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Lytro: Lichtfeldkamera in den USA lieferbar

Lytro liefert seine Lichtfeldkamera nun in den USA aus. Die Digitalkamera bricht mit konventioneller Fotografie und ermöglicht es, nachträglich jeden beliebigen Punkt eines Fotos scharf zu stellen.
/ Christian Klaß
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Lytros Light Field Camera ist lieferbar - bisher aber nur in den USA. (Bild: Lytro)
Lytros Light Field Camera ist lieferbar - bisher aber nur in den USA. Bild: Lytro

Die ersten Lichtfeldkameras von Lytro(öffnet im neuen Fenster) werden seit dem 29. Februar 2012 in den USA(öffnet im neuen Fenster) ausgeliefert - je nach Speicherausstattung zu Preisen von 400 US-Dollar (8 GByte) oder 500 US-Dollar (16 GByte). Kunden außerhalb der USA beliefert Lytro derzeit nicht. Ein Marktstart in anderen Regionen soll erst später bekanntgegeben werden, wie Golem.de auf Nachfrage erfuhr.

Lytro - Hersteller zeigt seine Lichtfeldkamera
Lytro - Hersteller zeigt seine Lichtfeldkamera (01:52)

Lytros Light Field Camera sieht aus wie eine kleine Schachtel mit einer Linse an der Vorder- und einem kleinen Touchscreendisplay mit 33 mm Diagonale auf der Rückseite. Damit erfolgen die Motivkontrolle und die Bedienung der Kamera. Die Bildschärfe muss der Nutzer nicht einstellen, das erfolgt nachträglich am Mac - eine Software für Windows ist in Vorbereitung. Fotos können auch im Internet über einen Lytro-eigenen Player im Browser(öffnet im neuen Fenster) angeschaut werden. Die Auflösung gibt Lytro mit 11 Megarays an, die Zahl der durch den Lichtfeldsensor aufgezeichneten Lichtstrahlen.

Licht und Schatten

Die US-Publikation Popular Science hat sich die Lytro-Kamera bereits angesehen(öffnet im neuen Fenster) , die Art und Weise Fotos zu machen, soll sich durch die Form der Kamera und die Technik deutlich von herkömmlichen Kameras unterscheiden. Wer es jedoch gewohnt sei, mit dem Smartphone zu fotografieren, soll sich recht schnell zurechtfinden.

In Bezug auf die Qualität der mit der Lytro geknipsten Fotos kommt Popular Science zu einem gemischten Ergebnis. Die besten Bildergebnisse soll es geben, wenn der Nutzer beim Fotografieren per Druck auf den Touchscreen selbst auswählt, wo sich die Fokussierungsmitte des Bildes befindet. Lytro nennt das den Creative Mode(öffnet im neuen Fenster) . Bei schwachen Lichtverhältnissen soll das Bild mit steigendem ISO-Wert schnell verrauschen. Generell muss zudem laut Popular Science darauf geachtet werden, die Lichtfeldkamera möglichst ruhig zu halten, da die Bilder beim kleinsten Wackler oder sich plötzlich schnell bewegenden Motiven unscharf würden. Das wird als größtes Problem der ersten Generation von Lytro-Kameras gesehen.

Interessant könnte die Lichtfeldfotografie bei einer Integration in Smartphones werden. So könnten schneller Schnappschüsse gemacht werden, bei denen nicht auf das Scharfstellen geachtet wird. Auch der verstorbene Apple-Chef Steve Jobs zeigte sich interessiert an Lytros Light Field Camera und traf sich in seinen letzten Lebensmonaten mit ihren Erfindern, um über die Zukunft der Kameratechnik zu sprechen.


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