M-net Technikchef: Deutsche Netze bei Resilienz total veraltet

Während deutsche Netze bei der Resilienz um 20 Jahre zurücklägen, sei man in der Pandemie gut zurechtgekommen. Hier hätten sich die sieben CTOs auf dem kurzen Dienstweg geholfen.

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Hermann Rodler, Geschäftsführer Technik bei M-net am 22. September 22 in Berlin
Hermann Rodler, Geschäftsführer Technik bei M-net am 22. September 22 in Berlin (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Man habe gesehen, wie schwach das Netz in Deutschland bei Naturkatastrophen ist. Das sagte Hermann Rodler, Geschäftsführer Technik bei M-net, am 22. September 2022 auf dem Buglas-Jahreskongress in Berlin: "Man hat in der Naturkatastrophe in Ahrweiler gesehen, wie schwach das System in Deutschland ist." In Neuseeland gebe es die Vorgabe, dass bei Naturkatastrophen innerhalb von sechs Stunden das Mobilfunknetz stehen müsse.

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Hubschrauber flögen dort Basisstationen und Dieselgeneratoren auf die Berge, um das zu ermöglichen. "Innerhalb von sechs Stunden können die Betroffenen wieder mobil telefonieren, die Angehörigen wollen schließlich wissen, was los ist", erklärte Rodler. "Im Ahrtal hat man dagegen drei Wochen gebraucht, bis wieder normal kommuniziert werden konnte." Im OECD-Vergleich liege Deutschland bei der Resilienz 20 Jahre hinter dem Stand der Technik zurück. Rodler war früher bei Nokia dafür verantwortlich, in verschiedenen OECD-Ländern Sondernetze aufzubauen.

Ein paar Gig hin und her geschoben

In der Pandemie habe die Versorgung dagegen gut funktioniert, betonte der Fachmann. "In der Pandemie hatten wir eine Sondergruppe von sieben CTOs in Deutschland. Die wahnsinnigen Verkehrsströme wurden eigentlich gut bewältigt. Es wurde nur partiell mal kurz etwas ausgetauscht. Ich brauche 10 Gig in Frankfurt, du kriegst jetzt 10 Gig in München." Nach zwei bis drei Tagen habe man damit das Problem gelöst.

Durch die Struktur mit 200 Netzbetreibern in Deutschland gebe es "wahnsinnig viele Umleitungsmöglichkeiten", sagte Rodler. Wenn dagegen anderswo zwei Carrier mit wenigen Übergangspunkten agieren, dann könnten diese schnell volllaufen.

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Die Maßnahmen zur Klimaneutralität hätten auch zur Resilienz der Netze beigetragen, erklärte der M-net-Geschäftsführer. "Durch das Ersetzen von DWDM-Knoten für die optisch-elektronische Wandlung können diese Geräte jetzt nicht mehr ausfallen und brauchen auch keinen Strom mehr. Das erhöht natürlich die Resilienz." Eine weitere Maßnahme sei die Ausstattung aller Container im Feld mit Solarpanels. Im Sommer seien diese tagsüber ohne Stromversorgung aus dem Netz gelaufen, sagte Rodler.

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