Lytro Cinema: Lichtfeldfilmkamera soll das Kino verändern

Nach dem Rückzug aus dem Endkundengeschäft will sich Lytro auf Profis konzentrieren und eine Lichtfeldkamera für visuelle Effekte anbieten, mit der sich der Postproduktion neue Möglichkeiten bieten.

Artikel veröffentlicht am ,
Lytro Cinema nimmt das Lichtfeld um sich herum auf.
Lytro Cinema nimmt das Lichtfeld um sich herum auf. (Bild: Lytro)

Die Lytro Cinema Kamera ist für den VFX-Markt (visuelle Effekte) gedacht und soll 3D-Raumdaten mit bis zu 300 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Die Kamera nimmt das Lichtfeld um sich herum auf. Das bedeutet, sie erfasst alle Lichtstrahlen, die in das Objektiv einfallen, samt Farbe, Intensität und Bewegung sowie die Richtung, aus der sie kommen.

Stellenmarkt
  1. Teamlead Product Owner IT (m/w/d)
    Waschbär GmbH, Freiburg im Breisgau
  2. Anwendungsentwickler SAP UI5 (w/m/d)
    SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Graben-Neudorf
Detailsuche

Die aufgenommenen Szenen lassen sich ähnlich wie eine Rendering-Szene in einem 3D-Programm bearbeiten. Auch die Schärfeebene kann gewechselt werden. Außerdem ergeben sich interessante Möglichkeiten wie die nachträgliche Manipulation oder Extraktion der gefilmten Objekte. Jedes Objekt steht laut Lytro praktisch vor einem eigenen Greenscreen. Auch die Änderung der Bildwiederholrate und des Verschlusswinkels sind laut Herstellerwebsite im Nachhinein möglich, um Bewegungsunschärfen zu erzeugen. Das Bildmaterial soll sich in diversen Formaten wie Imax- und RealD, aber auch in traditionellen Kino- und Fernsehformaten exportieren lassen.

Auflösung von 755 RAW-Megapixeln

Lytro will mit dem Kamerasensor eine Dynamik von 16 Blendenstufen erreichen. Hinsichtlich der Auflösung gibt Lytro einen schwer vergleichbaren Wert an. Die Kamera soll 755 RAW Megapixel aufnehmen können. Damit ist nicht die Zahl der Bildpunkte auf dem Sensor gemeint, sondern die der eingefangenen Lichtstrahlen. Bei der Consumerkamera Lytro Illum wurde der Wert mit 40 Millionen Lichtstrahlen oder 40 Megaray angegeben. Inwieweit diese Werte vergleichbar seien, gab Lytro nicht an. Zumindest soll die Kamera bis zu 400 GByte Rohdaten pro Sekunde erzeugen. Wie diese genau gespeichert werden sollen, ist offen.

Mieten statt kaufen

Die Kamera hätte aber keine Chance, wenn ihre Daten sich nicht in Produktions- und Nachbearbeitungsprozesse einbinden ließen. Aus diesem Grund will Lytro für die gängigen Produkte Plugins bereitstellen.

Golem Akademie
  1. Hands-on C# Programmierung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    4.–5. November 2021, virtuell
  2. Java EE 8 Komplettkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    29. November–3. Dezember 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Lytro Cinema soll ab dem dritten Quartal 2016 zur Miete angeboten werden, wobei auch ein Server zum Speichern enthalten ist. Was die Kamera bietet, soll ab 19. April 2016 präsentiert werden. Dann soll auf der National Association of Broadcasters (NAB) Conference in Las Vegas ein Kurzfilm gezeigt werden, bei dem unter anderem Oscar-Preisträger Robert Stromberg mitwirkte.

Im November 2015 hatte Lytro seine erste Lichtfeldkamera für Video und virtuelle Realität vorgestellt. Die Lytro Immerge ist eine 360-Grad-Lichtfeldkamera, die vollständig neu entwickelt wurde. Immerge hat die Form einer Kugel, die in fünf Segmente unterteilt ist. Die Kamera nimmt das gesamte Lichtfeld um sich herum auf.

Die Lytro Immerge soll einige Hunderttausend US-Dollar kosten, wie Wired im November 2015 berichtete. Aus dem Privatkundengeschäft hatte sich Lytro erst kürzlich verabschiedet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Corsair Xeneon 32QHD165 im Test
Weniger Kabelsalat auf dem Zockertisch

Der Xeneon 32QHD165 ist Corsairs erster Gaming-Monitor. Das Debüt gelingt dem Hersteller durch ein tolles 32-Zoll-Panel und Kabelmanagement.
Ein Test von Oliver Nickel

Corsair Xeneon 32QHD165 im Test: Weniger Kabelsalat auf dem Zockertisch
Artikel
  1. Pixel 6 und 6 Pro im Test: Google hat es endlich geschafft
    Pixel 6 und 6 Pro im Test
    Google hat es endlich geschafft

    Das Pixel 6 und Pixel 6 Pro werden endlich Googles Rang als Android-Macher gerecht: Die Smartphones bieten starke Hardware und sinnvolle Software.
    Ein Test von Tobias Költzsch

  2. Software-Update: Homepod-Lautsprecher unterstützen Apple Music in HD-Qualität
    Software-Update
    Homepod-Lautsprecher unterstützen Apple Music in HD-Qualität

    Apples Homepod-Lautsprecher können Lieder von Apple Music neuerdings in HD-Qualität abspielen. Das passiert aber nicht automatisch.

  3. Einführung in Jira für Einsteiger und Fortgeschrittene
     
    Einführung in Jira für Einsteiger und Fortgeschrittene

    Zwei Jira-Workshops der Golem Akademie vermitteln Teilnehmenden Kenntnisse zur Nutzung und Anwendung des mächtigen Tools sowie zur individuellen Anpassung an das jeweilige Projekt.
    Sponsored Post von Golem.de

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Speicherprodukte von Sandisk & WD zu Bestpreisen (u. a. Sandisk SSD Plus 2TB 140,99€) • Epos H3 Hybrid Gaming-Headset 144€ • Apple MacBook Pro 2021 jetzt erhältlich ab 2.249€ • EA-Spiele für alle Plattformen günstiger • Nintendo Switch OLED Weiß 365,97€ [Werbung]
    •  /