Lutris: EA verbannt offenbar Linux-Gamer aus Battlefield 5

Seit einigen Wochen häufen sich in verschiedenen Nutzerforen wie auch auf Community-Plattformen wie Reddit(öffnet im neuen Fenster) oder Twitter Berichte von Linux-Nutzern, dass EA diese aus Battlefield 5 verbannt habe. Die Umsetzung sei dabei permanent, so dass diese eben nicht mehr spielen können.
Die Ursache des Problems scheint dabei offenbar darin zu liegen, wie die Linux-Nutzer Battlefield 5 spielen. Denn das Spiel selbst ist offiziell nur für Konsolen und eben Windows-Systeme verfügbar. Wie bei vielen anderen Windows-Spielen können Linux-Nutzer aber auf die Kompatibilitätsschicht Wine zurückgreifen oder eben auf darauf aufbauende Techniken wie Lutris. Letzteres vereinfacht die Verwaltung und Nutzung unterschiedlicher Spiele, sorgt nun aber offenbar für Probleme bei Linux-Nutzern.
Möglicherweise sorgt die Nutzung von DXVK, also die Umsetzung von Direct3D 11 über Vulkan, dafür, dass das Anti-Cheat-System Fair Fight(öffnet im neuen Fenster) eben fälschlicherweise einen Cheat erkennt. In der Diskussion bei Hackernews(öffnet im neuen Fenster) weist einer der Nutzer darauf hin, dass DXVK genutzt werden kann, um Shader umzuschreiben, was aber zum Beispiel auch für Aimbots genutzt werden kann. Verschiedene Anti-Cheat-Software oder DRM-Techniken von verschiedenen Spieleherstellern bereiteten auch in der Vergangenheit immer wieder mehr oder weniger große Probleme, was meist auf deren zwangsläufig sehr invasive Umsetzung zurückzuführen ist.
Die Macher von Lutris(öffnet im neuen Fenster) kritisieren das Verhalten von EA auf Twitter als "unrechtmäßige Bestrafungen" . Darüber hinaus empfiehlt Lutris, "in Zukunft keine von EA veröffentlichten Multiplayer-Spiele mehr zu spielen" . Auch mit einer direkten Ansprache an den Publisher hält sich das Lutris-Team nicht zurück: "EA, schämt euch" . Von EA selbst gibt es bisher keine Stellungnahme.