Luxus-Smartphone: Vertu schließt Produktionsstätte

Mit Luxus-Smartphones für Superreiche ist wohl kein Geld mehr zu machen. Der britische Hersteller Vertu gibt auf und schließt seine Produktionsstätte. Knapp 200 Vertu-Angestellte verlieren damit ihren Arbeitsplatz.

Artikel veröffentlicht am ,
Vertu entlässt knapp 200 Mitarbeiter.
Vertu entlässt knapp 200 Mitarbeiter. (Bild: Vertu)

Der Rettungsplan für den britischen Mobiltelefonhersteller Vertu ist gescheitert. Das Unternehmen schließt nach übereinstimmenden Berichten von BBC und Telegraph seine Produktionsstätte. Beide berufen sich auf Aussagen von Vertu-Sprechern. Damit verlieren knapp 200 Angestellte ihre Arbeit.

Vertu baute Luxus-Smartphones

Stellenmarkt
  1. Product Manager (m/w/d) - UI/UX
    Bolinda Labs GmbH, Darmstadt
  2. Mitarbeiter/in (m/w/d) für die Unix-Gruppe
    Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz
Detailsuche

Vertu hat in der Vergangenheit Luxus-Smartphones für mehrere Tausend Euro auf den Markt gebracht. Die Gehäuse waren aus besonderen Edelmetallen und teilweise mit Edelsteinen besetzt. Damit wurden die hohen Anschaffungspreise für die Geräte begründet. Technisch boten sie die typischen Funktionen eines heute üblichen Smartphones. Als Besonderheit gab es den Concierge-Service von Vertu. Ein rund um die Uhr verfügbarer Assistent ist per Knopfdruck erreichbar. Ob dieser Dienst nach dem Aus des Unternehmens weiter angeboten wird, ist fraglich.

Bereits vor zwei Wochen zeichneten sich Probleme bei Vertu ab. Da soll es bereits Rückstände bei den Zahlungen für die Büroräume des Unternehmens gegeben haben. Viele Vertu-Mitarbeiter hätten vergeblich auf Gehaltszahlungen gewartet. Die Vertu-Smartphones wurden bisher größtenteils von Hand in Großbritannien montiert.

Sonderbarer Verkauf

Vertu wurde im März 2017 von einer Holding aus Hongkong an den Geschäftsmann Hakan Uzan verkauft, der aus der Türkei stammt und in Paris tätig ist. Laut Presseberichten beklagt sich der vorherige Besitzer darüber, dass er nie die vereinbarte Summe von knapp 58 Millionen Euro erhalten habe. Er habe lediglich ein Bildschirmfoto der Überweisung zu Gesicht bekommen.

Golem Akademie
  1. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.-16.06.2022, Virtuell
  2. Hands-on C# Programmierung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    09./10.06.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Uzans Anwälten zufolge wurde die Zahlung offenbar zurückgehalten, da Uzan nach genauer Untersuchung des Unternehmens zahlreiche Missstände festgestellt hatte. Dazu sollen auch ausstehende Zahlungen an Zulieferer und Mitarbeiter gehören. Der vorherige Besitzer Vertus soll sich Uzans Anwälten zufolge vor Gericht verantworten. Wie es mit Vertu weitergeht, ist unklar.

TCL-Kooperation ist fraglich

Erst Ende Juni 2017 hatte Vertu eine Kooperation mit dem Hersteller TCL verkündet. Die Übereinkunft im Wert von 35 Millionen Euro ermöglicht es Vertu, bei seinem kommenden Smartphone Constellation X auf Technik von TCL zurückzugreifen. Auch hier ist unklar, was daraus wird.

Vertu wurde 1998 als Tochterunternehmen von Nokia gegründet und hat sich von Anfang an auf Luxus-Smartphones konzentriert. 2012 wurde Vertu dann verkauft, kurz danach erfolgte der Wechsel von Symbian zu Googles Betriebssystem Android.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Lord Gamma 13. Jul 2017

Und ein Vertu-Smartphone ist eher 10 mal so teuer wie ein schnödes iPhone. Smartphones...

StupidNPC 13. Jul 2017

Sollte man meinen, aber da sind scheinbar die Richtigen (eine chinesische Heuschrecke und...

flow77 13. Jul 2017

"Laut Presseberichten beklagt sich der vorherige Besitzer darüber, dass er nie die...

dabbes 13. Jul 2017

Screenshot von ne 50 Mio Überweisung und der glaubt das auch nocht.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kitty Lixo
Nach Sex mit Mitarbeitern Instagram-Account zurückerhalten

Laut einer Sexdarstellerin muss man nur die richtigen Leute bei Facebook sehr intim kennen, um seinen Instagram-Account immer wieder zurückzubekommen.

Kitty Lixo: Nach Sex mit Mitarbeitern Instagram-Account zurückerhalten
Artikel
  1. Ebay-Kleinanzeigen: Im Chat mit den Phishing-Betrügern
    Ebay-Kleinanzeigen
    Im Chat mit den Phishing-Betrügern

    Wenn man bestimmte Anzeigen in Kleinanzeigenportalen aufgibt, hat man sofort einen Betrüger an der Backe. Die Polizei kann kaum etwas dagegen tun.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

  2. Autos: Mercedes' Luxuskurs könnte das Aus für A- und B-Klasse sein
    Autos
    Mercedes' Luxuskurs könnte das Aus für A- und B-Klasse sein

    Mercedes definiert sich neu als Luxuskonzern. Das könnte auch das Ende für die Einsteiger-Modelle bedeuten, weil mit diesen kaum Geld zu verdienen ist.

  3. Ericsson und Telia Norway: Fast 4 GBit/s in 26-GHz-Netz erreicht
    Ericsson und Telia Norway
    Fast 4 GBit/s in 26-GHz-Netz erreicht

    26-GHz-Netz-Antennen erreichen in Norwegen Höchstwerte bei der Datenübertragung. Die 5G-Ausrüstung kommt von Ericsson.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 87€ Rabatt auf SSDs • PNY RTX 3080 12GB günstig wie nie: 974€ • Razer Basilisk V3 Gaming-Maus 44,99€ • PS5-Controller + Samsung SSD 1TB 176,58€ • MindStar (u. a. MSI RTX 3090 24GB Suprim X 1.790€) • Gigabyte Waterforce Mainboard günstig wie nie: 464,29€ [Werbung]
    •  /