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Die Emirate wollen einen Rover auf die Mondoberfläche schicken

Die Emirate wollen auch einen Rover auf die Mondoberfläche schicken. Einen ersten Versuch gab es bereits mit der Hakuto-R-Mission vom kommerziellen japanischen Start-up Ispace. "Wir haben unseren ersten Rover gebaut, der leider eine Bruchlandung auf dem Mond gemacht hat", erzählt der Direktor und witzelt dann: "Wir kamen also auf dem Mond an, aber nicht in einem, sondern in 10.000 Teilen."

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Die japanische Landefähre ist aufgrund eines Softwarefehlers beim Landeanflug auf der Oberfläche des Trabanten zerschellt. Am darauffolgenden Tag besuchte der Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Muhammad bin Raschid Al Maktum, das Raumfahrtzentrum und autorisierte den sofortigen Beginn der zweiten und dritten Mission.

Seitdem baut das Missionsteam an dem zweiten Rashid-Rover für die Mondoberfläche. "Unser Ziel ist es, schnell und kosteneffizient zu arbeiten, aber auch die Wissenschaft und die internationale Zusammenarbeit auf diesen Rovern zu fördern. Diese Rover können wir in elf Monaten bauen, also von null an bis zum Start", erklärt Al Marri.

50-prozentige Erfolgsquote: Herausforderung angenommen

Mit welcher Mission Rashid-2 zum Trabanten fliegen wird, wurde bisher nicht bekanntgegeben. "Für uns ist heute die Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor, der auf kosteneffiziente Weise versucht, zum Mond zu gelangen, ein Schlüsselfaktor." Deswegen schließen Al Marri und sein Team nicht aus, weiterhin mit privaten Firmen zum Mond aufzubrechen.

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"Wenn Regierungen wie Indien erfolgreich sind und wir die Möglichkeit haben, mit ihnen zusammenzuarbeiten, werden wir auch das prüfen. Aber die Zusammenarbeit mit dem Privatsektor auf dem Mond finden wir sehr attraktiv, weil es einfach ist, solche Vereinbarungen zu treffen."

Zu Gast beim MBR Space Centre der Vereinigten Arabischen Emirate während der Dubai Air Show 2023 (credit: P. Klapetz) [1/1]

Entsprechend nimmt das MBR Space Centre auch die Risiken für ein Scheitern der Mission in Kauf – natürlich mit der Genehmigung der eigenen Regierung: "Wir haben von Anfang an erwähnt, dass diese Mission eine Erfolgsquote von 50 Prozent hat. Und unsere Regierungsführung hat sich darauf eingelassen. Sie hielten die Idee für gut. Es ist eine Herausforderung und die Erfolgsquote liegt bei 50 Prozent."

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