M-net: München könnte als erste Stadt das Kupfernetz abschalten
M-net-Chef Soeren Wendler hält es für möglich, dass München die erste Stadt wird, in der das Kupfernetz abgeschaltet wird. Das sagte(öffnet im neuen Fenster) Wendler am 20. Mai 2026 auf der Kongressmesse Anga Com in Köln. "Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom läuft zurzeit gut, aber man muss vorsichtig sein", erklärte Wendler Golem auf Anfrage.
Telekom, M-net und die Münchner Stadtwerke hatten im August 2025 ihre Zusammenarbeit zur Nutzung des Glasfasernetzes vorgestellt. Erst durch den angekündigten und begonnenen Überbau und die Weigerung, das gut ausgebaute FTTB-Netz der Münchner-Stadtwerke-Tochter auf Bitstrom-Basis anzumieten, wurde die Vereinbarung von der Telekom erzwungen. "Die Telekom sendet in München ein fatales Signal: Gewährt uns Zugang zur passiven Infrastruktur oder ihr werdet überbaut", erklärte VATM-Geschäftsführer Frederic Ufer zuvor dazu.
M-net: "Bayern Brand aus der Region"
M-net ist der Netzbetreiber in großen bayerischen Metropolen. Der Glasfaserausbau läuft bereits seit dem Jahr 2010. Eine andere Stadt, in der das Glasfasernetz ähnlich gut ausgebaut sei, sei Köln, sagte Wendler weiter. In Köln ist Netcologne seit langem der führende Netzbetreiber. Netcologne ist eine Tochter der GEW Köln und damit praktisch der Stadtwerke.
M-net sei ein "Bayern Brand aus der Region" und mit der Bevölkerung eng verbunden, ergänzte er. Insgesamt ist das Unternehmen gegenwärtig in 700 Gemeinden in Bayern sowie im angrenzenden hessischen Main-Kinzig-Kreis aktiv. In München sind rund 640.000 Haushalte an das Glasfasernetz von Mnet angeschlossen.
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