M1-CPU: Bastler baut 3D-Support für Linux-VMs auf Apple Silicon

Zur guten Virtualisierung auf Apples neuen M1-CPUs fehlte bisher noch die Grafikbeschleunigung. Ein paar Hacks helfen hier nun weiter.

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Der Virtualisierung auf den M1-Chips fehlte bisher eine Grafikbeschleunigung.
Der Virtualisierung auf den M1-Chips fehlte bisher eine Grafikbeschleunigung. (Bild: Apple)

Der Entwickler Akihiko Odaki hat die Virtualisierung über das Werkzeug Qemu auf Apples ARM M1-CPU um eine 3D-Grafikbeschleunigung erweitert, wie dieser in einer Erklärung dazu auf Github schreibt. Odaki dazu: "Da ich jetzt einen Linux-Desktop brauchte, entschied ich mich, QEMU zu hacken. Die schwierigste Herausforderung ist natürlich die beschleunigte Grafik, aber dafür gibt es Virgil 3D". Bei Letzterem handelt es sich um ein Framework, das es ermöglicht, die OpenGL-Funktionen des Host-Systems an das Gast-System weiterzureichen. Dazu hat Odaki die notwendige Arbeit nun also auch für die neuen Macs mit den Apple Silicon genannten CPUs umgesetzt.

Die prinzipielle Unterstützung für die Open-Source-Virtualisierung Qemu auf der neuen Apple-Plattform hatte zuerst der Entwickler Alexander Graf vor etwa drei Monaten vorgestellt. Graf hat dies benutzt, um zu zeigen, dass sich prinzipiell auch die ARM-Versionen von Windows auf den M1-Macs virtualisieren lassen. Die Arbeiten daran nutzen wiederum das Hypervisor-Framework von Apple, wie von dem Hersteller vorgesehen. Das nutzt inzwischen auch Google für den Android-Emulator oder Docker-Desktop für MacOS.

Was bei den genannten Lösungen aber ebenso wie bei den kommerziellen Anbietern wie etwa Parallels noch fehlt, ist die Unterstützung für die 3D-Grafikbeschleunigung des gesamten Desktops. Um das zu ermöglichen, hat Odaki große Teile des eigentlich für Linux entstandenen Virgil-3D-Systems für MacOS in Qemu umgesetzt. Der wohl wichtigste Baustein hierbei ist die Unterstützung für OpenGL.

Dies basiert aber noch auf den nativen Fähigkeiten von MacOS, so dass die nun vorgestellte Lösung wohl nicht langfristig nutzbar sein wird. Immerhin hat Apple seinen OpenGL-Support längst abgekündigt und verweist stattdessen auf die Nutzung der eigenen Schnittstelle Metal. Für eine Lösung, wie diese von Apple vorgesehen ist, müsste das Virgil-3D-System wohl auf die Schnittstellen für paravirtualisierte GPUs portiert werden, was sehr viel Arbeit in Anspruch nehmen dürfte.

Die Fähigkeiten seiner Arbeiten demonstriert Odaki in einem Video, das mehrere OpenGL- sowie WebGL-Demos zeigt, die in einem Gastsystem mit Ubuntu ausgeführt werden. Der Code der Arbeiten, samt einer Anleitung zur Nutzung, steht auf Github bereit. Dass die Arbeiten mittelfristig jedoch stabil in Qemu und die weiteren genutzten Open-Source-Bestandteile integriert werden, erscheint zumindest derzeit unwahrscheinlich.

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