Luxuskamera: Leica Mini M als Vollformatsystemkamera?

Der Kamerahersteller Leica hat für den 11. Juni 2013 eine neue Digitalkamera angekündigt. Die Leica Mini M wurde in einem Foto auf Facebook(öffnet im neuen Fenster) zwischen den schon bekannten Kameras Leica M und Leica X2 positioniert.
Die aktuelle Leica M wurde zur Photokina 2012 vorgestellt und enthält einen Vollformatsensor mit 24 Megapixeln. Sie ist die erste Kamera der M-Serie von Leica, die mit einem Live-View-Modus ausgestattet ist. Wie bisher muss der Fotograf den Fokus bei beiden neuen Leicas manuell scharf stellen. Dabei muss er zwei leicht versetzte Bilder im Sucher zur Deckung bringen. Die Kamera mit Wechselobjektivanschluss kostet 6.200 Euro.
Die Leica X2 hingegen ist eine Kompaktkamera mit 12 Megapixeln Auflösung und einem Sensor im APS-C-Format. Ihr Festbrennweitenobjektiv (35 mm) kann nicht gewechselt werden. Dafür ist ein Autofokus eingebaut.
Die Leica Mini M könnte nach Ansicht der Fotowebsite Dpreview(öffnet im neuen Fenster) eine spiegellose Systemkamera mit Vollformatsensor und 24 Megapixeln Auflösung werden, bei der auf den aufwendigen Messsucher der Leica M zugunsten eines elektronischen Suchers verzichtet wird. Der Anwender könnte dabei trotzdem alle Leica-M-Objektive verwenden, die seit 1954 produziert wurden.
Alle großen Kamerahersteller haben mittlerweile Systemkameras im Angebot, die nur mit elektronischen Suchern arbeiten. Dazu gehört Sony mit den Nex-Modellen, Samsung mit der NX-Baureihe, Pentax mit dem Q-System und der mittlerweile eingestellten K-01, Nikon mit dem 1er System, Canon mit der EOS M und Panasonic und Olympus mit ihren Micro-Four-Thirds-Kameras. Fujifilm hat mit der X-E1 eine Systemkamera mit rein elektronischem Sucher und mit der X-Pro 1 ein Modell mit Hybridsucher im Angebot.
Die Leica M, die ebenfalls eine spiegellose Kamera ist, bietet eine Live-View-Ansicht auf ihrem Display. Außerdem ist ein elektronischer Zusatzsucher erhältlich.



