LVFS: Linux-Firmware-Projekt wandert zur Linux Foundation

Dank dem Linux-Vendor-Firmware-Service (LVFS) können Linux-Nutzer schnell und einfach Firmware-Updates für ihre Geräte einspielen. Das Projekt bekommt nun eine neutrale Heimat bei der Linux-Foundation. Bisher war LVFS ein Nebenprojekt eines Red-Hat-Angestellten.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Linux Foundation ist künftig für das LVFS verantwortlich.
Die Linux Foundation ist künftig für das LVFS verantwortlich. (Bild: Christopher Michel, flickr.com/CC-BY 2.0)

Seit mehr als vier Jahren arbeiten Red-Hat-Entwickler daran, Firmware-Updates Linux so einfach zu gestalten wie unter Windows. Das daraus entstandene Projekt des Linux-Vendor-Firmware-Services (LVFS) ist künftig offiziell bei der Linux-Foundation als neutrale Dachorganisation beheimatet, wie die Organisation mitteilt. Mitbegründer und Betreuer des Projekts, Richard Hughes, erhofft sich von dem Schritt, dass LVFS dadurch eine größere Glaubwürdigkeit bei anderen Mitgliedern der Linux-Foundation bekommt. Immerhin ist das Projekt bisher hauptsächlich durch Red Hat gepflegt und unterstützt worden.

Stellenmarkt
  1. Leiter Soft- und Hardwareentwicklung (m/w/d)
    Indu-Sol GmbH, Schmölln
  2. Gesundheitsökonom / -wissenschaftler / Datenbankspezialist (m/w/d)
    spectrumK GmbH, Schwerin
Detailsuche

Der LVFS-Dienst selbst ist für die Verteilung von Metadaten und eben auch den Firmware-Updates selbst zuständig. Eingespielt werden können diese Updates durch Linux-Nutzer mithilfe des Kommandozeilenwerkzeugs Fwupdmgr sowie über die grafischen Anwendungen Gnome Software oder KDE Discover. Als Hintergrunddienst wird dafür der Daemon fwupd genutzt, der auch als Namensgeber für die Domain des LVFS fungiert. Inzwischen unterstützen mit Lenovo, HP und Dell die größten PC-Hersteller und mit AMI und Phoenix auch die größten Firmware-Hersteller das Projekt.

Dass der Linux-Dienst inzwischen so erfolgreich funktioniert und sich immer größerer Beliebtheit erfreut, liegt wohl auch an einer Entscheidung von Microsoft. Eine der Voraussetzungen für die offizielle Unterstützung von Windows 10 durch einen Gerätehersteller ist, dass diese UEFI Update Capsules unterstützen müssen - also einen standardisierten Mechanismus für Firmware-Updates.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Peter Jones und der Unterstützung von Dell sind schließlich die notwendigen Werkzeuge samt dazugehöriger Infrastruktur entstanden, um diese standardisierten Updates auch unter Linux nutzen zu können. Weitere Details zur Entstehungsgeschichte liefert ein Blogeintrag des Gnome- und Red-Hat-Entwicklers Christian Schaller. An dem Projekt selbst soll sich laut Hughes zunächst nicht viel ändern. So werde er weiter Ansprechperson für den Dienst bleiben und die Webseite weiter pflegen. Die Seite werde demnächst wohl aber etwas umgestaltet und vor allem die Infrastruktur von Menschen gepflegt, "die tatsächlich verstehen, wie man Sysadmin ist".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Fernsehen
Mit Satelliten-TV, Kodi und Ethernet zur Videosammlung

Satelliten-Fernsehen ist die beste Möglichkeit, sich eine private Film- und Seriendatenbank aufzubauen. Wir zeigen, welche Technik gebraucht und wie sie eingerichtet wird.
Eine Anleitung von Mathias Küfner

Fernsehen: Mit Satelliten-TV, Kodi und Ethernet zur Videosammlung
Artikel
  1. Delfast Top 3.0: Ukrainische Armee setzt E-Motorräder zur Panzerjagd ein
    Delfast Top 3.0
    Ukrainische Armee setzt E-Motorräder zur Panzerjagd ein

    Ukrainische Infanteristen nutzen E-Motorräder, um leise und schnell zum Einsatz zu gelangen und die Panzerabwehrlenkwaffe NLAW zu transportieren.

  2. Entlastungspaket: Länder stimmen für 9-Euro-Ticket
    Entlastungspaket
    Länder stimmen für 9-Euro-Ticket

    Der Bundesrat hat das Entlastungspaket bewilligt. ÖPNV-Verkehrsverbünde starten in den nächsten Tagen den Verkauf des 9-Euro-Tickets.

  3. Missbrauchs-Vorwürfe: SpaceX zahlte 250.000 US-Dollar Abfindung
    Missbrauchs-Vorwürfe
    SpaceX zahlte 250.000 US-Dollar Abfindung

    Elon Musk soll einer Flugbegleiterin Geld für Sex angeboten haben. SpaceX zahlte für eine Geheimhaltungsvereinbarung.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Borderlands 3 gratis • CW: Top-Rabatte auf PC-Komponenten • Inno3D RTX 3070 günstig wie nie: 614€ • Ryzen 9 5900X 398€ • Top-Laptops zu Tiefpreisen • Edifier Lautsprecher 129€ • Kingston SSD 2TB günstig wie nie: 129,90€ • Samsung Soundbar + Subwoofer günstig wie nie: 228,52€ [Werbung]
    •  /