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LXQT 0.7: Erste Version von LXDE-Qt-Port erschienen

Nach ersten Portierungen und der Vereinigung mit dem Razor-Qt- und Maui-Team steht nun eine ersten Version des Qt -Ports von LXDE bereit.
/ Sebastian Grüner
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LXQT 0.7 ist erschienen. (Bild: LXQT.org/CC-BY-SA 3.0)
LXQT 0.7 ist erschienen. Bild: LXQT.org/CC-BY-SA 3.0

"Die Linux-Community sehe immer nur Abspaltungen, nie Vereinigungen" , ist eine häufig vorgebrachte Kritik. Mit der Veröffentlichung von LXQT 0.7 beweist das Entwicklerteam das klare Gegenteil und zitiert diese Kritik in der offiziellen Ankündigung,(öffnet im neuen Fenster) , um zu zeigen: Es geht auch anders.

Zu Beginn des vergangenen Jahres stellte LXDE-Hauptentwickler Hong Jen Yee(öffnet im neuen Fenster) eine experimentelle Qt-Portierung des Pacmanfm-Dateimanagers vor. Viele Teile der Desktopumgebung folgten, und schließlich hat sich die Community des ebenfalls Qt-basierten Razor Desktops angeschlossen. Unterstützt wird die Arbeit an dem neuen Qt-Desktop vom Maui-Projekt(öffnet im neuen Fenster) , das eine Qt-Shell auf Basis von Wayland und Weston erstellt.

Das nun erschienene LXQT wird als direkter Nachfolger von Razor-Qt 0.5 angesehen. Dazu wurden aber nicht nur Pacmanfm integriert, vielmehr ist auch ein Großteil der grundlegenden Bestandteile komplett überarbeitet worden. So ist die Desktoparchitektur mittlerweile so modular, dass viele Komponenten einfach ausgetauscht werden können.

Neu hinzugekommen ist die Unterstützung für Systemd und auch die Systemeinstellungen sind verbessert worden. Letztere erlauben nun die Konfiguration des Bildschirms, Tastaturlayouts oder auch die Auswahl verschiedener Designs. Schon jetzt sind viele Programme kompatibel zu Qt5 und mittels Qt-Wayland ist X.org zur Darstellung einiger weniger Teile nicht mehr notwendig. Im Zuge der Portierung auf die neuen Techniken wird LXQT künftig eventuell auch auf die neuen KDE-Basisbibliotheken Frameworks 5 zurückgreifen.

Der Quellcode des noch als Alphaversion bezeichneten LXQT 0.7 steht zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit. Binär-Pakete(öffnet im neuen Fenster) sind unter anderem für Ubuntu und Opensuse verfügbar.


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