Lycos: Der Labrador liefert E-Mails nur noch gegen Geld aus

Ja, den E-Mail-Dienst von Lycos gibt es noch - der Internetpionier hat allerdings schlechte Nachrichten für die Nutzer der kostenlosen Version: Am 15. Mai 2018 wird sie eingestellt. Ganz verschwinden wird Lycos Mail aber nicht, die kostenpflichtige Version bietet das Unternehmen weiterhin an.

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Der Labrador hat keine Lust mehr, ohne Bezahlung zu laufen.
Der Labrador hat keine Lust mehr, ohne Bezahlung zu laufen. (Bild: Symbolbild/Pixabay/CC0 1.0)

Der schwarze Labrador war in den 1990er Jahren ein Sinnbild für "das Internet": Der Suchmaschinenpionier Lycos warb mit dem freundlichen Tier, das in Werbespots durch die Landschaft wetzte, um Dinge auszuliefern und dabei niedlich zu hecheln.

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Mit dem Aufstieg Googles in den späten 2000ern verschwand Lycos und dessen Dienste aber langsam aus der Wahrnehmung der Nutzer. Das Unternehmen gibt es aber immer noch und bietet unter anderem einen E-Mail-Dienst an. Diesen gab es bisher in einer Gratisversion und einer kostenpflichtigen Variante - damit ist jetzt allerdings Schluss.

Das kostenlose Lycos Mail wird abgeschafft, wie Lycos etwas versteckt auf seinen Hilfeseiten ankündigte. Zum 15. Mai 2018 wird der Dienst abgeschaltet, ab diesem Zeitpunkt können Nutzer keine E-Mails mehr empfangen und sich nicht mehr einloggen. Das bedeutet, dass Anwender bis zu diesem Stichtag ihre Nachrichten herunterladen und sichern müssen, ansonsten sind sie verloren.

Was die Hintergründe der Abschaffung betrifft, ist Lycos überraschend ehrlich: Einen E-Mail-Dienst anzubieten, koste das Unternehmen Geld, und mit Hilfe von Werbeanzeigen verdiene Lycos schlicht nicht mehr genug, um den Service aufrechtzuerhalten.

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Stattdessen setzt Lycos in Zukunft voll auf seine Bezahlvariante: Für entweder 5 US-Dollar bei monatlicher Zahlung, 20 US-Dollar pro Jahr oder 50 US-Dollar für drei Jahre können Nutzer weiterhin Lycos Mail verwenden. Dafür bekommen sie POP und IMAP sowie 5 GByte Speicherplatz. Wer schon ein Bezahlkonto hat, kann Lycos Mail wie gehabt weiternutzen.

Kostenpflichtige Version dürfte auf wenig Interesse stoßen

Die Nachfrage nach diesem Angebot dürfte begrenzt bleiben angesichts der Tatsache, dass etwa bei Gmail kostenlos 15 GByte Speicherplatz zur Verfügung stehen - dank des mit dem Google-Konto verknüpften Drive-Speicherplatzes. So dürfte einer der Internetpioniere der 1990er Jahre weiter aus dem Blickfeld verschwinden - was bleibt, sind die Hunde-Werbespots auf Youtube.

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widdermann 12. Mai 2018

Das liegt vor allem daran, dass diese von Spammern massenhaft registriert und genutzt...

artavenue 24. Apr 2018

irgendwie hat dein Satz eine Klingel in meinem Kopf geleutet ... da war doch was.

1st1 24. Apr 2018

Das im Artikel verlinkte Video ist auf jeden Fall witzig. Vor allem wenn man weiß, wo es...

Dawkins 24. Apr 2018

Pardon, aber das ist schlicht Blödsinn. Google behält sich in den Geschäftsbedingungen...



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