Vorwurf: Uber bekämpft Konkurrenten mit schmutzigen Methoden

Uber soll versuchen, seinen Hauptkonkurrenten Lyft zu vernichten. Scheinfahrten würden gebucht und Fahrer mit hohen Prämien abgeworben, so ein unbestätigter Bericht aus Unternehmenskreisen.

Artikel veröffentlicht am ,
Taxi-Konkurrent Lyft
Taxi-Konkurrent Lyft (Bild: Lyft)

Uber soll mit der Operation Slog versuchen, den Konkurrenten Lyft aus dem Markt zu drängen. Dies berichtet das Onlinemagazin The Verge aus internen Dokumenten und Gesprächen mit ehemaligen und aktiven Uber-Beschäftigten. So würde Uber mit einer Rekrutierungskampagne direkt Fahrer aus den Lyft-Wagen abwerben, wobei Geldprämien von 750 US-Dollar an den werbenden Brand Ambassador gezahlt würden.

Stellenmarkt
  1. IT-Security Systemspezialistin/IT-Securi- ty Systemspezialist (m/w/d)
    Landschaftsverband Rheinland LVR-InfoKom, Köln
  2. IT-Service Manager (w/m/d)
    Bw Bekleidungsmanagement GmbH, Köln
Detailsuche

Uber würde zudem verdeckt Fahrten bei Lyft buchen und diese dann kurzfristig wieder absagen, um die Firma zu schädigen. Lyft hatte in den vergangenen Wochen erklärt, dass Uber in über 5.560 Fällen zu dieser Taktik gegriffen hätte.

Uber richtet sich dabei mit seinen Street Teams unter dem Slogan Shavethestache ("Rasier den Schnurrbart") gegen seinen größten Konkurrenten Lyft, eine Anspielung auf den großen rosa Schnurrbart, den die Wagen von Lyft als Erkennungszeichen tragen. Weitere Konkurrenten von Uber sind Sidecar, Hailo und Gett.

Uber erklärte dazu im Unternehmensblog: "Wir können nicht erfolgreich Fahrer rekrutieren, ohne mit ihnen zu sprechen - und das bedeutet, mit ihnen zu fahren. Es geht uns um mehr und bessere wirtschaftliche Chancen für die Fahrer. Wir benutzen niemals Marketing-Taktiken, die einen Fahrer darin hindern, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, weshalb wir auch niemals absichtlich Fahrten bestellen und wieder absagen." The Verge zitiert dagegen einen vermeintlichen Uber-Beschäftigten mit der Aussage, dass Uber täglich zu solchen Praktiken aufrufe und schlicht "lügen" würde.

Golem Akademie
  1. DP-203 Data Engineering on Microsoft Azure virtueller Vier-Tage-Workshop
    12.-15.09.2022, virtuell
  2. Linux-Systeme absichern und härten: virtueller Drei-Tage-Workshop
    07.-09.06.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Uber ist in 90 US-amerikanischen Städten und weltweit in 42 Ländern vertreten, Lyft in 68 US-Städten. In der vergangenen Finanzierungsrunde erhielt Lyft 250 Millionen US-Dollar von Investoren wie dem chinesischen Internetkonzern Alibaba. Uber bekam zuletzt 1,2 Milliarden US-Dollar von Geldgebern wie Google Ventures und wurde dabei mit 17 Milliarden US-Dollar bewertet.

Uber hatte in der vergangenen Woche David Plouffe engagiert, einen früheren Topberater von US-Präsident Barack Obama. Plouffe wird sich als Senior Plouffe Vice President für Politik und Strategie der rechtlichen Probleme mit den Taxiunternehmern annehmen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Eckstein 28. Aug 2014

Die wollen nicht mit ihren "eigenen Fahrern" (man vermittelt ja schließlich nur) Probe...

jose.ramirez 27. Aug 2014

Du verwechslst hier Google mit Microsoft, die ja jedem Krebsgeschwür das ebenso mafios...

SpeakerSeeker 27. Aug 2014

Und genau wegen solchen Verhaltensweisen will ich nie für derartige Firmen arbeiten. Wenn...

pbernsmann 27. Aug 2014

Ja, nur haben unsere Konkurrenten da einfach ausgedachte Nummern angegeben, die es gar...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Sicherheitslücke
Die Schadsoftware, die auf ausgeschalteten iPhones aktiv ist

Forschern ist es gelungen, eine Schadsoftware auf ausgeschalteten iPhones mit vermeintlich leerem Akku auszuführen. Denn ganz aus sind diese nicht.

Sicherheitslücke: Die Schadsoftware, die auf ausgeschalteten iPhones aktiv ist
Artikel
  1. Umweltschutz: Leipziger Forscher entdecken Enzym für Plastikrecycling
    Umweltschutz
    Leipziger Forscher entdecken Enzym für Plastikrecycling

    Ein neu entdecktes Enzym soll das biologische Recycling von Kunststoff deutlich beschleunigen.

  2. Bundeswehr: Das Heer will sich nicht abhören lassen
    Bundeswehr
    Das Heer will sich nicht abhören lassen

    Um sicher zu kommunizieren, halten die Landstreitkräfte in NATO-Missionen angeblich ihre Panzer an und verabreden sich "von Turm zu Turm".
    Ein Bericht von Matthias Monroy

  3. Beschäftigte: Microsoft wird Prämien und Aktienoptionen stark erhöhen
    Beschäftigte
    Microsoft wird Prämien und Aktienoptionen stark erhöhen

    Microsoft muss, um seine Experten zu halten, deutlich mehr für Prämien und Aktienoptionen ausgeben. Meta hatte einigen das doppelte Gehalt geboten.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 400€ Rabatt auf Gaming-Stühle • AOC G3 Gaming-Monitor 34" UWQHD 165 Hz günstig wie nie: 404€ • Xbox Series X bestellbar • MindStar (u.a. Gigabyte RTX 3090 24GB 1.699€) • LG OLED TV (2021) 65" 120 Hz 1.499€ statt 2.799€ [Werbung]
    •  /