M-net: Fiber To The Building ist "nicht das Beste"
Glasfaser bis in den Gebäudekeller (FTTB) ist noch nicht die optimale Lösung. Nelson Killius, Sprecher der Geschäftsführung beim bayrischen Netzbetreiber M-net, sagte(öffnet im neuen Fenster) am 28. Mai 2019 auf dem Buglas Sommerfest: "Ich sage nicht, dass FTTB das Beste ist." M-net werde, wenn es irgendwie geht, nur noch FTTH (Fiber To The Home)-Ausbau machen.
Dennoch werde man noch 10 bis 20 Jahre mit FTTB leben müssen, kündigte Killius an. G.fast wird dort eingesetzt, wo die Glasfaser nur bis in den Keller reicht. Das Übertragungsverfahren G.fast nutzt einen Frequenzbereich für die Signalübertragung, wo es Überschneidungen mit Vectoring und Super-Vectoring gibt. Eine Besonderheit ist, dass bei G.fast Upstream und Downstream frei skalierbar sind. 1 GBit/s ist die Summenbandbreite von G.fast, die beispielsweise auf 400 MBit/s im Upload und 600 MBit/s im Download aufgeteilt werden kann.
Schnelles Internet wird Hausstandard
Nötig sei eine hohe Auslastung für Glasfasernetze. "Wir krebsen bei 30 bis 40 Prozent Auslastung herum. Es wäre wichtig, mit der Telekom auf 70 bis 80 Prozent zu kommen", erklärte Killius.
Nach den Worten von Ingeborg Esser, Präsidentin und Hauptgeschäftsführerin des GdW (Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen) werde "es irgendwann so sein, dass der Vermieter schnelles Internet zwingend zur Verfügung zu stellen hat."
"Der Kunde wünscht sich früher oder später 1 GBit/s", sagte Wolfgang Hackenberg, Geschäftsführer Nokia Deutschland, zur künftigen Datenrate. Dies sei auf der letzten Meile aber auch mit Funktechnik zu erreichen, wo der Glasfaserausbau bis ins Haus nicht möglich sei.
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