderlich ist nur eine Bestätigung der Nutzungsbedingungen, eine Anmeldung mit E-Mail-Adresse, Mobilnummer oder Passwort gibt es nicht.

Einen einfachen Zugang bieten auch die Freifunknetze, die sich nach der Mabb-Förderung in Berlin weiter ausgebreitet haben. Über 10.000 WLAN-Zugänge im öffentlichen Raum wurden in den vergangenen Jahren deutschlandweit von den Freifunk-Communitys aufgebaut. Allein in Berlin gibt es über 300 Zugänge.


eye home zur Startseite
hYde 19. Mär 2015

99% gehn schon, fängt bei so einfachen Dingen wie VLANs etc. an. Nur leider fehlt das...

hYde 19. Mär 2015

Was ist mit diesem Rätselwort gemeint? (Wer hierin direkt beim Lesen ein Zitat findet...

Moe479 19. Mär 2015

einige haben einfach _mehr_ rechte als andere! es ist einfach eine frage wer hier die...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. thyssenkrupp AG, Essen
  2. Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main
  3. Ratbacher GmbH, Stuttgart
  4. saracus consulting GmbH, Münster, Baden-Dätwill (Schweiz)


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 49,99€
  2. 35,00€ (nur für Prime-Mitglieder)
  3. 49,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Amazon Channels

    Prime Video erhält Pay-TV-Plattform mit Live-Fernsehen

  2. Bayerischer Rundfunk

    Fernsehsender wollen über 5G ausstrahlen

  3. Kupfer

    Nokia hält Terabit DSL für überflüssig

  4. Kryptowährung

    Bitcoin notiert auf neuem Rekordhoch

  5. Facebook

    Dokumente zum Umgang mit Sex- und Gewaltinhalten geleakt

  6. Arduino Cinque

    RISC-V-Prozessor und ESP32 auf einem Board vereint

  7. Schatten des Krieges angespielt

    Wir stürmen Festungen! Mit Orks! Und Drachen!

  8. Skills

    Amazon lässt Alexa natürlicher klingen

  9. Cray

    Rechenleistung von Supercomputern in der Cloud mieten

  10. Streaming

    Sky geht gegen Stream4u.tv und Hardwareanbieter vor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Wanna Cry: Wo die NSA-Exploits gewütet haben
Wanna Cry
Wo die NSA-Exploits gewütet haben
  1. Deutsche Bahn Schadsoftware lässt Anzeigetafeln auf Bahnhöfen ausfallen
  2. Wanna Cry NSA-Exploits legen weltweit Windows-Rechner lahm
  3. Mc Donald's Fatboy-Ransomware nutzt Big-Mac-Index zur Preisermittlung

Komplett-PC Corsair One Pro im Test: Kompakt, kräftig, kühl
Komplett-PC Corsair One Pro im Test
Kompakt, kräftig, kühl
  1. Corsair One Pro Doppelt wassergekühlter SFF-Rechner kostet 2.500 Euro

Elektromobilität: Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
Elektromobilität
Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
  1. Elektroautos Merkel hofft auf Bau von Batteriezellen in Deutschland
  2. Strategische Entscheidung Volvo setzt voll auf Elektro und trennt sich vom Diesel
  3. Elektromobilität Merkel rechnet nicht mehr mit 1 Million E-Autos bis 2020

  1. Re: Die Bandbreite ist eine Sache, die Latenz...

    GenXRoad | 01:08

  2. Re: Aha..

    Garius | 01:04

  3. Aber wieso?

    __destruct() | 01:03

  4. Re: 1Terabit braucht in 10 Jahren keiner mehr...

    __destruct() | 00:57

  5. Re: Ziemlich viel Geld ...

    burzum | 00:51


  1. 00:01

  2. 18:45

  3. 16:35

  4. 16:20

  5. 16:00

  6. 15:37

  7. 15:01

  8. 13:34


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel