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M.2 Hat+: Der offizielle SSD-Adapter für den Raspberry Pi ist da

Für den eigenen SSD -Adapter haben die Macher des Raspberry Pi lange gebraucht. Jetzt wird er zu einem moderaten Preis angeboten.
/ Johannes Hiltscher
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Auch mit SSD bleibt der Raspberry Pi 5 kompakt. (Bild: Raspberry Pi Ltd.)
Auch mit SSD bleibt der Raspberry Pi 5 kompakt. Bild: Raspberry Pi Ltd.

Zum Start des Raspberry Pi 5 ( Test ) war dessen interessantestes Feature nicht nutzbar: Über den neuen PCIe-Adapter lässt sich der Single-Board-Computer mit einer NVMe -SSD ausstatten. Allerdings hatte der Hersteller keinen passenden Adapter im Angebot, andere Anbieter sprangen in die Bresche. Jetzt zieht die Raspberry Pi Limited mit einem eigenen, M.2 HAT+ genannten Adapter nach(öffnet im neuen Fenster) .

Der wird auf die GPIO-Pins des Raspberry Pi 5 auf- und über ein flexibles Kabel in den PCIe-Verbinder eingesteckt. Es lassen sich lediglich kurze SSDs im Format 2230 oder 2242 montieren, für die längeren und besser verfügbaren 2280-SSDs ist auf der Oberseite des Pi nicht ausreichend Platz. Sie lassen sich entweder mit dem von uns getesteten Hatdrive Bottom oder der NVMe Base von Pimoroni(öffnet im neuen Fenster) nutzen.

Im Gegensatz zu diesen soll der Raspberry Pi 5 mit M.2 HAT+ weiter in das offizielle Gehäuse passen, wenn auch ohne dessen Lüfter. Dank Aussparung lassen sich auch die beiden Verbinder für Kameras und Displays weiter nutzen.

Im Test konnten wir allerdings im alltäglichen Betrieb keinen signifikanten Geschwindigkeitsvorteil einer SSD feststellen. Interessanter ist eher die größere installierbare Kapazität. Einige Leser berichteten zudem über regelmäßige Ausfälle von SD-Karten, hier kann eine SSD eine langlebigere Alternative sein.

Bald lieferbar

Der M.2 HAT+ wird bereits von diversen Anbietern gelistet, ist bislang allerdings bei keinem lieferbar. Ein Liefertermin wird bislang nicht genannt, mit rund 13 Euro ist der Adapter recht günstig.

Auch zum Grund für die Verzögerung des Adapters äußern sich die Macher des Raspberry Pi: Die Entwicklung der fünften Version sei sehr aufwendig und teuer gewesen. Gleich drei neue Chips, neue Prozesse bei der Fertigung und das komplexe Design der Platine hätten keinen Spielraum mehr für andere Projekte gelassen. Auch habe man in den eigenen Spezifikationen für den PCIe-Verbinder und die HAT genannten Erweiterungsmodule noch Ungereimtheiten gefunden und beseitigt.


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