• IT-Karriere:
  • Services:

Neue Möglichkeiten der Darstellung

"Als ich das Bild der Biene aufgenommen haben, habe ich darauf geachtet, dass sich die Blume, in der die Biene sitzt, von der Kamera weg wölbt, damit man einen Eindruck von Dreidimensionalität bekommt, wenn man das Bild betrachtet", erzählt Ng. "Man kann die Tiefe spüren. Wenn man sich durch das Bild bewegt, erlebt man die verschiedenen Ebenen. Das Bild zeigt immer noch die Biene, doch es vermittelt auch die Größe der Blume - und das genau ist die Absicht."

  • Ren Ng präsentiert die Lytro Illum auf der Photokina 2014. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Es ist die zweite Lichtfeldkamera, die das kalifornische Unternehmen entwickelt hat. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Eine solche Kamera erfasst mit einem speziellen Sensor unter anderem die Richtung, aus der Licht einfällt - das ermöglicht neuartige Bilder. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Sensor der Illum erfasst 40 Millionen Lichtstrahlen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Display der Kamera hat eine ähnliche Auflösung wie das eines Smartphones. Die Datenverarbeitung übernimmt ein Snapdragon 808. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Objektiv hat einen Brennweitenbereich von 30 bis 250 mm und wurde eigens für die Kamera entwickelt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Es hat eine sehr kurze Naheinstellgrenze - auch Objekte ganz knapp vor der Linse werden scharf abgebildet. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Auf dem Monitor sieht der Fotograf ein normales Sucherbild. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Funktion Depth Assist soll ihm bei der Komposition eines Bildes helfen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Lytros erste Lichtfeldkamera hat ein eher unkonventionelles Design. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Auf dem Monitor sieht der Fotograf ein normales Sucherbild. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Hamburg
  2. energy & meteo systems GmbH, Oldenburg

Da der Monitor aber nur ein zweidimensionales Bild zeigt, hat Lytro für die Illum die Funktion Depth Assist entwickelt, die dem Fotografen bei der Bildkomposition helfen soll: Das ist ein Overlay, das über das Livebild gelegt wird, und bestimmte Schärfeebenen markiert. Objekte im Vordergrund erscheinen dabei in Orangetönen, Objekte im Hintergrund in Blautönen. Ein Tiefenhistogramm neben dem Livebild zeigt den Entfernungsbereich an, den die aktuelle Ansicht abdeckt.

Vom Rohbild zum Living Picture ...

Mit der Aufnahme allein ist es nicht getan: Danach ist einiges an Nachbearbeitung nötig, um die eingefangenen Lichtstrahlen in ein Living Picture zu verwandeln - in dieser Hinsicht ähnelt Lichtfeldfotografie dem Fotografieren im RAW-Format. Ein Living Picture ist ein Bild, das dadurch wirkt, dass der Betrachter interagieren kann: Er kann auf verschiedene Punkte im Bild fokussieren oder die Blende und damit Tiefenschärfe ändern. Das geht beispielsweise im Browser mit der Maus.

Noch eindrucksvoller wirkt es in einer App, die es derzeit nur für iOS gibt - für Android soll sie laut Ng folgen. Die Lagesensoren erkennen, wenn das iPad bewegt wird, und die Software passt das Bild an. "Die Bilder lassen sich großartig auf einem mobilen Gerät betrachten, weil es wegen der vielen Sensoren auf Bewegungen reagiert", beschreibt Ng. Dadurch entstehe beim Betrachter ein Eindruck von Tiefe und Räumlichkeit.

... und zur 3D-Ansicht

Statt eines Living Pictures kann aus den Lichtfelddaten auch eine Animation erzeugt werden, bei der der Betrachter durch das Bild geführt wird. Eine Ausgabe als 3D-Bild oder 3D-Film ist ebenfalls möglich - da die Richtungsinformationen vorhanden sind, lässt sich aus einem Lichtfeldbild ein Stereobild mit leicht veränderter Perspektive errechnen. Auch ein ganz normales Bild im .jpg- oder .tiff-Format kann exportiert werden. Dafür ist aber die Lytro Illum nicht gedacht - zumal die Auflösung wegen der Andersartigkeit des Sensors in der Ausgabe nur 4 Megapixel beträgt. Das reicht laut Ng für ein interaktives Bild aus, das auf einem Display angezeigt wird. Für einen Druck hingegen ist das zu wenig - dafür sollte der Fotograf doch lieber auf seine bewährte Kamera zurückgreifen.

Die Software für die Bearbeitung der Lichtfeldbilder gibt es für den Mac und für den Windows-Rechner. Hierfür sollen ebenso in "naher Zukunft" Aktualisierungen kommen wie für die Firmware der Kamera. Zudem arbeite Lytro an neuen Sensorlinsen und weiterer Technik für künftige Produkte. Einen Termin zur Vorstellung konnte Ng jedoch noch nicht nennen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Bahnen von Lichtstrahlen berechnen
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


Anzeige
Top-Angebote
  1. 69,99€ (Release 18.06.)
  2. 79,99€ (Release 18.06.)
  3. (u. a. Total War Promo (u. a. Total War: Three Kingdoms für 25,99€, Total War: Attila für 9...
  4. (u. a. Samsung GQ65Q700T 65 Zoll 8K für 1.199€, LG OLED65BX9LB 65 Zoll OLED für 1.555€)

stoney0815 29. Sep 2014

Ist nur so ein gedanke, aber gerade in diesem Bereich wäre es ja äusserst interessant...

EQuatschBob 22. Sep 2014

Wenn ich mich recht entsinne, war bei der ersten Lytro das Fileformat proprietär und nur...

muhzilla 22. Sep 2014

Offenblende heißt, dass die Blende AUF ist. AUF ist die Blende bei KLEINER Blendenzahl...

violator 21. Sep 2014

Was ja nicht schlimm ist, bei ner richtigen Kamera seh ich auch keinen Unterschied ob...

körner 21. Sep 2014

Prinzipbedingt stimmt das nicht. Die Tiefenauflösung ist für jeden Megaray auf dem...


Folgen Sie uns
       


Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /