LVFS: Coreboot-Updates sollen nutzerfreundlich werden

Dank dem Linux-Vendor-Firmware-Service (LVFS) können Linux-Nutzer schnell und einfach Firmware-Updates für ihre Geräte einspielen. Das soll künftig auch mit Coreboot funktionieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Coreboot-Maskottchen ist ein Hase.
Das Coreboot-Maskottchen ist ein Hase. (Bild: Jo Garbutt, flickr.com/CC-BY 2.0)

Bisher ist die Nutzung der freien Firmware Coreboot bis auf Googles Chromebooks und einige Hersteller wenig verbreitet und auch ein Firmware-Update mit Coreboot ist im Vergleich zu gängigen Alternativen wenig nutzerfreundlich. Das zeigt etwa die Anleitung des Herstellers Purism, der Coreboot-Updates durch ein eigenes Skript vereinfachen will. Künftig soll Coreboot aber auch über den Linux-Vendor-Firmware-Service (LVFS) aktualisiert werden können.

Stellenmarkt
  1. Facharchitektur-Analystin / Analyst (m/w/d)
    Bundeskriminalamt, Wiesbaden
  2. Ingenieur (m/w/d) Scientific Application / Support Schwerpunkt Data Analytics und Condition Monitoring
    Beckhoff Automation GmbH & Co. KG, Verl
Detailsuche

Darüber berichtet der Entwickler Patrick Rudolph des Unternehmens 9 Elements, das im Sommer auch einen Coreboot-Port für eine moderne Server-Plattform ankündigte. Mit dem seit rund fünf Jahren existierenden LVFS können wiederum Firmware-Updates durch Hersteller verteilt werden. Mit dem Kommandozeilenwerkzeug Fwupdmgr sowie über die grafischen Anwendungen Gnome Software oder KDE Discover können diese dann einfach von Nutzern eingespielt werden.

Bisher funktioniert das recht einfach für UEFI-Systeme, da diese Firmware-Variante sogar über eine standardisierte Update-Schnittstelle verfügt. Inzwischen unterstützen mit Lenovo, HP und Dell, Asus und Acer auch die Marktführer den Dienst.

Erweiterungen für LVFS notwendig

Damit die einfachen Updates für Coreboot künftig auch über den LVFS funktionieren, müssen laut Rudolph zunächst die Werkzeuge des Dienstes erweitert werden. So hat Rudolph bereits ein Plugin erstellt, das die genutzte Coreboot-Version erkennt.

Golem Akademie
  1. Elastic Stack Fundamentals - Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats
    26. - 28. Oktober 2021, online
  2. OpenShift Installation & Administration
    9.-11. August 2021, online
Weitere IT-Trainings

Zuvor wurde bereits von anderen ein Flashrom-Plugin erstellt, sodass der LVFS das von Coreboot zum Flashen genutzte Standardwerkzeug verwenden kann. Noch hinzukommen müssen laut Rudolph Erweiterungen zum Linux-Kernel, um die Laufzeitinformationen von Coreboot auch tatsächlich an das Linux-System und die darauf laufenden Werkzeuge weiterzureichen.

Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, können Gerätehersteller nach Angaben von Rudolph dann einfache Coreboot-Updates über den LVFS vertreiben. Hilfreich sein sollte das etwa für Nutzer von Rechnern von Purism oder auch System 76, die nun Coreboot-Laptops anbieten. Auch der deutsche Hersteller Tuxedo Computers möchte künftig auf Coreboot setzen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Glasfaser
Berliner Senat blamiert sich mit Gigabitstrategie

Der Berliner Senat ist nach Jahren aus dem Dämmerzustand hochgeschreckt und hat nun eine Gigabitstrategie. Warum haben sie nicht einfach geschwiegen?
Ein IMHO von Achim Sawall

Glasfaser: Berliner Senat blamiert sich mit Gigabitstrategie
Artikel
  1. Selbständige: Vodafone mit neuen Tarifen ohne Preissteigerung
    Selbständige
    Vodafone mit neuen Tarifen ohne Preissteigerung

    Vodafone wird seine Preise in neuen Tarifen für Selbständige nach 24 Monaten nicht mehr anheben.

  2. Gorillas-Chef: Entlassungen sind im Interesse der Community
    Gorillas-Chef
    Entlassungen sind "im Interesse der Community"

    Der Chef des Gorillas-Lieferdienstes rechtfertigt die Kündigung eines Arbeiters. Eine Fahrerin mit blauen Flecken am Rücken bewertet das anders.

  3. Coronapandemie: Einige Microsoft-Admins schliefen direkt in Rechenzentren
    Coronapandemie
    Einige Microsoft-Admins schliefen direkt in Rechenzentren

    Um weite Arbeitswege und Verspätungen zu vermeiden, hatten es sich einige Microsoft-Mitarbeiter in den eigenen Rechenzentren bequem gemacht.

Bernharddd 13. Nov 2019

Auch die genannten Hersteller unterstützten LVFS nur für einigermaßen aktuelle Modelle...


Folgen Sie uns
       


Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Dualsense 59,99€ • Battlefield 2042 PC 53,99€ • XXL Sale bei Alternate • Rainbow Six Extraction Limited PS5 69,99€ • Sony Pulse 3D-Headset PS5 99,99€ • Snakebyte Gaming Seat Evo 149,99€ • Bethesda E3 Promo bei GP [Werbung]
    •  /