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Lenovos Thinkcentre in der Tiny-Variante.
Lenovos Thinkcentre in der Tiny-Variante. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Ausstattung und reichlich Zubehör

Wer die Packung des M72e vom Paketboten empfängt, bekommt erst einmal einen Schreck. Denn die ist größer, breiter und sogar schwerer als so mancher Notebook-Karton. Erklärbar ist das durch das Zubehör. Die Ausstattung des 400-Euro-Rechners ist sehr großzügig. Neben der kleinen Box mit Rechnerinnenleben gibt es eine Tastatur, die zumindest vom Gefühl her mehr Volumen hat als der Rechner selbst.

Die innere Ausstattung ist für einen Minirechner gut. Im Inneren steckt ein Pentium G640T. Das ist kein Pentium der ersten Generation und ganz sicher auch kein Slot-1-Prozessor, sondern schlicht eine abgespeckte Variante des Sandy-Bridge basierten Core-i-Prozessors (i3/i5/i7-2xxx). Immerhin hat der Prozessor zwei Kerne à 2,4 GHz. Hyperthreading oder Turboboost kann der G640T aber nicht. Mit einem TDP-Wert von 35 Watt würde er auch zu normalen Notebooks gut passen. Als Grafik gibt es Intels HD Graphics als Teil des Hauptprozessors.

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Lenovo spart beim Arbeitsspeicher, der nur 2 GByte groß ist, sich aber erweitern lässt. Die Festplatte, auf der Windows 7 in der Professional- und 64-Bit-Variante installiert ist, bietet 320 GByte Kapazität. Für einen Desktop ungewöhnlich ist die WLAN-Karte. Bei Minirechnern ist diese aber durchaus geläufig. Die Intel 2230 beherrscht nur IEEE 802.11b/g/n. Das 5-GHz-Band bleibt dem Thinkcentre M72e also verwehrt. Bluetooth 4.0+HS gehört auch zur Ausstattung.

  • Thinkcentre M72e Tiny von Lenovo (Bilder: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das Gehäuse ist klein und bietet Front-USB-Anschlüsse. Nur ein SD-Kartenleser fehlt.
  • Die Antennen des Tiny lassen sich abnehmen.
  • Hochkant im Standfuß.
  • Nach dem Lösen einer Schraube lässt sich der Deckel leicht abnehmen.
  • Die auf Gummipuffern liegende Festplatte...
  • ... kann nach dem Lösen zweier Schrauben und des Lautsprecherkabels entnommen werden.
  • 2 GByte sind zu wenig, weswegen wir den Speicher aufgerüstet haben.
  • Innen sind noch weitere Anschlüsse zu sehen.
  • In der Mitte ist beispielsweise der Anschluss für eine serielle Schnittstelle.
Die Antennen des Tiny lassen sich abnehmen.

Sehr gut gefällt uns die Anzahl der Anschlüsse. Fünf USB-Schnittstellen, zwei davon vorne, bietet der Tiny. Diese lassen sich gezielt jeweils einzeln im Bios deaktivieren. Es gibt außerdem einen Displayport, einen VGA-Anschluss per DSUB sowie Gigabit-Ethernet mit Wake on LAN, mit dem wir den Rechner auch erfolgreich von der Ferne aus aufwecken konnten. Über das Bios lässt sich auch eine Startzeit für Wartungsarbeiten als Alternative definieren.

Über einen Kensington-Slot kann der Rechner vor Gelegenheitsdieben geschützt werden. Bei der Größe ist das auch notwendig. Zudem wird mit dem Kensington-Schloss gleichzeitig die einzige Schraube des Gehäuses geschützt. Ein SD-Kartenleser fehlt leider. Das Netzteil ist extern. Damit ist der Rechner eigentlich etwas größer, auch wenn das Netzteil normalerweise in der Nähe der Steckdosenleiste versteckt wird. Das Kabel ist jedenfalls lang genug.

Zur Ausstattung gehört übrigens auch ein interner Lautsprecher für "Business Audio", wie Lenovo es so schön beschreibt. Hinter dem Begriff verbirgt sich die Fähigkeit, Beep Beep Beep und ein Windows-Tataa wiederzugeben. Für alles andere ist der Lautsprecher zu leise.

Schwierige Zubehörlage

Der Kleinstrechner wird in der Theorie auch mit weiterem optionalen Zubehör angeboten. Dazu gehören ein optisches Laufwerk, das dieselbe Grundfläche hat und angedockt werden kann, und ein Akku. Ein Akku für einen Desktop klingt erst einmal seltsam. Aber so kann der Rechner im Prinzip seine eigene USV-Einheit haben. Wer den M72e als Miniserver betreibt, kann sich eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sparen. Im Zweifel lässt sich ein Monitorbild vorsorglich einen der USB-Monitore ermöglichen, die es in vergleichsweise großen Bildformaten gibt.

Leider ist das Zubehör schwierig aufzutreiben. Im Rahmen des Tests ist es uns nicht gelungen, die Produktnummer des Akkus herauszufinden, und auch Lenovo Deutschland konnte die Frage nach dem Akku nicht rechtzeitig beantworten. In der Dokumentation fehlt der Hinweis auf den Akku. Nur das Marketingmaterial nennt ihn. Selbiges gilt auch für das externe optische Laufwerk.

 M72e Tiny im Test: Lenovos leiser Thinkcentre-WinzlingEinfache Erweiterung dank weniger Schrauben 

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Morpf 05. Sep 2014

Ähem, wäre das nicht wenn überhaupt output lag?

cib123 26. Okt 2013

Hab mir ein M72e bestellt und es ist heute angekommen. Mir gefiel eigentlich alles gut...

Anonymer Nutzer 07. Sep 2012

Hallo, vielleicht hat jemand so ein Geraet, oder ein vergleichbares mit Intel HD2000...

as (Golem.de) 19. Aug 2012

Hallo, Per Datenblatt mag es logisch sein. Ich hatte aber gerade erst einen Rechner, der...

elgooG 11. Aug 2012

Also ich weiß nicht was du hast. Die Nettop-Variante des Atoms hat absolut gar keine...



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