Lyra: Googles effizienter Sprachcodec ermöglicht Portierung

Bisher nutzte Googles Sprachcodec Lyra noch eine proprietäre Bibliothek. Diese ist nun Open Source und das Projekt kann portiert werden.

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Das Logo von Lyra ist eine Stimmgabel.
Das Logo von Lyra ist eine Stimmgabel. (Bild: Pixabay)

Google hat seinen Sprachcodec Lyra in Version 0.0.2 veröffentlicht. Die wohl wichtigste Änderung für diese Veröffentlichung ist der komplette Verzicht auf eine bisher genutzte proprietäre Bibliothek. Diese wird zur Multiplikation dünn besetzter Matrizen verwendet. Google lieferte diese bisher lediglich im Binärcode als dynamische, gelinkte Bibliothek aus. Mit Lyra 0.0.2 ist der Code dazu nun aber auch Open Source und kann weiter verwendet werden.

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Aus der freien Verfügbarkeit und Nutzbarkeit der erwähnten Bibliothek ergibt sich, dass der Code des Lyra-Projekts nun auch vollständig auf andere Plattformen und Werkzeuge portiert werden kann. So nutzt nun auch Google selbst standardmäßig Werkzeuge auf Basis von GCC zum Bauen von Lyra unter Linux statt wie bisher Clang. Das dürfte die Wiederverwendung von Lyra durch Dritte ebenfalls deutlich vereinfachen oder überhaupt erst ermöglichen. Bisher ist Lyra vor allem für die Nutzung in Android gedacht.

Erstmals vorgestellt hatte Google Lyra im Februar dieses Jahres und anschließend größtenteils offengelegt. Das Besondere dabei ist, dass der Codec auf KI-Technik und Machine Learning basiert, weshalb der Hersteller selbst das Projekt auch als "revolutionären neuen Audio-Codec" beschrieb. Lyra ermöglicht eine Codierung von Sprache noch mit 3 KBit/s.

Der Codec basiert auf der Idee klassischer Vocoder. Das heißt, die zu übertragende Sprachaufnahme wird nicht als Wellenform komprimiert wie etwa in Opus. Stattdessen wird die Sprache in kleinere Segmente aufgeteilt und wichtige Parameter werden extrahiert, aus denen wiederum am anderen Ende der Verbindung Sprache erzeugt wird. Bei der Verarbeitung setzt Lyra auf Spektrogramme, die das natürliche Hörempfinden von Menschen berücksichtigen.

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M.P. 29. Jun 2021

Neben der Senkung der Bandbreite ist doch sicherlich auch der "Fußabdruck" in dem Gerät...

M.P. 29. Jun 2021

... hat Profile mit Bitraten von bis herab zu 4,8 kBit/s... 3 kBit/s sind da noch einmal...



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