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Luxus: Apple hebt (sich) ab

18.000 Euro: Ausgerechnet eine Uhr ist das teuerste Produkt in Apples Sortiment. Doch den Wandel des Unternehmens zum Luxuswarenhersteller macht nicht die Apple Watch, sondern ein anderes Produkt am deutlichsten.

Artikel veröffentlicht am ,
Macbook 12
Macbook 12 (Bild: Apple)

Es gibt Uhren, die noch viel teurer sind als die Apple Watch Edition mit ihrem Goldgehäuse in 18 Karat. Keine von ihnen hat jedoch eine technologische Lebensdauer von nur wenigen Jahren. 11.000 Euro - mit den passenden Bändern sogar 18.000 Euro - sollen Apple-Kunden für eine Uhr zahlen, die in kurzer Zeit durch ein neues Modell ersetzt wird und nichts kann, was nicht auch mit dem 400-Euro-Einsteigermodell möglich ist. Doch darum geht es gar nicht. Mit der teuren Uhr in Rotgold oder Gold können sich die Reichen von der Masse absetzen - und dafür zahlen sie.

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Es lässt sich trefflich darüber streiten, ob eine Smartwatch überhaupt notwendig ist. Eine goldene Uhr ist es sicherlich nicht. Doch Nutzer können mit ihrer Apple-Uhr zeigen, zu welchem Milieu sie gehören. "Seht her, ich habe es zu etwas gebracht", sagt die teuerste Version. Für die Technikbranche ist das bisher ohne Beispiel.

Bereits Steve Jobs hat begriffen, dass mit schönen Produkten mehr Geld zu verdienen ist als mit nur technisch fortschrittlichen. Doch die Konkurrenz folgte, Tim Cook und Chefdesigner Jonathan Ive mussten sich etwas Neues einfallen lassen und haben diesen Gedanken weiter gedacht. Luxus verkauft sich prächtig; das wissen sie und bauen die Produktstruktur um. Viel radikaler, als es Steve Jobs jemals wagte.

Cook engagierte mit Angela Ahrendts die ehemalige Burberry-Chefin. Sie hatte es in sechs Jahren geschafft, den Wert des Modekonzerns von 2 auf 7 Milliarden Pfund zu steigern. Sie verdient bei Apple schon im ersten Jahr mit 70 Millionen US-Dollar mehr als Firmenchef Tim Cook und hat den Auftrag, sich um den Verkauf zu kümmern - online wie offline. Und sie arbeitet mit Jonathan Ive daran, Apple radikal umzubauen.

Der eigentliche Star ist nicht die Uhr

Wie gut das gelungen ist, führt Apple bei einem zweiten Gerät vor, das parallel zur Apple Watch präsentiert wurde. Das Macbook 12 ist flach und lüfterlos und verfügt nur über einen einzigen USB-C-Anschluss. Es fällt schwer, dem einzelnen Anschluss etwas Positives abzugewinnen. Immerhin gibt es für einen Aufpreis einen Adapter, der es ermöglicht, mehrere Peripheriegeräte parallel zu betreiben. Auch die Zubehörindustrie wird hier sicherlich Lösungen anbieten.

Vernunftbegabte werden gerade deshalb gegen Apple wettern. Wie kann sich das Unternehmen nur erlauben, sogar noch Geld für ein wichtiges Zubehör zu verlangen!

Es wäre jedoch ein Fehler, Apple Unfähigkeit oder gar Dummheit zu unterstellen, denn auch das Macbook 12 erfüllt seinen ganz speziellen Zweck in Apples Sortiment. Es ersetzt weder das Macbook Air noch konkurriert es mit dem Macbook Pro.

Das goldene, silberne und graue Macbook 12 und die goldene Apple Watch Edition richten sich an eine Käuferschicht, die Apple bislang höchstens am Rande bearbeitet hat: an diejenigen, die diese Geräte als Modeaccessoire begreifen, über die sie sich ausdrücken und definieren können. Und das Macbook 12 hat der Uhr etwas voraus: Es ist der goldene Füllfederhalter der Jetztzeit. Mit ihm kann man arbeiten - aber eben auch repräsentieren, was mit einer Uhr wohl kaum denkbar ist.

"Seht her, ich bin kein Freund von billig anmutendem Plastik, mein Notebook ist schön, leicht und es macht keinen Krach!" Wer das mit seinem Gerät ausdrücken will, interessiert sich für technische Einzelheiten nur peripher und findet es geradezu peinlich, sich darüber auszutauschen. Und er oder sie ist wie im Modebereich bereit, höhere Preise zu zahlen. Das ist für Apple das Wichtigste. Und ich wette, das klappt auf der ganzen Welt.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)

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mgh 17. Mär 2015

Wieso? Wen interessiert ob in der nächsten Episode von Serie XYZ ein McBook mit 7...

neocron 16. Mär 2015

tatsaechlich? wo ist der Unterschied denn? das kann man mit all diesen Luxusartikeln!

Crapple 14. Mär 2015

Und genau Leute wie Du sind es, die dann total geschockt sind, weil es tatsächlich Leute...

finzl 14. Mär 2015

Ein verwöhntes Kind einer reichen Familie, das es selber nie zu was eigenem bringen...

neocron 13. Mär 2015

positiv besetzt sind sie nicht, heisst aber nicht, dass sie negativ besetzt sein...


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